Besonders dreiste Masche 

Seltsam günstige Preise: Münchner Makler-Duo warnt vor Online-Betrug - Verbrecher kopierten ihre Webseite

Wer nach günstigem Wohnraum sucht, kann schnell Betrügern auf den Leim gehen. Nun deckt ein Makler-Duo aus München einen besonders dreisten Fall auf.

  • Wo viel Geld zu holen ist, sind Betrüger nicht weit.
  • Das gilt auch für die Vermietung von Wohneigentum.
  • Nun haben Verbrecher aus Nordamerika sogar die Webseite einer Immobilienfirma aus München* gehackt.

München - „Das gibt es ja nicht!“, ärgern sich die Makler Jutta Mühlmann-Raab und Michael Mühlmann vom Immobilienunternehmen ISB München Immobilien GmbH: Betrüger hatten ihre Webseite kopiert und Mietwohnungen angeboten - zu seltsam günstigen Preisen. Interessenten sollten die erste Miete gleich überweisen.

„Das Geld wäre weg gewesen“, ist sich Makler Mühlmann sicher. Er erstattete Anzeige bei der Polizei und fand heraus, dass sich der Server der Betrüger in Nordamerika befindet und die Bild-Dateien der Fake-Wohnungen mit Endungen aus Osteuropa versehen sind. Fünf Beinahe-Betrugsopfer haben sich gemeldet.

Münchner Makler-Duo warnt vor Online-Betrug - Verbrecher kopierten ihre Webseite

Mühlmann will aufrütteln und erklärt, wie man Immobilien-Betrüger aufspürt:

Erstens: Werden Sie bei besonders günstigen Schnäppchen skeptisch.

Zweitens: Sind die Fotos zu perfekt, ist das kein gutes Zeichen. Auch nicht, wenn Fotos von außen fehlen, die ersichtlich machen, dass sich das Objekt tatsächlich in der angegebenen Straße befindet. 

Drittens: Schlechtes Deutsch im Anzeigen-Text sollte misstrauisch machen. Mühlmanns Tipp: „Rufen Sie an: Die meisten Betrüger sind am Telefon nicht besonders geschickt. Interessenten sollten immer einen Besichtigungstermin vereinbaren und nie Geld im Voraus überweisen.“ (Sas) (*tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)


München: Weitere Nachrichten rund um den Wohnungsmarkt

In der ehemaligen Bayernkaserne sollen günstige Wohnungen für 15.000 Menschen entstehen - aber das ist noch nicht alles. Ein Mini-“Penthouse“ über einer Münchner Promi-Meile wird zum Verkauf angeboten - der Preis hat sich aber gewaschen.

Wegen der Folgen der Corona-Krise für München schlägt der Mieterverein Alarm und befürchtet einen  Schulden-Schock für Hunderttausende. In München ermitteln Wohnraum-Detektive - in einigen Stadtteilen stellen sie besonders viele Verstöße fest. Verbände fordern einen Corona-Fonds, um zahlungsunfähigen Mietern unter die Arme greifen zu können. 

Rubriklistenbild: © dpa / Sina Schuldt

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