"Bubblesplatz" vor dem Bayerischen Hof

Jetzt bekommt auch Jackos Affe ein Denkmal

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Michael Jackson in den 80er Jahren mit seinem Affen Bubbles.

München - Michael Jackson hat Konkurrenz bekommen: Vor dem Bayerischen Hof steht nun nicht mehr nur das Denkmal für den King of Pop – Künstler David Shrigley macht den Promenadeplatz zum „Bubblesplatz“.

Michael Jackson hat Konkurrenz bekommen: Vor dem Bayerischen Hof steht nun nicht mehr nur das Denkmal für den King of Pop – Künstler David Shrigley macht den Promenadeplatz zum „Bubblesplatz“. Er hat Jacksons langjährigem Kuschel-Schimpansen ein Denkmal gesetzt – mit Fotos, Blumen, drapierten Bananen und allem, was dazugehört.

Die Münchner wissen: Auch Affen können Herzen bewegen – besonders, wenn sie an der Seite eines Weltstars an die Isar kommen. Das zeigte zuletzt das Drama um das Kapuzineräffchen von Popsänger Justin Bieber. Der Urahn aller Promi-Primaten ist freilich Bubbles, der langjährige Begleiter Michael Jacksons – und nun begleitet er Jacko auch am Promenadeplatz.

Künstler Shrigley greift die Form des weltbekannten Schreins für Michael Jackson auf. Dessen Fans haben das Monument für Orlando di Lasso zu einem Erinnerungsort für den Popstar umgewidmet, Shrigley macht dasselbe mit der benachbarten Statue von Kurfürst Max II. Emanuel – mit Fotos, Zeichnungen, Souvenirs, Blumen, Kerzen und weiteren Devotionalien.

Diese Spiegelung gehört laut Münchner Merkur zur Strategie Shrigleys. Er möchte mit seinem „Bubblesplatz“ Fragen zur Aufgabe eines Monuments stellen. Etwa: Für wen wird ein Denkmal errichtet, für wen nicht? Und wo ist der richtige Platz dafür?

Jetzt wird’s affig! Das Denkmal für Max II. Emanuel ist mit Fotos und Zeichnungen rund um Jacksons Schimpansen zugepflastert

Was Bubbles und den Promenadeplatz angeht: Der Affe war wohl schon mal da, er soll bei Jacksons Besuch 1986 mit ihm im Bayerischen Hof gewesen sein. Als Reise-Kompagnon war der Schimpanse bis Ende der 80er mit Jacko unterwegs. Später wurde er zu aggressiv, um weiter als Haustier gehalten zu werden. Heute lebt Bubbles im „Center For Great Apes“, einer Einrichtung für Affen in Florida.

Shrigley will mit seiner Aktion auch auf Bubbles’ Schicksal aufmerksam machen. Mit „Bubblesplatz“ ist ein Monument für ein lebendiges Wesen entstanden, während die meisten Denkmäler bereits verstorbenen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte vorbehalten sind. Bis Ende September wird das Affen-Denkmal stehen bleiben und dann abgebaut. Es ist Teil der Reihe A Space Called Public – Hoffentlich Öffentlich, die heuer spektakuläre Kunstwerke auf Münchens Straßen holt.

Johannes Löhr

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