“Verschiebung nicht angedacht“

Corona-Verbot hat bittere Folge: Veranstalter von Münchner Top-Event wollen zu kurioser Alternative greifen

Christopher Street Day in München
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Eindrücke vom Christopher Street Day in München im Jahr 2017.

Infolge des Verbots von Großveranstaltungen bis 31. August wegen der Corona-Krise fallen 2020 auch zahlreiche Paraden des Christopher Street Day aus.

  • Deutschlandweit sind Großveranstaltungen aufgrund der Corona-Krise bis zum 31. August 2020 untersagt.
  • Das betrifft in München auch die Macher des Christopher Street Day (CSD).
  • Bereits jetzt haben die Veranstalter eine kuriose Alternative angekündigt.

München - In München soll die Parade zumindest virtuell stattfinden, wie es auf der CSD-Homepage hieß. „Wir werden den Münchner CSD am 11./12. Juli in Teilen virtuell durchführen. Eine Verschiebung ist nicht angedacht.“ Im vergangenen Jahr hatten rund 155.000 Menschen den Christopher Street Day in der Landeshauptstadt besucht.

Auch der Berliner CSD soll am 25. in einer Onlinevariante stattfinden, wie dessen Team am Mittwochabend dem „Tagesspiegel“ mitteilte. In Köln sagte ein Sprecher des Cologne Pride, dessen Parade am 5. Juli gewesen wäre, der Deutschen Presse-Agentur, man müsse sich noch besprechen, wie man genau verfahre, halte sich aber natürlich an gesetzliche Vorgaben.

München: Christopher Street Day soll „in Teilen virtuell“ stattfinden

Definitiv flach fällt die große Hamburg-Pride-Demo am 1. August. Zahlreichere kleinere Städte hatten ihre CSDs zuvor schon abgesagt.

Die CSD-Paraden mit Zehntausenden Teilnehmern erinnern jeden Sommer an Ereignisse in New York 1969. Damals wehrten sich in der Christopher Street in Manhattan Besucher der Bar „Stonewall Inn“ gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen.

Die darauffolgenden Krawalle gelten als wichtiger Meilenstein der LGBTIQ-Bewegung.

LGBTIQ

steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Intersexuelle und queere Menschen. 

Tiere sind von der Maskenpflicht eigentlich ausgenommen. Das Foto eines Hundes mit einer vermeintlichen Maske sorgt nun für Verwunderung - dann klärt die Besitzerin auf.*

dpa

In München verhält sich der Großteil wegen der Ausgangsbeschränkung regelkonform. Doch wer die Vorgaben bricht, muss zahlen. Der Bußgeldkatalog.

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