Mit der Flex am Werk

München: Vladimir knackt 36 Automaten - Große Verwirrung bei Passanten

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Vladimir K. mit Flex und Leiterwagerl bei der Arbeit.

München: Vladimir K. gehört zu einer vierköpfigen Mannschaft, die Tag für Tag bis zu 36 Automaten knackt.

München - Plötzlich taucht er auf, mit der Flex in der Hand. Zielstrebig marschiert der Mann mit Baseballkappe auf einen Parkscheinautomaten an der Rablstraße zu – und setzt an, um den Tresor zu knacken. Dann setzt er an, um den Tresor zu knacken und um das Gerät in seine Einzelteile zu zerlegen. 

Passanten bleiben stehen, manch einer wählt sogar die 110. Dabei ist das, was der Mann da tut, völlig legal!

Der Name des Automaten-Knackers ist Vladimir K. – und er arbeitet ganz offiziell für das Baureferat. Er gehört, wie er unserer Zeitung erzählt, zu einer vierköpfigen Mannschaft, die Tag für Tag bis zu 36 Automaten knackt. 

Oder sagen wir lieber: demontiert. Grund für den vermeintlichen Straßen-Krimi ist eine Modernisierungsaktion. Schließlich, so eine Behörden-Sprecherin, würden derzeit etliche Automaten gegen neuere, technisch weiterentwickelte Modelle ausgetauscht. Ihre Zeit, so die Begründung, sei nach 15 Jahren schlichtweg abgelaufen.

München: Vladimir knackt bis zu 36 Automaten pro Tag - Passanten rufen die Polizei

Betroffen sind rund 1400 Modelle – und damit knapp ein Drittel der 4400 Automaten, die innerhalb des Stadtgebiets stehen. Vladimir und seine Kollegen haben also viel zu tun. Die Polizei bestätigt übrigens, dass die Fällaktion bereits für ordentlich Verwirrung gesorgt hat. 

Aber, so ein Sprecher, inzwischen sei eine Meldung im Einsatzleitsystem verankert, „damit die Kollegen nicht mehr unnötig ausrücken“. Vladimir hat sich mittlerweile an die Passanten-Blicke gewöhnt. Schließlich, erklärt er mit einem Zwinkern „sollten die Autofahrer dankbar sein, dass jemand kommt und die Parkuhren abbaut“. Wenn auch nur zeitweise.

Lesen Sie auch: Hätte sie mal den Strafzettel wegen Falschparkens bezahlt. Eine Fahrzeughalterin hat das im Lehel nicht gemacht. Sie zog vor Gericht –  und zahlt nun fast drei Mal so viel.

Und: Das Planungsreferat schlägt eine drastische Erhöhung der Parkgebühren in den Wohnviertel-Lizenzgebieten in München vor. Der Grund: Pendler parken die Gebiete zu.

Elke Schmidthuber

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