Manche wird es aber freuen

Ureigene Tradition in den Münchner U-Bahnen soll verschwinden

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In neuen Zügen der Münchner U-Bahn gibt es bereits Bildschirme - bald sollen auch alle Ansagen vom Band kommen.

Es mutet fast antiquiert an, dass die Haltestellen in der Münchner U-Bahn oftmals noch vom Fahrer angesagt werden. Doch dieses Stück Lokalkolorit könnte schon bald verschwinden.

München - „Nächster Halt: Schwanthalerhöhe“, klingt es durch die Lautsprecher der U-Bahn - und das Idiom des Fahrers verrät, dass er womöglich nahe der soeben verkündeten Station aufgewachsen ist. Noch immer werden in vielen Zügen der Münchner U-Bahn die Haltestellen vom Fahrer höchstselbst angesagt. 

In Zeiten, da viele Abteile bereits über eigene Fernsehbildschirme verfügen, mutet diese Praxis fast schon antiquiert an. Wenn es nach der MVG geht, soll mit dieser speziellen Form des Münchner Lokalkolorits jedoch schon bald Schluss sein. 

„Die Zukunft sind automatische Ansagen“, sagt MVG-Pressereferent Matthias Korte auf Anfrage unserer Redaktion. Mit der Inbetriebnahme weiterer neuer Züge soll ihr Anteil beständig steigen. In den Fahrzeugen vom Typ C1 und C2 erfolgen die Ansagen bereits vom Band. Ältere Züge sollen nach und nach mit neuen Bordcomputern nachgerüstet werden - sofern es der laufende Betrieb erlaubt. Dass die Ansagen bisher oftmals noch vom Fahrer erledigt werden, hat rein technische Gründe. Manche Züge sind bis zu 50 Jahre alt. 

Auch die älteren Fahrzeuge sollen im Laufe der Zeit mit neuen Bordcomputern ausgestattet werden.

Touristen verstehen oft nur Bahnhof

Viele Fahrgäste erfreuten sich bisher an den oftmals im tiefsten bayerisch gehaltenen Verkündungen - manch anderer klagte über Verständnisprobleme. Wann die Münchner U-Bahnen komplett von automatischen Ansagen begleitet werden, steht indes noch in den Sternen. Laut Korte gibt es noch keinen „belastbaren Zeitplan“.

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Das Thema Sprache beschäftigt die Verkehrsgesellschaft auch auf anderer Ebene. Noch immer ist der Anteil englischsprachiger Ansagen in der Münchner U-Bahn gemessen an der touristischen Anziehungskraft der Landeshauptstadt relativ gering. Laut des MVG-Pressereferenten wurde das Angebot für ausländische Besucher zuletzt jedoch deutlich ausgebaut. So gebe es etwa immer mehr Ansagen zu größeren Baustellen in englischer Sprache, sowie Aushänge zu Betriebsänderungen und Faltblätter. 

Dass es auf diesem Feld noch reichlich Optimierungspotenzial gibt, ist jedoch auch dem Unternehmen bewusst. „Wir arbeiten daran“, heißt es von Seiten der MVG.

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lks

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