Anhänger des 1.FC Nürnberg

Mann (21) als „Transe“ beleidigt und verprügelt - Polizei identifiziert verdächtige Fußball-“Fans“

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Schädelprellung, abgebrochener Zahn: Noah S. zeigt nach dem Angriff seine Verletzungen.

Unbekannte sollen einen Mann (21) in einer U-Bahn in München angegriffen und verletzt haben. Nun wurden die Täter identifiziert.

Update vom 9. Juli 2019: Die Ermittler der Münchner Polizei haben infolge ihrer Öffentlichkeitsfahndung zahlreiche Hinweise erhalten. Die Tatverdächtigen konnten identifiziert werden. Auf Twitter haben sich die Beamten für die Mithilfe der Bevölkerung bedankt.

Mann (21) verprügelt und als „Transe“ beleidigt - Polizei sucht nach diesen Fußball-Fans

Update vom 7. Juli 2019: Der Vorfall in einer U-Bahn in Richtung Allianz Arena liegt bereits mehr als ein halbes Jahr zurück - doch bis heute konnten die Tatverdächtigen nicht gefasst werden. Jetzt, im Juli 2019, wurde durch den Ermittlungsrichter beim Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I ein Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung erlassen. Das berichtet die Polizei. 

Was war passiert? Noah S. bat vier Fußballfans in einer U-Bahn am Nachmittag des 8. Dezember darum, etwas leiser zu sein. Die Männer, laut Mitteilung der Polizei „augenscheinlich Fans vom 1. FC Nürnberg“, sangen laut. Daraufhin wurde der 21-Jährige von den Männern beschimpft und als „Transe“ beleidigt (siehe Update vom 11. Dezember). 

Doch damit nicht genug: Der gebürtige Münchner wurde von den Tatverdächtigen geschlagen und dabei verletzt. Zeugen konnten den Verletzten schließlich am U-Bahnhof Universität aus dem Wagen ziehen. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb damals ohne Erfolg. Aktuell sucht die Polizei München in einem weiteren Fall mit weiteren Bildern nach unbekannten Schlägern, die hinter einer ebenfalls brutalen Attacke in München stecken sollen.

Die nun veröffentlichten Fotos der Tatverdächtigen nahm der 21-Jährige selbst auf.

Fußballfans attackieren 21-Jährigen und verletzen ihn: Polizei sucht Zeugen

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Fußballfans attackieren Mann: Polizei München prüft LGBT-feindliches Tatmotiv

Update vom 11. Dezember 2018: Die Münchner Kriminalpolizei hat im Fall des 21-Jährigen, der in der U-Bahn von Fußballfans zusammengeschlagen worden ist, die Ermittlungen aufgenommen. Ob eine LGBT-feindliche Motivation (LGBT steht für Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) ursächlich für die Taten war, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.

Schädelprellung, abgebrochener Zahn: Noah S. zeigt nach dem Angriff seine Verletzungen.

Mann in München von Fußball-Fans verprügelt

Erstmeldung vom 11. Dezember 2018:

München - Als Noah S. (21) am Samstag in die U-Bahn am Odeonsplatz steigt, ist die Bahn voll mit grölenden Fußball-Fans. Der FC Bayern spielt gegen den 1. FC Nürnberg (3:0). Zwei junge Nürnberg-Anhänger brüllen ihm Fangesänge ins Ohr, sagt S. der tz. Er bittet sie, nicht so laut zu sein.

„Die beiden Typen meinten, ich solle doch aussteigen, wenn es mich stört“, sagt der gebürtige Münchner. Als S. entgegnet, die beiden sollten sich benehmen, beleidigen sie ihn. Sari ist bisexuell, trägt Ohrringe, ein Nasenpiercing und hat eine kleine Handtasche umgehängt. „Die Tasche passt gut zu dir, du Transe“, sollen die Männer gesagt haben.

München: „Alle vier gingen gleichzeitig auf mich los“

Nach einem Wortgefecht mit mittlerweile vier Nürnberg-Fans schlägt ihm einer ins Gesicht. „Als ich ihn von mir wegstoßen wollte, gingen alle vier gleichzeitig auf mich los. Sie schlugen mir mit den Fäusten gegen den Kopf, traten mich.“ Eine Bierflasche fliegt auf seinen Kopf, dem Journalisten wird schwarz vor Augen, er geht zu Boden.

Am U-Bahnhof Universität ziehen zwei Jugendliche S. aus der U-Bahn, helfen. Der 21-Jährige vermutet, dass ein Grund für den Angriff seine sexuelle Orientierung war. S. erstattete Anzeige.

Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Hinweis-Telefon: (089) 29 100.

Es war nicht der erste Fall einer schweren Auseinandersetzung im Vorfeld eines Fußballspiels in der Allianz Arena. Vor der Partie gegen Borussia Dortmund wurde ein Mann durch einen Masskrug-Schlag schwer verletzt.

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