„Wehret den Anfängen“

Nächste Großdemo in München für „Demokratie, Frieden, Freiheit und Menschenrechte“

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Zu der Großdemo am 5. November „Wehret den Anfängen“ werden - wie zu „Ausspekuliert“ - Tausende Bürger erwartet.

München steht die nächste Großdemonstration bevor. Am kommenden Montag ruft ein breites Bündnis von rund 40 Organisationen um 19 Uhr auf der Maximiliansbrücke zu „Wehret den Anfängen“ auf.

München - Der Sommer in München war politisch. Großdemonstrationen gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz im Mai, gegen den Rechtsruck im Juli und gegen Mietwucher im September brachten Zehntausende auf die Straße. 

Jetzt mündet der Protest-Sommer in einen Demo-Herbst: Am Montag, 5. November, ruft ein breites Bündnis von rund 40 Organisationen um 19 Uhr auf der Maximiliansbrücke zur Kundgebung „Wehret den Anfängen“ auf. Die Initiatoren wollen „für Demokratie, Frieden, Freiheit und Menschenrechte“ auf die Straße gehen – und gegen den Einzug der AfD ins Maximilianeum.

Warum findet die Demo am 5. November statt?

Zufällig gewählt ist der Demo-Termin nicht. Am 5. November kommt der neue Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. „Es ist mehr als besorgniserregend, dass die AfD jetzt in allen Landesparlamenten sitzt“, sagt Benjamin David vom Verein „Die Urbanauten“, der die Kundgebung angemeldet hat.

Wie bei den Großdemos im Sommer sind unter den Veranstaltern und Unterstützern unterschiedlichste Bündnisse, Initiativen und Parteien. Mit dabei sind etwa Tilman Schaich von „Ausspekuliert“, führende Köpfe der Münchner „Pulse of Europe“-Bewegung, der Verein Lichterkette sowie der Zusammenschluss „Künstler mit Herz“. Auf Facebook haben bisher rund 4500 Personen Interesse an der Veranstaltung bekundet, die Organisatoren rechnen mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Eindrucksvoll soll die Installation werden, die der Lichtkünstler Ulrich Tausend vor dem Maximilianeum plant.

Blick von der Maximiliansbruecke zum Maximilianeum.

Die größten Protestaktionen heuer in München

  • Anti-Pegida-Demo

Die islamfeindliche Pegida hatte am 17. März eine Kundgebung mit Gründer Lutz Bachmann am Marienplatz angekündigt. Tausdende Münchner versammelten sich zur Gegendemo.

  • noPAG-Demo

Am 10. Mai füllten über 30 000 Menschen den Marienplatz, um gegen das neue Polizeiaufgabengesetz zu protestieren.

  • #ausgehetzt

130 Organisationen hatten für den 22. Juli zur Großdemo gegen die Flüchtlingspolitik der CSU aufgerufen – gut 50 000 Menschen kamen.

  • #ausspekuliert

Am 15. September erwartet München die größte Mieterdemo. Die Idee war im Dunstkreis des neu geschaffenen Mieterstammtisches entstanden.

  •   „Jetzt gilt’s – gemeinsam gegen die Politik der Angst“
    Am 3. Oktober fordern das Bündnis gegen das bayerische Polizeigesetz (noPAG) und die Organisatoren der #ausgehetzt-Demonstration die Münchner erneut dazu auf, aktiv zu werden.
  • „Wehret den Anfängen“ 
    Am 5. November 2018 ruft ein breites Bündnis um 19 Uhr auf der Maximiliansbrücke zur Kundgebung auf. Die Initiatoren wollen „für Demokratie, Frieden, Freiheit und Menschenrechte“ auf die Straße gehen – und gegen den Einzug der AfD ins Maximilianeum.

Caroline Wörmann

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