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Ex-Museumschef gestorben

Er wurde nur 55: Ehemaliger Leiter des Münchner Hauses der Kunst ist tot

Okwui Enwezor ist tot. Der ehemalige Leiter des Hauses der Kunst hatte 2018 seine Krebserkrankung öffentlich gemacht.
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Okwui Enwezor ist tot. Der ehemalige Leiter des Hauses der Kunst hatte 2018 seine Krebserkrankung öffentlich gemacht.

Sieben Jahre lang stand Okwui Enwezor an der Spitze des Hauses der Kunst in München. Sein Abschied im vergangenen Jahr war unrühmlich. Jetzt ist er im Alter von 55 Jahren gestorben.

München - Der ehemalige Museumschef Okwui Enwezor ist tot. Der frühere künstlerische Leiter des Hauses der Kunst in München starb im Alter von 55 Jahren, wie das Museum der Deutschen Presse-Agentur am Freitag bestätigte. Zuvor hatte die Biennale in Venedig darüber berichtet.

Enwezor machte 2018 seine Krebserkrankung bekannt - kurz vor dem Abschied aus dem Haus der Kunst 

Kurz nach seinem Abschied aus dem Haus der Kunst im Sommer 2018 hatte er seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Im „Spiegel“ hatte er damals gesagt, er habe das Gefühl gehabt, in München nicht mehr erwünscht gewesen zu sein.

Der aus Nigeria stammende Enwezor hatte das Amt an der Spitze des renommierten Hauses, das über keine eigene Sammlung verfügt und seine Ausstellungen mit Leihgaben bestückt, im Jahr 2011 übernommen. 2002 leitete er die documenta 11 in Kassel, 2015 die 56. Biennale von Venedig. „Es gibt nie den idealen Zeitpunkt für einen Abschied, aber ich trete zu einem Zeitpunkt zurück, an dem das Haus der Kunst eine künstlerische Position der Stärke erreicht hat“, sagte er zum Abschied.

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Scientology, sexuelle Belästigung und Geldprobleme: Haus der Kunst in München hatte turbulente Zeiten hinter sich

Allerdings hatte das Haus damals turbulente Zeiten hinter sich. Massive Geldprobleme wurden bekannt. Auch die Nähe von Angestellten zu Scientology und Fälle sexueller Belästigung sorgten für Schlagzeilen. Der Aufsichtsrat hatte schon vor dem Abschied reagiert und Enwezor einen kaufmännischen Geschäftsführer an die Seite gestellt, wie *merkur.de berichtete.

dpa

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