Über mehrere Tage

Wie im Krimi: „Banden-Krieg“ im Hasenbergl - Verstörende Gewalt-Exzesse machen sprachlos

Die Münchner Polizei musste wegen mehrerer Vorfälle im Hasenbergl ausrücken.
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Die Münchner Polizei musste wegen mehrerer Vorfälle im Hasenbergl ausrücken.

Im Münchner Viertel Hasenbergl kam es an mehreren Tagen zu Gewaltausschreitungen. Zwei Gruppen trafen mehrmals aufeinander, die Situation eskalierte.

  • Im Münchner Viertel Hasenbergl kam es an mehreren Tagen zu schweren Auseinandersetzungen zwischen zwei Gruppen.
  • Mehrere Personen trafen dabei aufeinander zu und richteten sich gegenseitig schwer zu.
  • Drei Männer sitzen jetzt in Untersuchungshaft.

München - Es klingt fast wie ein Bandenkrieg, was sich dieser Tage im Münchner Stadtteil Hasenbergl abspielte. Von Montag (27. Juli) bis Mittwoch (29. Juli) kam es gleich zu mehreren Einsätzen der Polizei. Grund dafür waren Auseinandersetzungen verfeindeter Personengruppen, die allesamt Skrupellosigkeit und Gewaltbereitschaft aufzeigten. Es ist nicht bekannt, welche Rivalität die beteiligten Gruppen verbindet, doch lässt die Chronologie der Taten darauf deuten, dass die Gruppen nicht der Zufall zusammenführte.

München: "Bandenkrieg" im Hasenbergl - Szenen wie im Krimi

Wie die Polizei München mitteilt, beginnt der „Banden-Krieg“ im Hasenbergl am Montag, den 27. Juli: Gegen 17:15 Uhr wurde ein 20-jähriger Münchner an einem Spielplatz im Hasenbergl von drei Personen, aus einer Gruppe von insgesamt acht Leuten heraus, angesprochen. Kurz danach wurde der 20-Jährige von mehreren Gruppenmitgliedern geschlagen und getreten. Als eine Zeugin einschritt, flüchtete die Gruppe, nach der Tat vermisste der 20-Jährige sein Handy und seine Halskette. Bei dem Angriff erlitt er mehrere Prellungen und Rötungen im Gesicht und am Oberkörper. Ob die Gruppe tatsächlich die Kette und das Handy des 20-jährigen geklaut hat, wird derzeit noch ermittelt.

In München: 20-jähriger wird von Gruppe geprügelt - dann beginnt Reihe von Taten

Noch am selben Abend zog der 20-jährige Münchner mit seinem Bruder und einem 18-jährigen Freund los, um sich am Tatort auf die Suche nach den vermissten Gegenständen zu machen, was das nächste Kapitel des Krimis zur Folge hatte. Bei der Suche traf das Trio auf eine Gruppe von Personen, von denen der 20-jährige einige als Täter des vorher beschriebenen Vorfalls wieder erkannte. Es entwickelte sich erneut eine körperliche Auseinandersetzung. Durch rechtzeitig eintreffende Polizeikräfte, konnte aber eine Eskalation unterbunden werden. In diesem Zusammenhang wird nun gegen den 18-jährigen Freund wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. 

Im Münchner Hasenbergl: Szenen wie aus einem Krimi-Thriller

Einen Tag später, am Dienstag (28. Juli) spielten sich dann Szenen ab, die man sonst nur von Krimis kennt:
Am Abend bemerkten Anwohner, dass sich mehrere Personen in einer Grünanlage im Hasenbergl versammelt hatten und Eisenstangen in den Händen hielten. Daraufhin verständigten sie umgehend den Notruf. Die eintreffenden Streifen konnten acht Personen feststellen und identifizierten diese dann als die erste Gruppierung mit der der 20-Jährige am Vortag zusammengetroffen war. In den umliegenden Büschen wurden verschiedenste gefährliche Gegenstände (Eisenstangen, Fleischklopfer, etc.) festgestellt. Im Laufe des Einsatzes wurde bekannt, dass am Folgetag eine Aussprache und die Übergabe des Handys hätte stattfinden sollen. Nur aufgrund der aufmerksamen Anwohner und der eintreffenden Streifen konnte eine erneute gewalttätige Auseinandersetzung im Vorfeld unterbunden werden. 

Rache-Tat in München: 16-Jähriger von Gruppe schwer zugerichtet - Untersuchungshaft angeordnet

Am Mittwoch den 29. Juli, endet die Krimi-Reihe im Hasenbergl mit einer Rache-Tat, die schwere Folgen haben sollte.  Wie die Polizei mitteilt, waren das 20-jährige Opfer, sein Bruder und der 18-jährige Kumpel unterwegs und trafen in einem Linienbus auf einen der Beteiligten der ersten Tat, einen 16-jährigen Münchener. Sie zerrten ihn aus dem Bus und schlugen gemeinschaftlich auf diesen ein. Der 18-jährige verletzte den 16-jährigen dabei zusätzlich mit einem spitzen Gegenstand. Nachdem ein Zeuge einschritt, flüchteten die drei Tatverdächtigen. Im Rahmen der Fahndung konnten sie festgenommen werden. Die drei befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

In München wurde eine Leiche im Eisbach gefunden. Noch sind keine Hintergründe bekannt, die Ermittlungen dauern an.

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