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„Strenger regulieren“

Ärger um E-Scooter in München: Wird jetzt alles anders? Unternehmen präsentiert Neuerung

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Ärger um E-Scooter in München: Dass die Roller überall abgestellt werden, könnte bald der Vergangenheit angehören. (Symbolbild)

Im E-Scooter-Streit will das Unternehmen Voi einem Verbot vorgreifen. Es plant eine bestimmte Maßnahme. Auch wolle man sich für ein rücksichtsvolles Miteinander einsetzen. 

  • E-Scooter führen in München immer wieder zu Ärger.
  • Dass sie die Gehwege blockieren, ist eines der Probleme. 
  • Das schwedische Unternehmen Voi will seine Kunden jetzt erziehen - mit einer bestimmten Maßnahme. 

München - Seit vergangenem Juli gehören elektrische Tretroller zum Stadtbild in München, mittlerweile kommt nun mehr Struktur in deren Nutzung. So hat etwa der Anbieter Voi spezielle Parkplätze für die Roller eingeführt, die es ab Samstag an wichtigen Verkehrsknotenpunkten in der Stadt gibt – sowie in der Nähe von Stellen, an denen Gehsteige zu schmal für das Abstellen von Autos sind.

E-Scooter in München: Unternehmen will mit neuer Maßnahme Verbot zuvorkommen

Damit zieht das schwedische Unternehmen die Konsequenzen aus dem ersten Jahr des Verleihs in München. Nach eigenen Angaben will Voi durch eine bundesweite Anpassung des Betriebsmodells das Parken der E-Scooter nun „strenger regulieren“.

Ein mögliches Verbot der E-Scooter auf Gehwegen, das im Bundesrat diskutiert wird, sieht das Unternehmen dagegen kritisch. Manager Claus Unterkirchner erklärt, Voi wolle nicht nur „eine praktische Alternative zum Auto anbieten”, sondern erreichen, dass „Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer genommen wird“.

München: Hat Ärger um E-Scooter mit Parkplätzen ein Ende? 

Ob mit Parkplätzen für E-Scooter sämtlicher Ärger um die Roller in München der Vergangenheit angehört, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen. Im Jahr 2019 hatte die Staatsanwaltschaft München I 1050 Ermittlungsverfahren wegen Fahrten auf E-Scootern geführt. Zumeist ging es dabei um Trunkenheitsfahrten. Der Großteil der Vergehen fiel dabei in die Zeit des Oktoberfests - und das, obwohl die Stadt München vorsorglich Sperrzonen für E-Scooter rund um das Wiesn-Gelände einrichtete. 

Zuletzt ging die Zahl der Vergehen allerdings zurück. Laut Hans Kornprobst, dem Leitenden Oberstaatsanwalt in München, könnte das an der Witterung liegen. „Wir gehen aber auch von einem gewissen Lerneffekt aus“, sagte er. Für Fahrten aufE-Scootern liegt die absolute Fahruntüchtigkeit ab einem Promillewert von 1,1 vor. Von diesem Wert an wird die Sache strafrechtlich relevant und ist keine Ordnungswidrigkeit mehr.

Ärger gab es am Wochenende übrigens auch in Freimann: Dort erlebte ein älteres Ehepaar eine böse Überraschung, als es vom Einkaufen zurückkam. 

Video: Ermittlungsverfahren gegen E-Scooter-Fahrer in München

Polizei jagt die Suff-Piloten - große E-Scooter-Kontrolle am Odeonsplatz. Bei den Münchner Bürgern sind die Roller aber gut angekommen. Jedoch halten sich nicht alle an die E-Scooter-Regeln

Der Mehrwert der E-Scooter im Straßenverkehr wird noch diskutiert. Die Akkus der Roller sind sehr kurzlebig und müssen alle sechs Monate ausgewechselt werden. Studien zeigen auch, dass Autofahrer kaum auf die Roller umsteigen. 

In München kam es am Sonntagabend (9. Februar) zu einem Großeinsatz der Polizei. Auf einem Bolzplatz waren zwanzig Personen aneinander geraten. Dabei wurde ein Münchner schwer verletzt.

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