WhatsApp-Nachricht sorgt für Aufsehen

Aprilscherz: Vater aus München will Kinder veralbern - und verärgert damit sogar Markus Söder

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München: Vater will Kinder in den April schicken - und verärgert Markus Söder. (Symbolbild)

Das Coronavirus beherrscht aktuell die Schlagzeilen. Nun sorgte ein Vater aus dem Raum München mit einem Aprilscherz für Aufsehen. Sogar Markus Söder äußerte sich dazu.

  • Das Coronavirus beherrscht weiter die Schlagzeilen.
  • Ein Vater aus dem Raum München sorgte jetzt mit einem Aprilscherz für Aufsehen.
  • Hier finden Sie unseren Wegweiser zur Berichterstattung und die Corona-News aus München. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Bayern als Karte. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen.

München - „Bayern beschließt Kürzung der Sommerferien“ - eine WhatsApp-Nachricht sorgte am Mittwoch (1. April) für Aufsehen. In der Nachricht war ein manipulierter Screenshot der Webseite des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zu sehen.

Demnach würde die Schule drei Wochen länger dauern, um den wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Unterricht nachzuholen - wohl die wenigsten Schüler hätten Freudensprünge gemacht. Der Fake verbreitete sich wie ein Lauffeuer. 

Aprilscherz zu Corona-Zeiten: „Der Spiegel“ offenbart Fake auf Twitter

Sogar der Spiegel sah sich zu einer Klarstellung gezwungen und postete auf Twitter, dass es sich um einen Fake handele: „Die Geschichte stand nie auf unserer Seite“, hieß es weiter. Schuld daran ist ein Vater aus dem Raum München, der allerdings keine bösen Absichten gehabt hatte.

„Upps, sorry... das war eigentlich nur ein Aprilscherz“, schrieb der Twitter-User @rohmeo_de im Kommentar zum Spiegel-Tweet. „Das war eine spontane Idee in der Früh“, erklärte er später der Deutschen Presse-Agentur in München. Er habe seine drei Kinder mit der bearbeiteten Seite reinlegen wollen. Der Erfolg war allerdings mäßig. Seine Tochter habe zwei Sekunden lang ungläubig geschaut. „Dann hat sie gesagt:April, April“.

Bei strahlendem Sonnenschein zieht es viele Münchner in die Sonne. Nicht alle halten sich dabei an die derzeit geltenden Regeln, wie ein kurioses Foto belegt.

Coronavirus in Bayern: Aprilscherz eines Vaters sorgt für Aufsehen

Für den Vater war die Sache gelaufen, doch sein Sohn machte ein Foto von der angeblichen News-Seite, teilte es bei WhatsApp im Klassenchat und sorgte damit für großes Aufsehen. „Den Gag für meine Kinder bereue ich nicht, aber die Auswirkungen“, sagte der Vater, der im Onlinemarketing arbeitet. Er sei erstaunt, wie unfassbar schnell sich das verbreitet habe. „Das ging durch Bayern innerhalb von zwei Stunden, ich habe da wohl einen Nerv getroffen.“

Zwei Frauen schickten wohl einen 25-Jährigen in den April. Der „rächte“ sich mit einer besonderen Corona-Aktion. Jetzt könnte ihm einiger Ärger drohen.

Aprilscherz in Corona-Zeiten: Markus Söder zeigt sich wenig begeistert

Einen Nerv traf das Foto auch bei Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), der offensichtlich von einer geplanten Aktion ausging: „Derartige missglückte Aprilscherze mitten in der Corona-Krise sorgen nur für Unruhe und Verunsicherung“, schimpfte Piazolo empört.

Und auch Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich wenig begeistert. „Ich finde Aprilscherze immer lustig, aber bitte nicht im Zusammenhang mit Corona“, zeigte sich Söder verärgert und sprach den Scherz mit den verkürzten Schulferien an.

Einen Aprilscherz erlaubte sich auch die Polizei München - der FC Bayern reagierte.

Viele Menschen sind in Zeiten der Corona-Krise auf Hilfe angewiesen und viele wollen auch helfen. Jedoch wie kommen Bedürftige und Helfer zusammen? Wir haben die Antwort: Auf derinteraktiven Landkarte tragen sich diejenigen die ihren Mitmenschen helfen möchten ein und so finden diejenigen die Unterstützung brauchen ganz einfach jemand in ihrer Region.

kam/dpa

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