Lästig, aber harmlos?

Alarm in München: Exotisches, gefährliches Tier nun auch im Stadtgebiet unterwegs

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Ein neues Tier ist in München angekommen - es ist nicht ungefährlich.

Sie ist schwarz-weiß gestreift, hat einen dunklen Stechrüssel – und kann tödliche Krankheiten übertragen. Es geht um die Asiatische Tigermücke, auch Tigermoskito genannt. Die ist nun auch bei uns anzutreffen.

München - Bisher wurden diese Insekten in Deutschland erst im Raum Freiburg, Heidelberg, Frankfurt, Jena und Erding nachgewiesen. Doch jetzt schlägt die Stadt München Alarm: Die Asiatische Tigermücke surrt jetzt erstmals auch bei uns!

Was viele nicht wissen: Es gibt einen Mückenatlas in Deutschland, betrieben vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Bürger können dorthin Mücken einsenden, um die Art bestimmen zu lassen. Und wie die Stadt am Freitag mitteilte, wurden so nun auch die Münchner Tigermücken entdeckt.

Tigermücken: Wie hoch ist die Gefahr einer Infektion?

Eigentlich sei die Tigermücke „lästig, aber harmlos“, so das Gesundheitsreferat. Aber: „Wenn sie eine infizierte Person mit Krankheitserregern im Blut sticht, kann sie diese Erreger beim nächsten Stich auf weitere Personen übertragen.“ Dengue-Fieber (siehe unten), Chikungunya, West-Nil-Fieber oder Zika: All das kann die ursprünglich aus Südost­asien stammende Mücke so verbreiten. Noch sei die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Krankheiten gering. „Auch in München sind keine Erkrankungen zu verzeichnen“, betont das Gesundheitsreferat. 

Auch in München möglich? Eine weibliche asiatische Tigermücke sticht zu.

Bisher sei es in Deutschland auch gelungen, kleine Populationen des Tigermoskitos auszulöschen. Aber: Sollten sich die gestreiften Insekten zunehmend ansiedeln, steige auch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch einen Mückenstich. Die Stadt will deshalb unbedingt vermeiden, dass das tropische Insekt bei uns heimisch wird und am Ende vielleicht doch gefährliche Krankheiten verbreitet.

Asiatische Tigermücke: Das können Menschen dagegen tun

  • Weil die Weibchen ihre 200 bis 300 Eier in kleine Wasseransammlungen legen, rät das Gesundheitsreferat: „Entleeren Sie alle wasserhaltigen Gefäße restlos mindestens einmal pro Woche und wischen Sie diese dann aus.“ Regenfässer sollte man dicht abdecken, Pflanzenuntersetzer mit feinem Kies oder Sand füllen, damit sich die Larven nicht entwickeln können!
  • Alte Reifen und alle Gegenstände, in denen sich Regenwasser ansammeln kann, bitte unter Dächern lagern oder wasserdicht abdecken!
  • Kontrollieren Sie Ihre Regenrinnen und Regenablaufsysteme, bittet das Gesundheitsreferat: „Es darf kein Wasser stehen bleiben!“

Charles Schumann ist der wohl bekannteste Barkeeper Deutschlands. Doch aktuell muss sich der Star-Gastronom mit einer hitzigen Debatte im Netz beschäftigen.

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