Startschuss für die Elektro-Roller

München unter Strom - so war die Resonanz auf die neuen E-Scooter am ersten Wochenende

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Begeisterung beim Probefahren: Seit Samstag kann man mit E-Rollern des Anbieters Tier fahren.

Jetzt kommt München ins Rolle(r)n! Seit Samstag sind die sogenannten E-Scooter in Deutschland erlaubt. In München macht die MVG in Kooperation mit der Firma TIER Mobility den praktischen Fahrspaß möglich.

„Das Feedback ist überwältigend“, sagt deren München-Chef Balthasar Scheder. Die Ausleihen am Starttag waren derart zahlreich, dass den Rollern bereits am Nachmittag der Saft ausging.

MVG plant mit Tier Mobility 1.500 E-Scooter für München

Begriffe wie die „erste und die letzte Meile“ fallen häufig, wenn es um die Verkehrswende in München geht. Die These lautet, dass es gelingen muss, den Kunden mit dem ÖPNV fast bis vor die Haustür zu bringen. Besonders außerhalb des Mittleren Rings jedoch glückt das nicht immer. E-Roller seien eine Möglichkeit, diese „letzte Meile“ vom U-Bahn-, Bus- und Tram-Halt bis zur Haustür zu überbrücken, sagt der Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), Ingo Wortmann. Gemeinsam mit dem Berliner Unternehmen Tier Mobility will die MVG 1500 E-Scooter auf Münchens Straßen bringen. Seit Samstag fahren die ersten.

E-Scooter in München: Nachfrage  übersteigt das Angebot

„Die Resonanz ist überwältigend“, sagt Tier-München-Chef Balthasar Scheder. Am Samstag habe man 200 Elektro-Roller bereitgestellt. „Wir sind der einzige Anbieter in München, dementsprechend oft sind die Scooter ausgeliehen worden. Das Ganze wurde eher dadurch ausgebremst, dass am Nachmittag fast alle Batterien leer waren.“

Am Sonntag verdoppelte Tier das Angebot: 400 Scooter. Die Nachfrage blieb enorm. „Am ersten Tag wurde jeder Roller mehr als fünfmal ausgeliehen, am Sonntag dann ebenfalls, und da war kurzzeitig das Wetter nicht ganz optimal.“

Derzeit lassen sich die E-Roller nur über die App von Tier buchen, ab 1. Juli sind die Scooter in der „MVG-More“-App integriert. Ausleihen und Rückgaben sind überall im Stadtgebiet möglich. „Wir sammeln die Scooter ein, laden sie im Lager auf, falls notwendig, dann werden sie repariert und am nächsten Morgen wieder rausgefahren“, sagt Scheder. Mittelfristig soll das System mit wechselbaren Batterien optimiert werden. Für die letzte Meile. 

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Die beliebtenE-Scooter sorgen in Paris bereits für Ärger, in München sind diese Roller-Regeln zu beachten.

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