Viel Lob für Einfall

Aprilscherz zur Corona-Krise: Münchner Wahrzeichen in Nacht-und-Nebel-Aktion „umgestaltet“

Aprilscherz: mit den Türmen des Liebfrauendoms (rechts im Bild) hat sich ein Photoshop-Künstler beschäftigt.
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Aprilscherz: mit den Türmen des Liebfrauendoms (rechts im Bild) hat sich ein Photoshop-Künstler beschäftigt.

Aprilscherze zur Corona-Krise? Eine hochrangige Behörde warnt vor geschmacklosen Aktionen. Das Münchner Erzbistum wird für seine Variante gelobt.

Update von 18.23 Uhr: Das Coronavirus beherrscht aktuell die Schlagzeilen. Nun sorgte ein Vater aus dem Raum München mit einem Aprilscherz für Aufsehen. Sogar Markus Söder äußerte sich - und zeigte sich verärgert.

Aprilscherz zur Corona-Krise: Münchner Wahrzeichen in Nacht-und-Nebel-Aktion „umgestaltet“

Erstmeldung vom 1. April 10.53 Uhr

München - Bereits am Vorabend hatte es das Bundesministerium für Gesundheit explizit eingefordert: „In der derzeitigen Situation bitten wir Sie darum, am 1. April diesen Jahres auf erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten“, hieß es in einem Tweet der Behörde. Derartige Aktionen würden den Kampf gegen Falschinformationen nur erschweren. 

Aprilscherze, wie den des Erzbistums München und Freising dürfte das Gesundheitsministerium in seinem Tweet nicht gemeint haben - auch wenn er indirekt mit der Corona-Krise zu tun hat. Mit einem Upload auf ihrer Facebook-Seite hat die Diözese am Mittwochvormittag die Lacher auf ihrer Seite. Beigefügt ist ein Foto eines Münchner Wahrzeichens, das scheinbar über Nacht umgestaltet wurde.

Video: Harte Strafen bei Aprilscherzen zu Zeiten von Corona

Aprilscherz zur Corona-Krise: Münchner Wahrzeichen wird „umgestaltet“

„Jetzt ist es so weit: Die Coronakrise zwingt auch die Türme des Münchner Liebfrauendoms dazu, auf Abstand zu gehen. Sie standen einfach zu nah zusammen – das war in der aktuellen Situation nicht mehr zu verantworten“, schreibt das Erzbistum zu seinem Posting. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion seien die Türme durch den Einsatz „mehrerer großer Kräne“ voneinander getrennt worden. „Der Abstand konnte so von etwa 20 auf rund 80 Meter erhöht werden“, scherzt die Diözese.

Die Mär von der Umbaumaßnahme im Stadtzentrum kommt den Facebook-Usern gleich spanisch vor. Viele sind in Zeiten der Corona-Krise allerdings „dankbar für diese Aufmunterung“ und loben den „sehr gelungenen Aprilscherz“.

Der Großteil der Münchner hält sich während der Ausgangsbeschränkung an die Regeln. Wer sich widersetzt, dem drohen empfindliche Bußgelder.

München: Aprilscherz endet mit wichtigem Appell zum Coronavirus

Bei allem Spaß behält das Erzbistum auch den Ernst der Lage in München im Blick. Das Posting endet mit einem dringenden Appell: „Bitte macht es den Domtürmen nach, folgt ihrem guten Beispiel und haltet Abstand. Zu eurer eigenen Sicherheit und der der anderen“.

Geschmacklose Aprilscherze aus München, die die Bitte des Gesundheitsministeriums torpedieren würden, sind bislang nicht bekannt.

lks

Einen Aprilscherz erlaubte sich auch die Polizei München - der FC Bayern reagierte.

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