Exemplar “absolut minderwertig“

Ebay Kleinanzeigen: 15-Jähriger bietet Münchner Mitschüler zum Verkauf an 

Ein 15-Jähriger hat einen seiner Mitschüler bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten.
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Ein 15-Jähriger hat einen seiner Mitschüler bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten.

Es war kein Menschenhandel, sondern Mobbing: Ein 15-Jähriger hat einen seiner Mitschüler im Internet zum Verkauf angeboten. Die Polizei rückte beim Täter an.

München - Im Internet kann man die kuriosesten Dinge kaufen. Was eine Münchnerin Anfang des Jahres bei Ebay Kleinanzeigen entdeckte, schockierte sie aber. Für 90 000 Euro wurde ein 14 Jahre alter Schüler aus München feilgeboten. Die Dame meldete die Annonce bei der Polizei. Ermittler machten den Inserenten (15) des Angebots ausfindig. Dieser gab zu, seinen Mitschüler aus Spaß zum Kauf angeboten zu haben.

Angepriesen wurde der junge Mann mit gemeinen Produktbeschreibungen. Wie die Münchner Polizei berichtet, war in der Anzeige von einem „Fehlkauf“ die Rede. Weil das Exemplar „leider aus China“ stamme und „absolut minderwertig“ sei, habe man sich zum Verkauf entschieden. Weiter hieß es, der 14-Jährige würde „wirklich derbe stinken“. Daher sei ein Ölwechsel dringend zu empfehlen. Sogar ein Foto des Mitschülers hatte der 15-Jährige der Anzeige beigefügt.

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Schüler aus München bei Ebay Kleinanzeigen angeboten: „Besonders widerlicher Fall“

„Für den 14-Jährigen war das gewiss kein Spaß“, sagte Polizeisprecher Oliver Timper. Opfer und Inserent wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft und besuchen dieselbe Schule. Timper: „Wir haben es hier mit einem besonderen Fall von Mobbing zu tun.“ Weil das Inserat von Ermittlern zunächst als glaubhaft und ernst gemeint eingestuft wurde, erließ das Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für die elterliche Wohnung des 15-Jährigen. Gegenüber den Beamten des Kommissariats 35, das auch für Menschenhandel zuständig ist, gab der 15-Jährige an, es sei ein „derber Spaß aus Langeweile“ gewesen. Das Lachen dürfte ihm spätestens vergangen sein, als sein Smartphone konfisziert wurde. Der Schüler muss jetzt mit einem Bußgeld wegen Verleumdung rechnen.

Ebay-Sprecher Pierre Du Bois sagte auf Anfrage: „Ein besonders widerlicher Fall, von dem wir bislang nicht in Kenntnis gesetzt worden sind.“ Denn offenbar hat die Polizei während der monatelangen Ermittlungsarbeit keinen Kontakt zu Ebay aufgenommen. Technische Filter sollen laut Du Bois solche Annoncen verhindern. Bei 10 Millionen Anzeigen pro Monat sei es unmöglich, jedes Inserat einzeln zu prüfen.

Auch wichtig: Die Polizei warnt vor Betrügern, die bei Ebay-Kleinanzeigen via PayPal mit einem einfachen Trick Käufer abzocken, wie nordbuzz.de* berichtet.

Was rät die Polizei beim Ebay-Kauf?

Nach Betrugsfällen, bei denen Kunden aus München betroffen waren, hat die Polizei der Landeshauptstadt einen Tipp zum Umgang mit Ebay-Käufen gegeben. Worauf Sie insbesondere bei der Warenübergabe achten müssen, um Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, erfahren Sie in diesem Artikel über Verhaltensregeln im Zusammenhang mit Ebay-Kleinanzeigen. Nutzer sollten sich auf Ebay-Kleinanzeigen außerdem vor diesem fiesen Trick schützen

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joh

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*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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