Mehr als 4000 bestätigte Fälle

Grippe-Alarm in München! 4000 Fälle - Stadt trifft drastische Maßnahme

Mehrere Tausend Münchner plagen sich mit der Grippe herum. Die Prognosen klingen alarmierend. Die Stadt ergreift eine erste Maßnahme.

  • In München geht die Grippewelle um.
  • Die Ärzte sind besorgt.
  • Eine erste Maßnahme für Schwangere wurde getroffen.

München - Fieber, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen – immer mehr Münchner liegen flach! Die Grippe hat die Stadt fest im Griff. Dieses Jahr gab es schon über 4000 bestätigte Grippefälle. Die Behörden sind alarmiert.

Seit Jahresbeginn wurden laut Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) in München 4255 Influenza-Labormeldungen registriert. Waren es in den ersten drei Wochen des Jahres nur 533 Meldungen, steigen die Zahlen seit Beginn der Grippewelle in der dritten Kalenderwoche kontinuierlich an. Mit 1465 Meldungen in der vergangenen Woche habe die Grippewelle in München in der Vorwoche ihren bisherigen Höchststand erreicht. „Derzeit ist damit zu rechnen, dass die Grippezahlen dieser Saison die aus dem Vorjahr übertreffen werden“, teilt eine Sprecherin des RGU mit.

Auch zum Thema: Arzt mit deutlicher Warnung vor besorgniserregender Krankheitswelle: „Dunkelziffer extrem hoch“

Grippewelle in München: Selbst in kleiner Praxis 20 Influenza-Fälle

Hat schon einige Influenza-Fälle in seiner Praxis behandelt: Dr. Karlheinz Zeilberger.

Diesen Eindruck hat auch Dr. Karlheinz Zeilberger. „Ich habe seit Jahresbeginn bei mir in der Praxis über 20 nachgewiesene Influenza-Fälle. Nachdem wir eher eine kleine Praxis sind, kann man sich vorstellen, wie es in der Stadt aussieht“, sagt der Münchner Hausarzt. Der Mediziner geht von einer hohen Dunkelziffer aus, viele Erkrankte würden nicht zum Arzt gehen.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben die Kommunen bereits reagiert. So hat die Stadt München für alle Schwangeren, die bei der Stadt im Publikumsverkehr oder in der Kinderbetreuung arbeiten, ein Beschäftigungsverbot erlassen, um sie vor Ansteckung zu schützen. „Ein Schreiben mit unserer Empfehlung, ein temporäres Beschäftigungsverbot für diese Zielgruppe zu verhängen, ist am 30. Januar an alle städtischen Referate rausgegangen“, sagt Dr. Carsten Obbelode vom Betriebsärztlichen Dienst der Stadt.

Grippewelle in München: Schulen müssen teilweise schließen

Auch Schulen schließen immer wieder - vergangenen Donnerstag und Freitag hatte die Astrid-Lindgren-Grundschule in Rosenheim wegen der Grippe zu. Ende Januar waren zwei Grundschulen im Landkreis Starnberg mehrere Tage lang dicht.

In den vergangenen Jahren infizierten sich die meisten Menschen von Januar bis Ende März mit den Grippe-Viren. Münchens Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs rät, sich auch jetzt noch impfen zu lassen.

Grippeviren

Influenza-Viren sind nur wenige Tausendstel Millimeter groß und sehr wandlungsfähig. Sie befallen Schleimhautzellen und vermehren sich dort. Menschen stecken sich meist durch Tröpfchen­infektion an. Ein markanter ­Unterschied zwischen einer Erkältung und einer Influenza ist, dass die Grippe plötzlich ausbricht, während sich ­Erkältungs-Symptome oft über mehrere Tage steigern.

Die Virus-Gefahr in Bayern nimmt zu - wird diese Krankheit gefährlicher als das Coronavirus? Auch das zunächst in China aufgekommene Virus verbreitet sich in Deutschland - Experten zeichnen bereits ein Schreckensszenario. Im Reich der Mitte steigt die Zahl der Todesopfer drastisch, nun wurde ein weiteres Groß-Event abgesagt.

Nicht nur das Coronavirus bereitet derzeit Sorgen. Ende Februar sorgt die Grippe in München für volle Wartezimmer. Die Fallzahlen steigen. 

Das Coronavirus verbreitet sich weiter. Auch in Bayern gibt es neue Fälle - unter anderem in Augsburg und Lindau. 59 Schüler müssen deshalb vorerst zu Hause bleiben.

das

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen

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