Er will sich nicht anhalten lassen

Mit bis zu 190 Sachen: Mercedes-Raser halten Polizei auf Trab - renitenter Besucher (27) schießt den Vogel ab

Die Münchner Polizei ermittelt gegen mehrere Raser (Symbolbild).
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Die Münchner Polizei ermittelt gegen mehrere Raser (Symbolbild).

Rasante Ausfahrten in München haben mehrere Männer ihren Mercedes-Boliden gewährt. Die Polizei ließ sich nicht lange bitten.

  • Mehrere Mercedes-Fahrer wollten sich in München nicht an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.
  • Die Polizei unterband ihre rasanten Ausflüge.
  • Ein Mann aus Bremen war gar mit 190 Sachen unterwegs.

München - Gleich zweimal bekam es die Münchner Polizei zuletzt mit renitenten Rasern zu tun. In einem Fall „duellierten“ sich zwei Fahrer, ein Bremer ließ es im Alleingang krachen. In ihrem Pressebericht vom Montag (20. Juli) fasst die Polizei die Geschehnisse zusammen.

München: Mercedes-Raser halten Polizei auf Trab - mit bis zu 190 Sachen

Fall 1: Am Montag (20. Juli), gegen 02.30 Uhr, fielen einer Streife der Polizeiinspektion 44 (Moosach) zwei schwarze Mercedes auf, die auf der Moosacher Max-Born-Straße (Kreuzung zur Feldmochinger Straße) bei Rot anhielten und abwechselnd ihre Motoren aufheulen ließen. Als die Ampel auf Grün schaltete, beschleunigten beide ihre Autos gleichzeitig. 

Das Mercdes-Duo beschleunigte auf der Max-Born-Straße auf über 100 km/h. An der Kreuzung zur Dachauer Straße hielten beide erneut bei einer roten Ampel an. „Wiederum ließen sie ihre Motoren sehr stark abwechselnd aufheulen und bei grün beschleunigten sie abermals ihre Fahrzeuge“, heißt es im Pressebericht. Diesmal wurde eine Geschwindigkeit von etwa 140 Stundenkilometern gemessen.

Beide Autos konnten angehalten werden. Bei den Fahrern handelte es sich um einen 18-Jährigen mit Wohnsitz im Landkreis Dachau und einen 30-Jährigen mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck. Die Führerscheine der Fahrer wurden beschlagnahmt, ihre Autoschlüssel sichergestellt und die Weiterfahrt unterbunden. Sie wurden wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens angezeigt. Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Ein 26 Jahre alter Münchner hat seine Freunde in eine extrem unangenehme Lage gebracht. Oder sollte es ein schlechter Scherz sein?

Bremer zu Besuch in München: Von der Polizei will er sich nicht anhalten lassen

Fall 2: Am Sonntag (19. Juli) gegen 02.00 Uhr, versuchte eine Streife der Münchner Verkehrspolizei einen 27-jährigen Bremer auf dem Föhringer Ring/Münchner Straße anzuhalten. Grund waren diverse Geschwindigkeitsverstöße.  Anstatt auf Kontaktversuche der Polizei zu reagieren, beschleunigte der Mann sein Auto auf bis zu 190 km/h und versuchte, der Kontrolle zu entkommen. Erst nach mehreren Minuten konnte die Polizei das Fahrzeug anhalten. 

Es stellte sich hierbei heraus, dass der 27-Jährige keinen gültigen Führerschein hat. Gegen ihn laufen nun mehrere Ermittlungsverfahren wegen eines sogenannten „Alleinrennens“, Geschwindigkeitsverstößen nach der Straßenverkehrsordnung und Fahren ohne Fahrerlaubnis. 

Sein Mercedes wurde vor Ort sichergestellt und zur Polizeiverwahrstelle geschleppt. Auch hier hat die Münchner Verkehrspolizei die Ermittlungen übernommen. (mm/tz)

Immer öfter werden Münchner Straßen zu illegalen Rennstrecken. Für die Raser mag es ein Adrenalinkick sein, doch der irre Spaß endet schlimmstenfalls tödlich. Eine ehemalige Bachelor-Kandidatin gibt Einblicke.

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