Landgericht München

Millionenschwindel: Angeklagter sagt aus

München - Über einen zweistelligen Millionenbetrag soll ein Steuerprüfer Geldanleger mit einer dubiosen Firma in Dubai betrogen haben. Jetzt will er vor Gericht aussagen.

Im zweiten Prozess um einen Kapitalanlagebetrug mit zweistelligem Millionenschaden muss sich seit Montag ein 55 Jahre alter Mann vor dem Landgericht München verantworten. Dem gelernten Steuerprüfer wird Beihilfe zum Betrug vorgeworfen. Er war Verwalter und Buchhalter einer Firma für „profitorientiertes Finanzmanagement“ in Dubai, die Geldanleger mit Gewinnbeteiligungen zwischen 40 und 80 Prozent je nach Laufzeit der Anlage köderte. Gut 57 Millionen Euro lockte das angebliche Finanzmanagement-Unternehmen an, eine Geschäftstätigkeit gab es laut Anklage aber nicht.

Verwandte in Dubai verurteilt

Initiator des Schwindels war der Schwager des 55-Jährigen. Er war im Oktober vom Landgericht München mit achtjährigem Freiheitsentzug bestraft worden. Ein Gericht in Dubai verurteilte ihn in Abwesenheit zu 73 Jahren Gefängnis - ebenso seine Frau. Die Schwester des nun Angeklagten konnte sich im Gegensatz zu ihrem Mann aber nicht der Verhaftung in dem Emirat entziehen.

Der zweite Prozess wurde am Montag nach Verlesung der Anklage unterbrochen. Die Verteidigung hatte zuvor eine „umfassende“ Aussage des Angeklagten für den zweiten Verhandlungstag in der kommenden Woche angekündigt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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