News-Ticker

Coronavirus in München: Gruppe startet Aktion an Hot-Spots der Stadt - Zahl der Neu-Infizierten hält Trend

Die Zahl der Corona-bedingten Todesfälle in München steigt weiter. Am 23. April hat die Stadt einen traurigen „Rekordwert“ verkündet.

  • Durch die Corona-Krise* muss sich München auf viele Umstellung einlassen.
  • Seit mehreren Wochen gelten die Ausgangsbeschränkungen*.
  • So wurden schon jetzt viele Veranstaltungen abgesagt, mittlerweile auch das Oktoberfest.
  • Ab 27. April gilt eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr.

+++ Auch spannend zum Thema: Der Münchner SPD-Politiker berichtet über einen Horror-Krankheitsverlauf am Beatmungsgerät nach einer Coronavirus-Infektion in München. Obwohl er erst 44 Jahre alt ist und keine Vorerkrankungen hatte. +++

Update vom 25. April: An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung in diesem Artikel; in unserem neuen Corona-News-Ticker für München halten wir Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Update, 16.13 Uhr:  In München wurden am heutigen Freitag 81 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.492 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 3.858 Personen, die bereits genesen sind, 794 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 137 Todesfälle.

Am Freitag vergangener Woche (17.4.) waren es 87 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.014).

Update, 14.08 Uhr: Bayerns geheimes Zentrallager für medizinische Schutzausrüstung liegt im Landkreis München. Strengste Sicherheitsvorkehrungen bewachen es - besonders Corona-Zeiten.

Update, 11.39 Uhr: Die Künstlergruppe „Die Bekenner“ wird am Freitag in München eine außergewöhnliche Aktion starten. Hintergrund ist die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Künstlerinnen und Künstler in Deutschland finanziell zu unterstützen. Ihre Aussage soll an Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt plakatiert werden. In welcher Form die Plakate letztendlich die Fassaden der Gebäude schmücken sollen, ist noch nicht bekannt. 

Start der Aktion ist am heutigen Freitag (24. April) um 14.00 Uhr am Haus der Kunst an der Prinzregentenstraße. 

Corona in München: Weniger Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln

Update vom 24. April, 7.49 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie sind die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr so immens nachgefragt. Völlig überfüllte Züge gibt es dennoch. Und der Sicherheitsabstand wird zur Farce,* wie ein Beispiel aus München zeigt.

22.30 Uhr: München, die Brutstätte für das Coronavirus in Europa. Diese steile These hat zumindest Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im ARD-Polit-Talk Maischberger geteilt.

Stadt München informiert über weitere Corona-Tote - trauriger „Rekordwert“ binnen 24 Stunden erreicht

15.07 Uhr: In München wurden am Donnerstag, 23. April (Stand 13.30 Uhr), 79 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.411 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.858 Personen, die bereits genesen sind, 779 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 130 Todesfälle. 

Die Zahl letzterer lag am gestrigen Mittwoch noch bei 116. 14 registrierte Todesfälle innerhalb eines Tages bedeuten den traurigen „Rekordwert“ seit Beginn der Corona-Pandemie (zuvor elf Todesfälle vom 15. auf den 16. April).

12.55 Uhr: Markus Söder und Winfried Kretschmann besprechen am Donnerstag (23. April) ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Krise - und informieren dann die Öffentlichkeit. In unserem Live-Ticker können Sie die wichtigsten Aussagen nachvollziehen.

12.44 Uhr: Auf Münchens Wertstoffhöfen herrscht derzeit enorm großer Andrang, zum Teil waren in den vergangenen Tagen lange Schlangen die Folge. „Insbesondere Tischlerstr. und Thalkirchner Str. waren/sind überlastet“, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) heute Mittag auf Twitter bekanntgegeben; verbunden mit einer höflichen Empfehlung für die Münchnerinnen und Münchner: „Bitte momentan nur wirklich dringende Entsorgungsfahrten machen“.

Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) bedankt sich für die Disziplin der Bevölkerung und verspricht: „Bald wird sich die Situation dort entspannt haben.“

Update vom 23. April, 7.45 Uhr: New York war die „Stadt, die niemals schläft“. Vor der Corona-Krise. Wie gespenstisch es nun in der US-Metropole zugeht, berichtet die Münchnerin Rebecca Marwege. Sie hilft Bedürftigen in der schwierigen Zeit.

Corona-News München: Maskenpflicht in U-Bahnen und Bussen - MVV liefert düstere Prognose

Update vom 22. April, 21.15 Uhr: Bald kommt sie auch in München: die Maskenpflicht.

Ab dem 27. April sind die Bürger in der bayerischen Landeshauptstadt angehalten, im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen in Supermärkten und Geschäften Mundschutzmasken zu tragen.

Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund MVV schlägt mit Blick auf die Umsetzung der Schutzmaßnahmen aber schon jetzt Alarm. 

Nicht mehr überfüllt: die U-Bahnen in München in Zeiten der Coronavirus-Pandemie.

Wie die SZ berichtet, sei es für die MVV „ein Ding der Unmöglichkeit“, die Maskenpflicht* auch noch zu kontrollieren. 

„Das Tragen einer Maske* liegt in der Eigenverantwortlichkeit der Fahrgäste“, teilte MVG-Sprecher Matthias Korte offenbar vorsorglich mit. Dem Verkehrsunternehmen bleibe lediglich der Appell, hieß es, auf die Maskenpflicht ab kommender Woche hinzuweisen, denn für eine Kontrolle stünden „keine zusätzlichen Ressourcen zur Verfügung“.

Update vom 22. April, 20.40 Uhr: Wie überall im Freistaat, haben auch in der Landeshauptstadt die Schulen wegen Covid-19 geschlossen.

Bald sollen diese wieder öffnen. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat heute seinen Schul-Fahrplan für München und Bayern * vorgestellt.

Corona in München: Mehr als 3.600 Infizierte wieder genesen

Update vom 22. April, 15.10 Uhr: Die Zahl der Neu-Infizierten scheint sich allmählich auf einem mittleren zweistelligen Niveau einzupendeln (siehe Grafik): In München wurden am heutigen Mittwoch 69 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.332 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.650 Personen, die bereits genesen sind, 766 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 116 Todesfälle. Die Zahl letzterer ist im Vergleich zu gestern um acht gestiegen.

Coronavirus in München: 52 neue Fälle gemeldet - Bislang 108 Todesfälle 

21.22 Uhr: Die Wiesn kann 2020 nicht stattfinden - doch gibt es für das Oktoberfest 2021 etwa schon spektakuläre Pläne? OB Reiter äußert sich. 

19.26 Uhr: Ab kommenden Montag (27. April) gilt in Bayern eine Maskenpflicht. Wer dagegen verstößt, dem droht nach Aussage von Staatskanzleichef Florian Herrmann ein Bußgeld. Die Höhe werde in den kommenden Tagen in den Corona-Bußgeldkatalog eingearbeitet. Auch in München wird die Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollen. Personal in Bussen und Bahnen könnte ebenfalls angehalten werden, sich an den Kontrollen zu beteiligen. 

Ab welchem Alter die Maskenpflicht gelten soll, darüber gab es zunächst Verwirrung. Anfangs hieß es, sie gelte ab sieben Jahren, später wurde klargestellt: Die Maskenpflicht soll für Kinder ab dem siebten Lebensjahr gelten - also ab dem sechsten Geburtstag des Kindes.

15.56 Uhr: Die Wiesn ist abgesagt, die Corona-Krise dringt immer mehr in den Alltag ein. Florian Thomä, Schausteller auf der Wiesn hat eine düstere Prognose - bis weit nach dem Oktoberfest.

15.10 Uhr: Ingesamt 52 neue Coronavirus-Fälle wurden in München am heutigen Dienstag registriert. Gestern hatte die Stadt den identischen Wert verkündet. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf 5.263, die Zahl der virusbedingten Todesfälle von 105 auf 108.

Am Dienstag vergangener Woche (14.4.) waren es noch 102 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.717).

Schon jetzt mehrere Einsätze wegen Corona-Masken: Münchner Feuerwehr erklärt, welcher Fehler besonders gefährlich ist

14.15 Uhr: Die Münchner Feuerwehr warnt davor, Masken mit Drahtbügel in der Mikrowelle zu reinigen. Durch das Metall könnten in der Mikrowelle Funken entstehen, die sowohl Maske als auch das Gerät in Brand stecken könnten, teilte die Feuerwehr am Dienstag mit. 

Die Brandhelfer mussten nach eigenen Angaben bereits mehrfach wegen derartiger Brände ausrücken. Egal ob mit oder ohne Drahtbügel im Nasenbereich: Laut Feuerwehr reicht es aus, die Masken zu bügeln oder bei 60 Grand zu waschen.

12.50 Uhr: Die Maskenpflicht in Bayern soll für Kinder ab 7 Jahren gelten. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden. Von kommendem Montag an gibt es im Freistaat wie berichtet  in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Pflicht, Mund und Nase zu verhüllen.

11.34 Uhr: Im Rahmen der geltenden Allgemeinverfügung sind auch alle Bordellbetriebe in München geschlossen. Die Einhaltung dieses Verbots wird von der Münchner Kriminalpolizei entsprechend kontrolliert. 

Im Rahmen einer solchen Kontrolle wurde am Freitag (17. April) gegen 21.45 Uhr festgestellt, dass eine 22-jährige rumänische Prostituierte aus einem geschlossenen Bordellbetrieb im Münchner Norden mit einem Taxi wegfuhr. Die Fahrt ging anschließend nach Bogenhausen, wo die Prostituierte schließlich ausstieg und in ein Mehrfamilienhaus ging. 

Als sie das Wohnhaus kurze Zeit später wieder verließ, wurde sie von den Kriminalbeamten angesprochen und kontrolliert. Im Rahmen des Gespräches gab die 22-Jährige von sich aus zu, dass sie soeben bei einem Freier sexuelle Handlungen gegen Entgelt durchgeführt hatte. 

Die Personalien dieses Kunden konnten durch die Beamten vor Ort ebenfalls ermittelt werden. Die 22-Jährige wurde wegen verbotener Prostitution und Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Gegen den 54-jährigen Freier wird gegenwärtig die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz geprüft.

Paukenschlag in München: Oktoberfest 2020 abgesagt

10.15 Uhr: Das Oktoberfest 2020 wurde abgesagt. Münchens OB Reiter und Ministerpräsident Söder haben auf einer Pressekonferenz die „enorm bittere Pille“ verkündet.

9.51 Uhr: Eigentlich herrscht in München aktuell die Ausgangsbeschränkung. Daher dürfen die Biergärten nicht öffnen - trotzdem versammeln sich die Menschen davor. Die Hofbräukeller-Wirtin ärgert das.

Update, 22.22 Uhr: Wird das Oktoberfest 2020 nun aufgrund der Corona-Krise tatsächlich abgesagt? Söder und OB Reiter informieren auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Wiesn.

Kurz vor Maskenpflicht: MVG setzt nicht auf Desinfektion von Bussen und Bahnen

21.37 Uhr: Kurz vor der Einführung einer Schutzmaskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sind vielen Verkehrsbetrieben zufolge nur wenige Fahrgäste in Bayern mit Mundschutzen unterwegs. Weil die Desinfektion im öffentlichen Raum nicht nachhaltig wirksam sei, gebe es außerdem keine Desinfektion in Bussen und Bahnen, erklärten Sprecher. In München würden die Mehrzahl der Menschen im Nahverkehr noch keine Schutzmaske tragen. 

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, würden in den Städten Busse, Bahnen und Bahnsteige zwar meist täglich mit keimreduzierenden Reinigungsmitteln geputzt. Haltestangen und Stoppknöpfe würden dabei besonders gründlich gereinigt. Auf die Desinfektion der Verkehrsmittel werde aber verzichtet.

„Flächen im öffentlichen Raum können nicht nachhaltig wirksam desinfiziert werden“, heißt es in einer Mitteilung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Um dennoch größtmöglichen Schutz zu bieten und nicht zu viele Fahrgäste auf engem Raum zu transportieren, fahren Busse und Bahnen in München weitgehend im Normalbetrieb.

Coronavirus in München: Pressekonferenz zu möglicher Oktoberfest-Absage

17.50 Uhr: Bald könnte die Entscheidung fallen: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen am morgigen Dienstag (21. April) in einer Pressekonferenz über ihre Beratungen zur möglichen Absage des Oktoberfests informieren. 

Corona-News München: Maskenpflicht kommt! Traurige Schallmauer bei Todeszahlen durchbrochen

15.08 Uhr: In München wurden am heutigen Montag, 20. April (Stand 13.30 Uhr), 52 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.211 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 3.236 Personen, die bereits genesen sind, 717 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 105 Todesfälle. Erstmals hat damit die Zahl der Todesfälle die Grenze von 100 erreicht.

Am Montag vergangener Woche (13.4.) waren es 156 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.615).

12.22 Uhr: Nach einer Polizei-Kontrolle in München besteht die Gefahr, dass sich mehrere Beamte mit dem Coronavirus infiziert haben. In der Folge wurden weitreichende Maßnahmen getroffen, wie heute Mittag bekannt wurde.

Corona-News München: Maskenpflicht kommt! Söder erklärt, welche Geschäfte wieder öffnen dürfen

10.30 Uhr: Soeben hat es Ministerpräsident Markus Söder im bayerischen Landtag verkündet. Ab kommender Woche gilt im Freistaat eine Maskenpflicht - in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Söder spricht von „Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals“. Hier finden Sie alle nötigen Informationen rund um die Maskenpflicht in Bayern.

Ab dem 27. April seien zirka 80 Prozent der Läden im Freistaat wieder geöffnet, erklärt der CSU-Politiker. Exemplarisch nennt der Ministerpräsident noch einmal Auto-, Fahrrad- und Buchhandel. Für Friseure geht der Betrieb ab dem 4. Mai weiter. Gastronomische Betriebe, Hotels und Kaufhäuser bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Eltern in Bayern sollen zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind.

Update vom 20. April, 8.55 Uhr: Markus Söder hält am Montag (20. April) eine Regierungserklärung. Thema dürften auch die ab heute geltenden Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern sein. In unserem Live-Ticker infomieren wir sie über die Inhalte des Söder-Statements.

Neue Corona-Fallzahlen für München am Sonntag (19. April)

Update vom 19. April, 20.01 Uhr: Er ist der erste prominente München-Politiker der es offen ausspricht - Christian Ude fordert eine schnelle Absage der Wiesn 2020. Alles andere würde nicht gut ausgehen, fürchtet der Ex-OB.

Update vom 19. April, 15.33 Uhr: In München wurden am heutigen Sonntag, 19. April, 58 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.159 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.044 Personen, die bereits genesen sind, 699 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 99 Todesfälle.

Am Sonntag vergangener Woche (12.4.) waren es 107 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.459).

Auch wenn die Todesfälle am Montag (20. April) dreistellig werden sollten, setzt sich damit ein erfreulicher Trend fort: Die Neuinfektionen gehen in München deutlich zurück.

Polizei meldet rund 300 Verstöße gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen in München

Update vom 19. April, 11.47 Uhr: Auch am Samstag (18. April) gab es bei schönstem Frühlingswetter eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen der Polizei München, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Corona-Verordnungen zu überprüfen. Über 5.300 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 283 Verstöße angezeigt, von denen 259 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Gegen 14:10 Uhr am Samstagnachmittag, rief ein Anwohner in der Karlstraße in der Maxvorstadt den Polizeinotruf 110 an. Er teilte mit, dass auf der Straße ein Ford mit Freisinger Zulassung stünde, in dem sich mehrere Personen befinden und gemeinsam Alkohol konsumieren würden.

Corona in München: „Durstige“ Rumänen verstoßen wiederholt gegen Verordnung

Mehrere Streifen wurden zu der Einsatzörtlichkeit geschickt und trafen vor Ort auf vier Männer mit rumänischer Staatsangehörigkeit, 30-53 Jahre alt, die tatsächlich gemeinsam tranken und bereits deutlich alkoholisiert waren. Da sie nicht demselben Haushalt angehörten, wurden sie wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt und erhielten Platzverweise.

Der 53-jährige Fahrer des Ford war aufgrund seiner starken Alkoholisierung nicht mehr fahrtüchtig. Sein Schlüssel wurde vorerst beschlagnahmt. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über einem Promille, er war nicht mehr fahrtüchtig. Etwa zwei Stunden später wurden der 53-Jährige und ein 30-Jähriger aus der zuvor getrennten Gruppe erneut beim öffentlichen Konsum alkoholischer Getränke aufgefasst. Die Beamten nahmen sie daraufhin in Gewahrsam.

Corona in München: Fallzahlen geben Grund zur Hoffnung

Update, 15.10 Uhr: Die Stadt München hat die aktuellen Fallzahlen am heutigen Samstag (18. April) bekannt gegeben. 87 neue Coronavirus-Fälle wurden bestätigt - damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.101 Infektionen gemeldet. 

Am gestrigen Freitag (17. April) waren ebenfalls 87 Neuinfektionen gemeldet worden. Zum Vergleich: Am Samstag der vergangenen Woche (11. April) lag die Zahl der neu bestätigten Fälle bei 119. 

Corona-Krise in München: Über 150 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung

Update, 13.59 Uhr: Wie die Polizei München berichtet, kam es in der Zeit zwischen Freitag (17. April), 6 Uhr, und Samstag (18. April), 6 Uhr zu einer Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen aufgrund der Corona-Maßnahmen. In der Stadt München sowie im Landkreis München gab es insgesamt 6900 Kontrollen, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Dabei wurden 152 Verstöße angezeigt, von denen 151 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Unter anderem alarmierte ein Zeuge am Freitag gegen 23.50 Uhr den Notruf, um mitzuteilen dass sich in der Lasallestraße in der Fasanerie mehrere Personen treffen würden und laut wären. Er hatte den Eindruck, dass sie keinen triftigen Grund für dieses Zusammentreffen hätten, heißt es im Polizeibericht. Eine Streife der Polizeiinspektion 43 (Olympiapark) fuhr zur Einsatzörtlichkeit und traf dort auf zwei 18-jährige Münchner. Sie saßen dort und konsumierten alkoholische Getränke. Sie konnten keinen triftigen Grund angeben, warum sie ihre Wohnungen verlassen hatten und sie hielten keinen Mindestabstand zueinander ein. Sie erhielten einen Platzverweis und wurden wegen eines Verstoßes des Infektionsgesetztes angezeigt.

Coronavirus: Eine Frage treibt die Münchner offenbar besonders um - Polizei bezieht Stellung

Update, 12.45 Uhr: Was ändert sich für die Menschen in München durch die neuen Corona-Regeln in Bayern - und was bleibt weiterhin verboten? Dass sich die Polizei München weiterhin mit diesen Fragen beschäftigt, zeigt ein Posting auf Twitter. 

Vor allem die Frage nach dem Treffen mit einer Kontaktperson scheint die Münchner umzutreiben. Die Polizei verweist hierzu auf eine Stellungnahme des Bayerischen Innenministeriums. „Das Treffen mit einer Kontaktperson außerhalb des eigenen Haushalts ist ab 20.4. zulässig“, heißt es darin.

Spaziergehen, Physio, Kartenspiele und Besuche: Eine Übersicht, was nach den neuen Corona-Regeln in Bayern erlaubt ist, gibt es hier. 

Coronavirus in München: Chefkardiologe im Isar Klinikum über Situation in Kliniken

Update, 18. April, 9.16 Uhr: Prof. Dr. Alexander Leber ist Chefkardiologe im Isar Klinikum in München. Im Interview spricht er über die Situation an den Kliniken - und erklärt, dass die Gefahr durch das Coronavirus noch nicht vorbei sei. 

In Bayern hatte sich zudem eine Hochschwangere mit dem Coronavirus infiziert - nur ihr Baby konnte gerettet werden.

Corona-Krise in München: Klare Tendenz bei Zahl der Neu-Infizierten - MVV mit eindringlichem Hinweis

14.52 Uhr: In München wurden am heutigen Freitag, 17. April (Stand 13.30 Uhr), 87 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.014 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 2.801 Personen, die bereits genesen sind, 666 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 87 Todesfälle.

Am Freitag vergangener Woche (10.4.) waren es 110 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.233). Die Zahl der Neu-Infizierten war in den letzten Zeiten vorsichtig gesunken. Zuletzt war sie täglich bei etwa 100 Neu-Infizierten gestanden.

13.42 Uhr: Die Münchner Opernfestspiele finden heuer aus Gründen des Infektionsschutzes nicht statt. Auch entfallen auf Anordnung des Kunstministeriums sämtliche geplanten Vorstellungen der Bayerischen Staatsoper bis Ende Juni, wie das Haus am Freitag in München mitteilte. „Damit ist die Spielzeit 2019/20 der Bayerischen Staatsoper beendet.“

„Die Absage der verbleibenden Saison und der Münchner Opernfestspiele schmerzt das gesamte Haus und mich persönlich natürlich sehr“, kommentierte Intendant Nikolaus Bachler. „Ein Theater ohne Publikum, ohne Künstlerinnen und Künstler, die Bühne und Orchestergraben beleben, ist nichts weiter als eine tote Hülle.“ Derzeit werde geprüft, welche Premieren zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könnten und was im digitalen Umfeld möglich sei.

Was ist ab kommenden Montag (20. April) in München und Bayern erlaubt? Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Coronavirus in München: Gesundheitsministerium mit Appell

12.35 Uhr: Trotz der Lockerungen beim Kontaktverbot in Bayern als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie appelliert das Gesundheitsministerium an die Vernunft der Bürger. Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. „Die Kontaktperson kann auch gewechselt werden“, erklärte ein Ministeriumssprecher am Freitag in München. „Es sollte aber immer an das oberste Ziel gedacht werden: Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Insofern gebieten es die Vernunft und die Rücksichtnahme auf andere Menschen, möglichst wenige unterschiedliche Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Haushalts zu treffen.“

11.50 Uhr: Wer dieser Tage in München mit U-Bahn, Bus oder Tram unterwegs ist, sollte eine Maske tragen. Diese Empfehlung hat nun auch der Geschäftsführer des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV), Bernd Rosenbusch, ausgegeben. Man erwarte in den kommenden Wochen ein gestiegenes Fahrgastaufkommen, erläutert Rosenbusch.

Ein sogenannter „Mund-Nasen-Schutz“ könne das Corona-Infektionsrisiko verringern. Gerne könne man dafür auch eine selbstgenähte Maske oder einen Schal einsetzen, erklärte der MVV-Geschäftsführer.

Update vom 17. April, 7.55 Uhr: Findet das Oktoberfest 2020 statt? Wir haben mit Münchens Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärnter gesprochen. Ein zentrales Wort dabei: Verantwortung.

OB Reiter begrüßt neue Corona-Maßnahmen - Todeszahlen in München steigen deutlich

18.03 Uhr: Der Münchner Oberbürgermeister, Dieter Reiter, begrüßt die neuen Corona-Maßnahmen in Bayern: „Ich teile die Einschätzung von Ministerpräsident Söder, dass es Grund für einen vorsichtigen Optimismus gibt. Wir sind weiter in enger Abstimmung und haben auch die jetzt verkündeten Maßnahmen vorab besprochen. Die Menschen wollen zurecht wissen, wie der Pfad zurück in ein normales Leben aussehen wird. Die jetzt beschlossenen Lockerungen sind maßvoll und gut überlegt.“

Zudem dankte er den Münchnern, dass sie bislang durch Einhalten der Ausgangsbeschränkungen und Abstandsregeln maßgeblich zu dieser guten Entwicklung beigetragen haben. „Die Zahl der Neuinfizierten steigt zwar weiter, aber deutlich langsamer als zuvor.“

Die Lockerung der Ausgangsbeschränkung sei gerade für Menschen, die alleine leben sicher eine große Erleichterung. „Sie dürfen sich nun auch mit einer Person treffen, die nicht mit ihnen im selben Hausstand wohnt. Das ist wichtig, um der Einsamkeit wenigstens zeitweise entkommen zu können.“

Vor allem die Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen, die es nun nicht mehr nur in München, sondern Bayernweit geben wird, lobte OB Reiter.

Außerdem begrüße er, dass kleine Geschäfte wieder öffnen dürften. „Für die Gastronomie und das Hotelgewerbe kann es leider zum jetzigen Zeitpunkt keine Entwarnung geben. Das trifft viele hart, das weiß ich, aber wir werden die Situation immer wieder neu bewerten und neue Regelungen treffen, sobald das vertretbar ist.“

Er teile auch die Skepsis von Ministerpräsident Söder, „dass es aus heutiger Sicht schwer vorstellbar ist, dass dasOktoberfest, als größtes Volksfest der Welt, dieses Jahr stattfinden wird. Mit dem Ministerpräsidenten habe ich vereinbart, dass wir dazu noch im April eine Entscheidung treffen werden.“

15.02 Uhr: Am heutigen Donnerstag wurden in München 107 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt damit bei 4.927. Inzwischen sind 78 Corona-bedingte Todesfälle in der Landeshauptstadt registriert. Elf neue Todesfälle innerhalb eines Tages sind gleichbedeutend mit dem größten Sprung seit Beginn der Erfassung seitens der Stadt München.

Corona: Was bedeuten Söders neue Ansagen für München?

12.10 Uhr: Das Coronavirus hat am Donnerstag (16. April) erneut das Kabinett beschäftigt. Ministerpräsident Markus Söder hat nach der Sitzung die Öffentlichkeit über den „bayerischen Sonderweg“ informiert. Was bedeutet das für Schulen, Geschäfte und Veranstaltungen? Hier können sie Söders wichtigste Ankündigungen nachlesen.

11.38 Uhr: Am gestrigen Mittwoch musste sich die Polizei erneut mit einigen uneinsichtigen Münchner auseinandersetzen. Drei Fälle fanden ihm Polizeibericht Erwähnung:

Fall 1: Gegen 19.20 Uhr wurden vier feiernde Personen (zwischen 27 und 39 Jahre alt) am Isarufer im Bereich der Wittelsbacherbrücke von einer Polizeistreife angetroffen. Das Quartett hatte Alkohol getrunken und reagierte äußerst uneinsichtig. Die Feiernden erhielten jeweils einen Platzverweis und wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Fall 2: Gegen 20.15 Uhr fielen sechs Personen (zwischen 20 und 26 Jahre alt) in einer Laimer Grünanlage auf. Sie saßen dort auf einer Decke, hörten Musik und tranken Alkohol. Platzverweise und Anzeigen in Bezug auf das Infektionsschutzgesetz waren die Folge. 

Fall 3: Gegen 21.45 Uhr waren sechs Personen (zwischen 27 und 55 Jahre alt) vor und in einem Geschäft in Pasing zugange. Durch die geöffnete Ladentür konnte die zum Teil bereits stärker angetrunkene Gruppe beim Alkoholkonsum beobachtet werden. Eine Streife löste die Party auf und schickte die Beteiligten nach Hause. Entsprechende Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz folgen.

Münchner müssen sich auf komplizierte Corona-Regeln einstellen: „An geraden Kalendertagen nur ...“

11.29 Uhr: Ab Montag (20. April) haben Münchens Wertstoffhöfe wieder geöffnet. Für Autobesitzer sind allerdings ein paar Regeln zu beachten, die gar nicht so unkompliziert sind: „An geraden Kalendertagen nur Fahrzeuge, deren Kennzeichen auf eine gerade Ziffer enden. An ungeraden Kalendertagen nur Fahrzeuge, deren Kennzeichen auf einer ungeraden Ziffer auf enden.“

Bürger werden generell gebeten, nur bei „dringendem Entsorgungsbedarf“ zu kommen.

Ein paar Münchner haben nun festgestellt: Grillpartys mit Nachbarn gehen trotz Ausgangsbeschränkungen und ohne Regelverstöße*.

München: Corona-Krise stellt MVG vor gewaltige Probleme: Masken-Engpass hat schon jetzt Konsequenzen

10.02 Uhr: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will ihr Angebot im laufenden Jahr ausbauen. Mehr Busse und weitere Verbindungen bei U- und Trambahn sind geplant, insgesamt 30 Maßnahmen stehen auf der Agenda. Die Corona-Krise könnte nun einige Projekte ins Wanken bringen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Derzeit fehlen der MVG rund 80 Prozent der Fahrgäste - bei einem nur geringfügig reduzierten Fahrplanangebot. Ein Verlust in dreistelliger Millionenhöhe steht für das Jahr 2020 im Raum. Den Großteil der jährlichen Einnahmen machen Fahrgelder (Ticketverkäufe und Abos) aus. Mit dem Erlös sollten auch die fälligen Maßnahmen finanziert werden.

Eine weitere Baustelle: die Ausbildung der neuen MVG-Fahrer. Derzeit fällt der praktische Unterricht aufgrund der geltenden Abstandsregelung flach. Aktuell wartet man auf die Lieferung von Atemschutzmasken, um die Ausbildung fortsetzen zu können. Geplante Umstellungen auf mehreren U-Bahn-Linien mussten aufgrund des Engpasses bereits auf das Jahresende verschoben werden.

9.19 Uhr: „Große Feste sind unmöglich“, das machte Ministerpräsident Markus Söder im ZDF klar. Bedeutet dies das Aus für die Wiesn - oder wäre das Oktoberfest* mit Maskenpflicht denkbar? Ein Gedanke, der eine Wirte-Legende schaudern lässt.

8.19 Uhr: Wiesn-Hoffnung im zweiten Stock: Michael Mitschke (31) ist wegen Corona pessimistisch, was die Wiesn 2020 angeht – aber man wird ja wohl noch träumen dürfen… Deshalb hat er sich von seiner Freundin mit einem Schild in der Hand fotografieren lassen. Die Botschaft aus dem zweiten Stock in der Oetztaler Straße (Sendling): Bleibt zu Hause, ich will aufs Oktoberfest! „Wir dachten, es sei eine lustige Idee“, so der Ingenieur. 

Dass das Foto in den sozialen Medien viral gehen würde, hätte er nicht gedacht. „Ich wollte einfach meinen Beitrag leisten“, sagt der Münchner. Seit seiner Jugend war Mitschke jedes Jahr auf der Wiesn. Dort hat er auch seine Freundin kennengelernt. „Es ist sehr schade, wenn es 2020 gar keine Wiesn gibt. Aber wenn es so kommt, dann freue ich mich eben auf nächstes Jahr!“ 

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München: Top-Event von Corona-Absage betroffen - Macher reagieren mit kuriosem Plan

7.57 Uhr: Auch die Macher eines beliebten Münchner Events sind von der Absage von Großveranstaltungen bis zum 31. August betroffen. Sie wollen nun eine kuriose Alternative präsentieren.

Update vom 16. April, 5.48 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. „Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt“, sagte der CSU-Chef am Mittwochabend im Bayerischen Rundfunk.

Video: Oktoberfest 2020 wegen Corona-Pandemie vor Absage

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber „sicher“ auf der Kippe. „Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich“, betonte er.

Am Mittwoch hatten in Berlin Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Nach dem Zeitplan wäre die Wiesn - geplanter Start ist der 19. September - durchführbar. Allerdings sehen die Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

Coronavirus in München: Keine schrittweise Lockerung der Maßnahmen?

Update 21.21 Uhr: In München wird es vorerst nicht, wie in den meisten anderen deutschen Städten, ab dem 4. Mai zu schrittweisen Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen. Denn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will in der Coronavirus-Pandemie erneut einen Sonderweg einschlagen. Während Kanzlerin Angela Merkel (CDU) empfiehlt, die Kontaktsperre in Deutschland ab dem 4. Mai schrittweise zu lockern, scheinen ähnliche Schritte für die in Bayern geltende, striktere Ausgangssperre zu diesem Zeitpunkt nicht in Betracht zu kommen. Söder wolle langsamer vorgehen als andere Länder, sagte er auf der Bundespressekonferenz mit der Kanzlerin am Mittwoch.

Unter anderem soll der normale Schulbetrieb erst ab 11. Mai schrittweise wieder beginnen und damit eine Woche später als von Bund und Ländern grundsätzlich vereinbart. Und: Ladenbesitzer müssen abwarten, welche Zeiträume für Lockerungen und welche Ladengrößen als Obergrenze das bayerische Kabinett an diesem Donnerstag beschließen wird.

Am Donnerstag will in Bayern das Kabinett die einzelnen Beschlüsse beraten und „prüfen“, wie Söder sagte. Bis dahin müssen sich auch die bayerischen Besitzer und Mitarbeiter von Geschäften mit ihrer Planung gedulden. Denn während in anderen Ländern Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern ab Montag wieder öffnen können - wenn auch unter Auflagen -, sagte Söder, er sei auch hier für einen anderen Zeitplan im Freistaat.

Unklar ist auch, ob die 800 Quadratmeter-Regelung in Bayern greift. Er halte das für „zu viel“, so Söder und kündigte mit Blick auf eine Kabinettssitzung an diesem Donnerstag an: „Wir überprüfen das“. Dem Vernehmen nach war Bayern in die Verhandlung mit einer Obergrenze von 400 Quadratmetern gegangen. Viele Läden müssten dann auch in der Landeshauptstadt länger geschlossen bleiben, als in den anderen Bundesländern.

Coronavirus in München: Zahl der Neu-Infizierten veröffentlicht

Der bayerische Handel hofft jedoch, nicht von der bundesweit geplanten Öffnung von Läden bis 800 Quadratmeter ab Montag ausgenommen zu werden. Er hoffe, dass dies hier nicht zeitversetzt geschehe, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Man blicke nun mit Argusaugen auf die Kabinettssitzung am Donnerstag. Für den bayerischen Handel komme es auf jeden Tag an. Ohlmann sagte zudem, er hätte sich gewünscht, dass auch größere Geschäfte öffnen dürften. „Ein Geschäft mit 500 Quadratmetern kann genauso Schutz- und Hygienemaßnahmen einhalten, wie eines mit 3000 Quadratmetern.“ In Bayern sind laut Handelsverband schätzungsweise gut 80 Prozent der Geschäfte kleiner als 800 Quadratmeter.

Update, 16.18 Uhr: In München wurden am heutigen Mittwoch, 15. April (Stand 13.30 Uhr), 103 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.820 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 2.640 Personen, die bereits genesen sind, 590 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 67 Todesfälle.

Am Mittwoch vergangener Woche (8.4.) waren es 119 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.003). Am gestrigen Dienstag 102.

Update, 13.32 Uhr: Ein Jogger hat im Münchner Stadtteil Haidhausen einen Fußgänger attackiert. Als dieser sich beschwerte, startete der Angreifer eine „Corona-Attacke“.

Coronavirus in München: Party-Gesellschaft feiert mit Biertisch auf der Straße

Update vom 15. April, 12.22 Uhr: Am Dienstag, 14.04.2020 wurde der Münchner Polizei gegen 18.00 Uhr gemeldet, dass in München-Neuhausen mehrere Personen auf der Straße feiern würden. Vor Ort stellten die eingesetzten Polizeibeamten fest, dass auf dem Gehweg eine Biertischgarnitur aufgebaut war. Dort saßen insgesamt acht Personen (zwischen 24 und 53 Jahre alt) und feierten gemeinsam den 31. Geburtstag einer Beteiligten. Die Geburtstagsgesellschaft wurde nun aufgelöst. Alle Personen wurden wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Coronavirus: Irres Wiesn-Plakat mitten in München entdeckt - es dürfte die Meinungen spalten

Erstmeldung vom 15. April 2020

Harte Zeiten für München. Eigentlich sollte in wenigen Tagen das Frühlingsfest beginnen, auf dem tausende Menschen den Sommer mit literweise Bier aus Maßkrügen einläuten wollten. Die Theresienwiese steht heuer jedoch auf dem Trockenen - und wird als Test-Station für das Coronavirus verwendet. Dafür lassen es Münchner*Innen dieser Tage daheim „krachen“, was viele Bilder aus der Landeshauptstadt eindrucksvoll zeigen.

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Coronavirus in München: Oktoberfest auf der Kippe - Wies‘n heuer für Einheimische?

Die gesamte Landeshauptstadt muss derzeit, wie der Rest Bayerns, Deutschland und der gesamten Welt, tapfer und geduldig sein. Die wohl alljährlich schwerste Geduldsprobe für viele, das Oktoberfest, dürfte in diesem Jahr jedoch aus mehreren Gründen eine Herausforderung werden. Nicht nur, da mancherlei Bierkönig*in die Tage nach dem letzten „Que serra“ zum Wiesnabschluss bis zum nächsten Anstich zählt, nein, in diesem Jahr könnte es im September auf der Theresienwiese gespenstisch still und leer bleiben - wie auch die Prognose eines renommierten Virologen vermuten lässt. Eine Idee, das Volksfest auf spezielle Art und Weise austragen zu lassen, wurde bereits heiß diskutiert.

Coronavirus in München: Unbekannter mit Mega-Plakat zum Oktoberfest

Unbekannte haben jetzt mit einem riesigen Plakat die Frage auf‘s Papier gebracht, die sich wohl viele stellen dürften: „Aba d‘Wiesn geht si zam, oda“, heißt es da - was so viel bedeutet wie „Trotz der Lage wird es doch wohl klappen, das Oktoberfest stattfinden zu lassen, oder?“

Das Portal „Mit Vergnügen München“ hatte das Bild auf Instagram geposted. Mit den Worten „ Vorhin erst aufgeschnappt: "Sechs Millionen Menschen, die aus schlecht gespülten Maßkrügen saufen? Schwierig." - Dann wohl eher die Message in rot!,“ deutet das Portal auf das Plakat hin, was beim genaueren Hinsehen eine ursprüngliche, schwer erkennbare Botschaft hat: „(...) Danke allen Helfern, München hält zam!“

Wie man die Oktoberfest Botschaft in diesem Kontext dann zu interpretieren hat, bleibt wohl jedem selbst überlassen.

Totales SEV-Chaos in der Corona-Krise? Ein Busfahrer erhebt schwere Vorwürfe nach dem Start des SEV wegen der Schienenarbeiten zwischen Münchner Freiheit und Universität.

*tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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