Darum sind jetzt weniger Bürger gemeldet

München schrumpft - zumindest auf dem Papier

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Zum Jahresende waren 1.526.056 Menschen in der Landeshauptstadt gemeldet.

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat nach der Bundestagswahl und dem Steinkohle-Bürgerentscheid sein Melderegister durchforstet. Ergebnis: München schrumpft – zumindest auf dem Papier.

München - Insgesamt waren am Jahresende 1.526.056 Menschen in der Landeshauptstadt gemeldet – das sind 16.804 Menschen weniger als im Jahr zuvor. Allerdings bedeutet das nicht, dass auch wirklich weniger Menschen in der Stadt wohnen. Denn das Minus auf dem Papier liegt vor allem daran, dass die Stadt Karteileichen aus dem Melderegister entfernt hat. „Abmeldung von Amts wegen“ nennt sich dieser Vorgang im Behördenjargon. „Im Dezember 2017 wurden über 5300 Bürger aus dem Register bereinigt – der Mittelwert der Registerbereinigungen bei Deutschen liegt sonst bei rund 200 Fällen pro Monat“, heißt es von der Stadt.

Der Grund für diesen enormen Anstieg: Im Dezember hat das KVR begonnen, die Rückläufer aus der Bundestagswahl und des Bürgerentscheids auszuwerten. Wenn die Wahlbenachrichtigungen unzustellbar sind, geht das KVR davon aus, dass derjenige nicht mehr in München wohnt.Bis November hatte die Stadt damit zu tun, die Rückläufer aus der Wahl zum Migrationsbeirat aus dem Register zu entfernen. Davon waren naturgemäß nur ausländische Staatsbürger betroffen – für die Stadt bedeutete das 25.000 Bürger weniger.

Rechnet man den Effekt der Registerbereinigung raus, ist die Stadt also trotzdem gewachsen – wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.

Wie geht es weiter mit der Bevölkerung in der Landeshauptstadt? Eine Prognose für das Jahr 2030 sorgt für Aufsehen.

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