Anfrage an OB

Münchner Stadträte finden: Männer werden auf Toiletten diskriminiert

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Münchner Stadtratsmitglieder treten für Wickeltische auf Herrentoiletten ein.

Werden Männer in München diskriminiert? Mitglieder des Stadtrates haben ihre Sorge in einer Anfrage an Oberbürgermeister Dieter Reiter zum Ausdruck gebracht.

München - „Keine Diskriminierung am Wickeltisch“ ist eine Anfrage aus der grün-rosa Fraktion überschrieben, die OB Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch erreicht hat. „Überkommene Geschlechterrollen“ würden in der Landeshauptstadt „baulich manifestiert“, so der Vorwurf. Erhoben haben ihn die Stadtratsmitglieder Sebastian Weisenburger, Dr. Florian Roth, Herbert Danner, Dominik Krause, Oswald Utz und Paul Bickelbacher.

Wickeltische in öffentlichen Gebäuden seien beinahe ausschließlich auf Damentoiletten installiert, begründen die Antragssteller ihren Vorstoß. Als mangelhaft ausgestattete Gebäude unter der Hoheit der Landeshauptstadt werden explizit das Filmmuseum München und das Veranstaltungscenter MOC genannt. 

„Andere Regionen der Welt sind längst weiter“

„Väter, die ihre Kinder wickeln wollen, werden vor die Entscheidung gestellt, entweder einen für Frauen reservierten Bereich zu stören, oder ihr Kind an einem möglicherweise schmutzigen oder ungeeigneten Ort zu wickeln“, klagen die Mitglieder des Stadtrates. 

„Andere Regionen der Welt sind hier längst weiter“, heißt es in dem Schreiben. In den USA oder skandinavischen Ländern sei es längst gängige Praxis, in jedem Toilettenraum einen Wickeltisch zur Verfügung zu stellen.  Als mögliche Alternative nennen die Antragssteller, Vorrichtungen in neutralen Räumen, wie beispielsweise dem Vorraum einer Toilette, zur Verfügung zu stellen. 

lks

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