Prozess 

Dreiste Diebestour durch ganz München: 26 Einbrüche und Hunderttausende Euro Schaden

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Das Einbrecher-Trio auf der Anklagebank im Münchner Landgericht. 

Bei einer dreisten Diebestour durch München haben drei Männer 26 Einbrüche in der ganzen Stadt verübt. Es ist eine Serie, die ihres gleichen sucht. 

  • Eine dreiste Diebesbande zieht durch München und leistet sich 26 Einbrüche. 
  • Dabei entsteht ein Schaden um rund 235.000 Euro Schaden.
  • Eine Serie, die ihresgleichen sucht. 

München - Diese Serie sucht ihresgleichen – insgesamt 26 Einbrüche haben drei Russen im Frühjahr und Sommer 2018 quer durch München verübt. Laut Staatsanwaltschaft haben sie dabei insgesamt rund 235.000 Euro Schaden verursacht. Seit gestern wird Sergej A. (36), Evgenii I. (41) und Oleg R. am Landgericht der Prozess gemacht.

Ihre Schädel sind kahl rasiert, sie blicken grimmig drein, als sie auf der Anklagebank im Landgericht Platz nehmen. Laut Anklage hat sich das Trio Mitte April 2018 zusammengeschlossen, um gezielt Einbrüche in Münchner Wohnhäusern zu begehen.

Video: So können Sie sich vor Einbrüchen schützen

München: Dreiste Diebestour - 26 Einbrüche und Hunderttausende Euro Schaden

Ihre Masche: Sergej A. und Oleg R. suchten zunächst nach leeren Wohnungen. Laut Staatsanwaltschaft gingen sie dafür in etliche Hauseingänge, klingelten oder lauschten an Türen. Wenn sie einen Tatort für geeignet hielten, schraubte Oleg R. den Türspion heraus, Evgenii I. brach die Tür auf, nachdem er den Profilzylinder herausgeschraubt hatte. Bis Mitte Juli 2018 begingen die Angeklagten so 26 Einbrüche – vor Gericht gestanden sie die Taten nun über ihre Anwälte ein, wollten sich aber nicht zu den Details äußern.

Die aber hat die Staatsanwalschaft akribisch ermittelt: Bis zu 90.000 Euro Schaden entstanden den einzelnen Haushalten – der Gesamtschaden belief sich auf stolze 235.000 Euro. Ihre Ziele suchten die Ganoven im gesamten Stadtgebiet. In Schwabing, Sendling, Laim, Gern und vielen weiteren Stadtteilen schlug die Einbrecherbande zu. Ihr Ziel: Schmuck, Uhren, Bargeld, und Laptops. Mehr als ein Jahr lang hatten Polizei und Staatsanwaltschaft das Trio gejagt, bis es schließlich zur Festnahme kam. Seit September 2019 sitzen die Einbrecher nun in U-Haft.

Für ein ausführliches Geständnis stellte Richter Philipp Stoll gestern maximal geltende Haftstrafen für Oleg R. (zweieinhalb Jahre) sowie Sergej A. und Evgenii I. (je dreieinhalb Jahre) in Aussicht. Die Angeklagten stimmten zu, die Staatsanwaltschaft jedoch nicht. Deshalb wird es nun eine umfangreiche Beweisaufnahme geben. Das Urteil ist für 13. März geplant. 

Bei mehreren Einbrüchen erlebten Münchner einen riesen Schock im Schlafzimmer. Unter anderem haben Einbrecher einen 50-Kilo-Tresor aus einem Schrank gestohlen. Luxusuhren und Schmuck stahl ein Kraxel-Gangster in der Münchner Altstadt

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