Am Resi-Huber-Platz

Neues Bio-Restaurant nach einer Woche schon wieder dicht - aus bitterem Grund

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Das resihuber musste nach einer Woche schon wieder schließen.

Nur eine Woche nach der Eröffnung musste das Bio-Restaurant am Resi-Huber-Platz schließen: Der Grund ist mehr als bitter und ärgerlich.

Nur eine Woche nach der Eröffnung musste das Bio-Restaurant am Resi-Huber-Platz schließen: Ein Wasserschaden hat die Gaststätte unbenutzbar gemacht. Die Sanierung läuft auf Hochtouren. Am 19. Juni, so hoffen die Betreiber, soll der Betrieb wieder starten.

Der Gastraum des Bio-Restaurants und Cafés am Resi-Huber-Platz 1 ist dunkel und menschenleer. Ein großes Plakat an der Glastür verrät Passanten mit großen roten Buchstaben den Grund: Wasserschaden.

Im Inneren der Gaststätte schaut es ein bisschen so aus wie auf einer Intensivstation. Plastikplanen, die als Staubschutz dienen, teilen den Gastraum wie auf einer Quarantänestation in beschädigten und unbeschädigten Bereich. Das monotone Surren der Trocknungsanlagen erinnert an das Geräusch von Beatmungsgeräten. Durch dünne Schläuche, die in Löchern im Boden enden, pumpen sie unablässig trockene und warme Luft in die Baukonstruktion, um den Patienten, die Gaststätte, zu stabilisieren.

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„Am 27. April haben die Rettungsmaßnahmen begonnen“, berichtet Janine Wagner. Die Serviceleiterin hatte das Restaurant am Abend abgesperrt. „Da war noch alles trocken.“

Am 19. April wurde eröffnet - eine Woche später war es zu

Jetzt klaffen große Lücken im unteren Teil der Trockenbauwände. „Das Dämmmaterial darin hatte sich so voll Wasser gesaugt, dass sie von unten abgeschnitten werden mussten, um vollständig trocknen zu können“, erläutert Wagner. Die davor stehende Bar aus Massivholz blieb zwar vom Unglück verschont, musste jedoch wieder komplett abgebaut werden.

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Erst am 19. April hatte das resihuber Eröffnung gefeiert: „Es ist so gut angelaufen“, erinnert sich Geschäftsführer Willi Pfaff. „Die ersten Abende und Wochenenden waren bereits ausgebucht.“ Nur eine Woche später musste der Wirt sein Restaurant wieder schließen.

Janine Wagner zeigt auf die Leitung unter dem Waschbecken an der Theke: „Hier hat das Unheil seinen Lauf genommen.“ Nachdem sie um Mitternacht das Restaurant als Letzte verlassen hatte, löste sich wohl eine Verschraubung an der Wasserleitung. Insgesamt 6 000 Liter Wasser, das sind mehr als 40 volle Badewannen, liefen in der Nacht zum 27. April in den Gastraum und durch Löcher im Boden in den Keller.

Knöcheltief im Wasser

Erst am nächsten Morgen gegen 6 Uhr entdeckte Chefkoch Andreas Lübber den Schlamassel. Im Keller, wo sich auch Vorratskammer und Sanitäranlagen befinden, stand er bis zu den Knöcheln im Wasser.

Einen Tag lang habe man abpumpen müssen, berichtet Pfaff. Den Schaden schätzt der Geschäftsführer auf bis zu 150 000 Euro. Auch wenn die Versicherung einen Großteil der Kosten übernehme: „Ganz ohne blaues Auge werden wir wohl nicht davonkommen“, befürchtet er.

Für insgesamt sieben Wochen musste Pfaff das neue Bio-Restaurant schließen. Lebensmittel, die sich in der Vorratskammer des überfluteten Kellers befanden, mussten weggeworfen, die komplette Elektrik erneuert werden. „Das war schon bitter“, gibt Willi Pfaff zu, dennoch ist er zuversichtlich: „Wir müssen jetzt das Beste daraus machen.“

Wenn alles glattgeht, soll das resihuber an der U-Bahn-Haltestelle Brudermühlstraße am 19. Juni mit neuer saisonaler Speisekarte und einer Freischankfläche für 40 Gäste wieder öffnen.

Julia Weiß

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