Klimaprotest in München

Fridays-for-Future: Demo gegen Millionen-Konzern verläuft komplett anders als erwartet

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Fridays-for-Future demonstrierte vor der Siemenszentrale am Wittelsbacherplatz.

Siemens soll sich an Kohle-Bergbauprojekten in Australien beteiligen wollen. Fridays-for-Future-Demonstranten versammelten sich vor der Siemens-Zentrale am Wittelsbacherplatz.

  • Siemens soll sich an einem Kohle-Bergbauprojekt in Australien beteiligen wollen. 
  • In München versammelten sich Fridays-for-Future-Aktivisten vor der Siemens-Zentrale am Wittelsbacherplatz zu einer ungewöhnlichen Demonstration.
  • Derweil machte Siemens-Chef Joe Kaeser in Berlin der deutschen Greta Thunberg, Luisa Neubauer, ein fragwürdiges Angebot.

München - Seit bekannt ist, dass sich Siemens an einem Kohle-Bergbauprojekt in Australien beteiligen will, richtet sich die Wut der Fridays-for-Future-Aktivisten erstmals gezielt gegen ein Unternehmen. In mehreren Städten gab es am Freitag Proteste. In München versammelten sich Demonstranten vor der Siemens-Zentrale am Wittelsbacherplatz (Maxvorstadt) zu einer Mahnwache - in ungewohnter Stille.

München/Wittelsbacherplatz: Ungewöhnliche Fridays-for-Future-Demo

Der stille Protest begann am Freitag um 14 Uhr. Die Polizei zählte in der Spitze rund 500 Teilnehmer. Darunter auch Maria Dendorfer (16) aus Altperlach und Luisa Auerbeck (18) aus Milbertshofen. Besonders Hartgesottene wollten sogar über Nacht ausharren. Wie Jasper Müller (14) und Hannah Schober (14). „Wir schweigen, weil alles gesagt ist. Die Verantwortlichen kennen unsere Forderungen. Sie müssen endlich handeln!“, so Müller.

Siemens hat die Klimaschützer gegen sich aufgebracht, weil der Konzern eine Zugsignalanlage für die geplante Kohlemine eines indischen Konzerns liefern will. Ausgerechnet nach Australien, wo seit Wochen verheerende Brände wüten! Die extremen Brände in Australien werden zum Teil auf die Erderwärmung zurückgeführt*. „Siemens hat erklärt, bis 2030 klimaneutral werden zu wollen. Das geht nicht, wenn der Konzern so ein Projekt unterstützt“, schimpfte Schober.

München/Siemens: Fridays-for-Future gegen Kohle-Abbau in Australien

Während draußen auf dem Platz noch Plakate gemalt wurden, empfing drinnen Siemens Fridays-for-Future-Aktivisten zur Übergabe einer Petition. Bis Freitag hatten sich 57.131 Unterzeichner für den Projektstopp ausgesprochen. Zeitgleich traf Siemens-Chef Joe Kaeser Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer in Berlin und machte ihr ein fragwürdiges Angebot. Ergebnis: Siemens will bis Montag entscheiden, ob der Auftrag ausgeführt wird. 

Die Siemens-Entscheidung für das Kohle-Projekt in Australien schlägt hohe Wellen. Der Münchner Ableger von „Fridays For Future“ hat jetzt reagiert - und Proteste angekündigt.

das

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