Nach Mega-Shows in München

Monika Gruber will mega Ankündigung in die Tat umsetzen - „Ausrede“ könnte ihre Fans besänftigen

Monika Gruber schloss ihr Programm „Wahnsinn!“ mit zwei Groß-Auftritten in München ab. Jetzt nimmt sie sich eine lange Auszeit.

  • Monika Gruber ist Bayerns erfolgreichste Kabarettistin
  • Im Dezember trat sie gleich zweimal in der Olympiahalle auf.
  • Jetzt nimmt die Kabarettistin eine längere Auszeit.

Update vom 14. Dezember: Lange hat sie ihn versteckt, wollte ihr neues Glück erst mal abseits der Öffentlichkeit genießen! Jetzt, am Donnerstagabend, zeigte sich Kabarettistin und Schauspielerin Monika Gruber (48) zum ersten Mal mit ihrer großen Liebe Thomas Überall (60) bei der letzten Show ihrer zweijährigen Wahnsinn!-Tour in der Münchner Olympiahalle.

Monika Gruber: Total verliebt - seit fast zwei Jahren!

„Ich bin so stolz auf meine Monika“, schwärmte der Red-Bull-Rennsport-Manager und nahm seine Freundin in den Arm. Sie schenkte ihm ein verliebtes Lächeln. Seit etwa zwei Jahren sind Gruber und Überall ein Paar. Gefunkt hatte es damals um die Weihnachtszeit, aber erst auf den zweiten Blick! Denn eigentlich kannten sich der Freestyle-Skiing-Europameister aus Kitzbühel und das Erdinger Weltmeister-Mundwerk schon länger.

Er war schon immer ihr größter Fan, sie nach ihrer letzten Beziehung mit Paulaner-Boss Andreas Steinfatt erst mal sechs Jahre Single. Kurz vor ihrem Tourstart 2017 flogen dann plötzlich die Schmetterlinge, weil einfach alles passte: Beide waren noch nie verheiratet, haben keine Kinder und im Juni Geburtstag.

Nach Mega-Shows in München: Monika Gruber nimmt lange Auszeit

Bereits damals schwärmte die Gruberin gegenüber Freundinnen: „Er ist ein Traummann. Wahnsinnig lieb, zuvorkommend, g’scheit und wir lachen ganz viel.“ Thomas Überall schickt ihr Rosen und verwöhnt seine Monika, wenn sie bei ihm im Salzkammergut ist, sie kocht ihrem Tom Gulasch, wenn er nach Erding kommt. Zeit für ihre große Liebe hatten Gruber und Überall in den letzten zwei Jahren aber kaum. Sie stoppte mit ihrem Tourprogramm fast jeden Tag an einem anderen Ort in Bayern oder Österreich, er reiste für den Motorsport durch die Welt. Auf einem Foto ist der Red Bull-Marketingchef Thomas Überall mit Formel-1-Rennfahrer Sebastian Vettel damals noch beim österreichischen Red Bull-Team (2009 bis 2014) zu sehen. 

Tweet 

Sicherlich auch deswegen nimmt Gruber nun eine Auszeit von der Bühne. Eineinviertel Jahre Pause hat sie angekündigt. „Ich möchte mehr Zeit mit der Familie verbringen“, sagte die Blondine im tz-Interview. Vor allem Zeit mit ihrem großen Schatz! 

Teresa Winter

Mega-Auftritt in München: Gruber schießt gegen Veganer - und gibt Publikum kernige Sätze mit

Update vom 12. Dezember: „Ich hoffe, ich kriege das hin, und es sitzt nicht nur meine bucklige Verwandtschaft da“, hatte Monika Gruber Angst vor der eigenen Courage bekommen, nachdem sie sich entschlossen hatte, die Dernière ihres aktuellen Programms „Wahnsinn!“in der Münchner Olympiahalle stattfinden zu lassen. Was für eine Fehleinschätzung! Eine ausverkaufte Halle feierte die Kabarettistin am Mittwochabend von der ersten Sekunde an.

Großer Begrüßungsjubel für die 48-Jährige, die ganz in Rot auftrat. „Wahnsinn!“ ist der Abend überschrieben – und wahnsinnig scheint die Welt geworden, die sie beschreibt. „Die Leute werden immer blöder, oder?“, ruft die Gruberin und erntet begeisterte Zustimmung. Beispiele gibt es genug. Der technische „Fortschritt“, der die wischende Jugend gegen Laternenpfähle donnern lässt und Mütter ihren Kindern entfremdet. Die Beschwerderitis der zugereisten Preußen, die lebensunfähig gelobten Kinder, das Diktat des Veganismus. Alles wird mit der typischen Gruberschen Energie umgepflügt.

Das dürfte auch die Gruberin zum Lachen bringen: Die Sänger des Münchner Matrosenchors hatten sich auf einen netten Abend gefreut. Doch ihre Weihnachtsfeier endete in einem Eklat.Grund ist ein pikanter Auftritt.

Monika Gruber in der Olympiahalle: Gruberin ist eine Publikumsversteherin

Dagegen setzt sie den bayerischen Pragmatismus, den „Grundgrant“. Die Gruber singt das hohe Lied der Heimat („Des is a Gfui!“) und verklärt – zur Gaudi des Publikums – das Bayerntum als „Buddhismus mit Bier“. Apropos Bier – die Erdingerin verbeißt sich mit Appetit in die Traditionen, preist das gute einheimische Essen – denn wer sich zu gesund ernährt, hat auch sonst keine Freude.

Bei der Erdingerin ist Urlaub noch Nichtstun und nicht Action und statt des Weihnachtsmanns kommen noch Christkind und Nikolaus. Der Status Quo ist heilig, das Vertraute, die Abwesenheit von Hysterie und Verbotsgesellschaft. Leben und leben lassen. Wer das beherzigt, bekommt ein paar kernige Sätze auf den Weg, die sich gut auch im Alltag abfeuern lassen. Die Gruberin ist eine Publikumsversteherin – und dafür lieben sie die Leute. Großer Applaus – heute Abend geht’s noch mal rund, dann taucht sie erst mal ab, um ganz tief Luft zu holen.

Monika Gruber kommt in die Olympiahalle: Die Gruberin im Interview

Erstmeldung vom 10. Dezember

München - Es wird der größte Live-Auftritt ihrer Karriere: Vor insgesamt 20.000 Fans gibt Monika Gruber am Mittwoch und Donnerstag die letzten beiden Vorstellungen ihres Soloprogramms „Wahnsinn!“, mit dem sie seit 2018 durch Bayern und Österreich tourt. Die Gruberin in der Olympiahalle – davon hätte die Moni früher nicht zu träumen gewagt. Und auch heute verursacht die Tatsache, dass sie als Bayerns erfolgreichste Wortkabarettistin eine Megahalle füllt, ordentlich Herzklopfen. Wie sich  die 48-Jährige wenige Stunden vor ihrem großen Auftritt fühlt, verrät sie im Interview.

Frau Gruber, können Sie sich erinnern, wann und zu welcher Veranstaltung
Sie das erste Mal in der Münchnerm Olympiahalle waren?

Ich war privat noch nie in der Olympiahalle – außer bei der Vorbesichtigung für meinen eigenen Auftritt.

Die Stunden bis zu Ihrem „Wahnsinns“-Auftritt sind gezählt. Wie oft am Tag schmeißen Sie Ihr Blutdruckmessgerät an?

(Lacht.) Gar nicht, denn ich besitze keines. Aber ich gebe zu: Die Anspannung steigt. Deshalb laufe ich jeden Tag in der Früh im Park, um Sauerstoff in die kleinen grauen Zellen zu pumpen, damit ich keinen Hänger habe.

Monika Gruber in München: „Vor Heimatpublikum besonders gute Leistung abliefern“

Sie spielen zwei Tage vor ausverkauftem Haus. Ist es eigentlich wurscht, ob man vor 100 oder 10.000 Fans steht?

Es macht für mich natürlich einen Unterschied, vor welcher Kulisse ich spiele. Zumal ich in München immer besonders nervös bin, denn „dahoam is’ dahoam“, und da möchte ich vor meinem Heimatpublikum, vor meinen Freunden, Bekannten und der Familie eine besonders gute Leistung abliefern. Gut, jetzt sitzen in der Olympiahalle nicht nur bekannte Gesichter, aber eben sehr, sehr viele Gesichter. Und für mich als Schnellsprecherin wird dann das Motto lauten: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Soll heißen: Ich werde mich konzentrieren, nicht zu schnell zu sprechen, den Leuten auch Zeit zum Klatschen zu lassen. Und ich werde generell versuchen, von der riesigen Menge Energie, die da auf mich zukommen wird, möglichst viel zurückzugeben.

Ein neues Bühnenbild und eine Akustik, die auch die Zuschauer auf den hinteren Rängen erfreuen soll – wie schwer war es, die Olympiahalle für eine Wortkabarettistin umzubauen?

Das müssen Sie wohl eher mein Technik-Team fragen, die alle genauso nervös und auch freudig gespannt sind wie ich. Die zwei Termine sind für uns alle eine riesige Herausforderung, die wir nicht unterschätzen. Wir werden unser Bestes geben. Mein Tontechniker Harry meinte beim letzten Auftritt zu mir: „Da können mir alle amal zoagn, wos ma draufham!“ Ich hoffe, es haut hin!

Yoga, spazieren gehen, grüner Tee, Meditation – welche Rituale hat die Gruberin, um die Nerven vor einem solchen Event zu beruhigen?

Gut schlafen, morgens zum Laufen gehen und gut essen. Und vor der Vorstellung: beten!

Monika Gruber schonungslos: „Werde mir so dermaßen die Festplatte löschen, dass ...“

Was bereitet Ihnen mehr Herzklopfen – die Dernière oder die Aussicht, sich am Donnerstag nach der Vorstellung für ein Jahr vom Publikum zu verabschieden?

Ersteres, denn am Freitag werde ich von alledem nichts mehr wissen, weil ich mir nach der Vorstellung so dermaßen die Festplatte löschen werde, dass man erst kurz vor Weihnachten wieder mit mir rechnen darf.

Apropos: Was gibt’s bei Ihnen zu Weihnachten? Ihren eigenen Prosecco „Monis Liebling“ und ....?

Am ersten Weihnachtsfeiertag kommt die ganze Familie zu mir, weil meine Mama vor Kurzem eine Fuß-OP hatte und noch nicht zu 100 Prozent einsatzfähig ist. Es wird Rindsrouladen geben, denn die werde ich am Vortag fix und fertig herrichten, um sie dann nur noch aufzuwärmen. Kartoffelpüree, Spätzle dazu, hinterher Vanilleeis mit Rumtopf (von meiner Nachbarin) und ein paar Glaserl „Monis Liebling“, gefolgt von Weißwein aus Österreich zum Abfedern – und die Welt ist in Ordnung.

Was wünschen Sie sich fürs neue Jahr?

Dass alles so bleibt, wie es ist. Mehr Zeit für Familie und zum Italienischlernen habe ich. Eigentlich wäre alles so wunderbar, wenn nur die verdammte Politik nicht wäre, über die man sich ständig ärgern muss. Wurscht, jetzt ist erst amal Weihnachten!

Interview: Astrid Kistner

Rubriklistenbild: © dpa/Peter Kneffel

Auch interessant

Meistgelesen

Verzögerungen von bis zu 55 Minuten: S-Bahn-Chaos lässt Pendler zürnen - „Eine Schande für die Stadt“
Verzögerungen von bis zu 55 Minuten: S-Bahn-Chaos lässt Pendler zürnen - „Eine Schande für die Stadt“
Jugendliche platzieren Pflastersteine vor Münchner Einkaufszentrum - sie sollten wohl auf Beamte fliegen
Jugendliche platzieren Pflastersteine vor Münchner Einkaufszentrum - sie sollten wohl auf Beamte fliegen
Am Marienplatz: Mann schlägt Seniorin mitten ins Gesicht - in der S-Bahn findet er die nächsten Opfer
Am Marienplatz: Mann schlägt Seniorin mitten ins Gesicht - in der S-Bahn findet er die nächsten Opfer

Kommentare