Klage gegen Verkäufer

Mann kauft Alufelgen auf Ebay - nach der Montage erlebt er eine böse Überraschung

Insgesamt über 1700 Euro gab ein Mann auf Ebay für neue Alufelgen aus - in der Beschreibung hieß es, diese wären für die Fahrzeugklasse seines Mercedes-Benz „passend“. Doch nach der Montage gab es ein unerwartetes Problem.

München - Knapp 1700 Euro hatte ein Mann für Autofelgen auf der Online-Plattform Ebay ausgegeben, die laut der Beschreibung des Verkäufers für sein Mercedes-Modell „passen“ sollten  - doch nach der Lieferung erlebte er eine böse Überraschung. Wie das Amtsgericht München in einer Pressemitteilung mitteilt, ließen sich die Felgen, für die der Käufer zusätzlich noch 79 Euro Versandkosten bezahlt hatte, zwar ohne Probleme an seinem Mercedes-Benz montieren. Allerdings stellte sich dann heraus: Für sein Fahrzeug-Modell war dieser bestimmte “Typ“ Alufelgen nicht zugelassen.  

Da der Mercedes mit den neuen Alufelgen erst nach einer „weiteren zulassungsrechtlichen Prüfung“ gefahren werden dürfte, wollte der Mann vom Kaufvertrag zurücktreten. Doch damit ging der Ärger erst richtig los. Denn der Verkäufer hatte bei Abschluss des Kaufvertrags ein Rückgaberecht ausgeschlossen - den Kaufpreis hatte der Mercedes-Fahrer bereits überwiesen. 

Verkäufer verweigert Rückgabe

Nach Ansicht des verärgerten Mannes hätte in der Verkaufsbeschreibung jedoch darauf hingewiesen werden müssen, dass die Felgen nicht ohne weitere Prüfung gefahren werden dürften - und so erklärte er seinen Rücktritt vom Kaufvertrag. 

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Das von Ebay vorgesehene Rückgabeverfahren verlief jedoch erfolglos: Der Verkäufer beharrte darauf, nicht explizit erwähnen zu müssen, dass die speziellen Alufelgen eventuell eine zusätzliche Prüfung erfordern könnten. Das Verwendungsrisiko würde beim Käufer liegen, der sich vorab bei einem autorisierten Mercedes-Benz-Händler Gewissheit verschaffen hätte können. 

Streit um Alufelgen geht bis vors Amtsgericht

Der Streit um die Rückgabe zog sich daraufhin bis vor das Münchner Amtsgericht - wo der Mercedes-Fahrer schließlich Recht bekam. In der Begründung stellte der zuständige Richter klar, dass der Begriff „passend“ mehr einschließt, als nur die mögliche Montage. Er beinhaltet ebenso, dass die Nutzung für eine bestimmte Fahrzeugklasse ohne Weiteres möglich ist. Auch der Kaufvertrag, der eine Rückgabe ausschloss, würde daran nichts ändern. 

Das Amtsgericht verurteilte den Verkäufer daraufhin zur Rückzahlung des Kaufpreises plus Versandkosten sowie der vorgerichtlichen Anwaltskosten - Zug um Zug gegen Rückgabe der Alufelgen. 

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nema

Dreiste Abzocke:

Rubriklistenbild: © dpa / Roland Weihrauch (Symbolfoto)

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