“Es ist eine smarte Idee“

Kulturstrand: Rathaus plant doppelte Strand-Gaudi - ein Standort überrascht

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Der Kulturstrand der Urbanauten an der Corneliusbruecke

Wo soll der dreimonatige Kulturstrand stattfinden? Eine neuer Vorschlag geht in den Stadtrat - CSU spricht von „Bereicherung“.

  • Wo soll der Kulturstrand in Zukunft stattfinden? Wende zeichnet sich ab
  • Als Standort war neben der Corneliusbrücke der Ostpark im Spiel
  • Jetzt wird überraschend der Stadtrand in Betracht gezogen

München - Bei der Standortfrage für den Kulturstrand zeichnet sich eine Wende ab. Als zweiter Veranstaltungsort neben derCorneliusbrücke soll nun der Willy-Brandt-Platz in Riem zum Zuge kommen. Darauf hat sich nach Informationen der tz die Rathaus-Regierung aus CSU und SPD verständigt. Ursprünglich war der Ostpark vorgesehen gewesen. Die Entscheidung fällt am Dienstag im Stadtrat.

Wo soll der Kulturstrand stattfinden? Ein Standort ist vom Tisch

Die Standortfrage hatte sich gestellt, nachdem der Vater-Rhein-Brunnen für die Jahre 2020 und 2021 nicht mehr zur Verfügung steht, weil die Ludwigsbrücke saniert wird. Als Ausweichort wurde zunächst – weitgehend unstrittig – die isarnahe Bastion auf der Corneliusbrücke benannt. Und zwar im Zeitraum von 2020 bis 2022. Die Verwaltung brachte überdies den Ostpark ins Spiel, und auf einen Antrag der CSU hin nun auch den Willy-Brandt-Platz. Jeweils probeweise für einen Sommer. Damit hätte es 2020 sogardrei Kulturstrände im Stadtgebiet gegeben.

Der Kulturstrand-Standort an der Vater-Rhein-Brücke

Kulturstrand mal drei: Grüne dafür - CSU und SPD dagegen

Die Grünen hätten sich mit diesem Vorstoß anfreunden können. Nach Ansicht von CSU und SPD wäre ein Triple allerdings zu viel des Guten. Sie werden heute gemeinsam beantragen, dass der Ostpark gestrichen und das dreimonatige Spektakel dafür in Riem ausgerichtet wird. SPD-Fraktions-Vize Christian Vorländer: „Der Willy-Brandt-Platz kann eine Belebung sehr gut vertragen. Das wäre eine Bereicherung für den Stadtteil.“ 

Kulturstrand im Ostpark? CSU mit klarer Meinung

Ähnlich sieht es Sebastian Schall von der CSU: „Es ist eine smarte Idee, auch mal an den Stadtrand zu gehen.“ Unlängst wurde beschlossen, dass die Verwaltung ein Konzept für die Verschönerung des aktuell tristen Willy-Brandt-Platzes erarbeiten soll. 

Der Kulturstrand würde ihm stehen: der Willy-Brandt-Platz vor den Riem Arcaden.

Zum Ostpark sagte Vorländer, dieser sei während der Sommermonate ohnehin stark frequentiert, und die örtliche Bevölkerung von der Idee nicht gerade begeistert. Der Bezirksausschuss Trudering-Riem befürwortet hingegen den Standort Willy-Brandt-Platz. Einen Stadtstrand in der Messestadt hält auch das Kulturreferat für „äußerst begrüßenswert“.

Klaus Vick

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