Aufruhr vor zwei Wochen

Nach E-Mail-Drohung gegen Moscheen: Staatsanwaltschaft hat Hinweise auf Motiv

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Ein Polizist steht vor dem Islamischen Zentrum München. Wegen Drohungen hat die Münchner Polizei zwei Moscheen räumen lassen.

Zwei Moscheen in München haben „verdächtige“ E-Mails erhalten. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot ausgerückt. Jetzt gibt es Hinweise auf das Motiv.

Update vom 25. Juli 2019, 14.42 Uhr: Nach den Bombendrohungen an zwei Münchner Moscheen vor zwei Wochen gibt es Hinweise auf ein rechtsextremistisches Motiv. Die E-Mails mit den Drohungen seien mit „Blood & Honour“, dem Namen einer verbotenen Neonazi-Gruppe, unterzeichnet gewesen, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft München am Donnerstag. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Drohung gegen Münchner Moscheen: Haci-Bayram-Moschee schon mal Opfer eines Anschlags

Update 12. Juli 2019, 9.00 Uhr: Gerade für die Muslime im Münchner Westen muss der Schock groß gewesen sein, denn vor vier Jahren wurde auf dem Gelände der Haci-Bayram-Moschee tatsächlich ein Anschlag verübt. Brandstifter hatten ein Gartenhaus angezündet - gerade mal 1,5 Meter entfernt vom Gebetshaus. Der Imam hatte den Brand bemerkt und die Feuerwehr verständigt.

Drohung gegen Münchner Moscheen - Polizei rückt mit Großaufgebot aus

Update 20.20 Uhr: Auch im sauerländischen Iserlohn musste eine Moschee geräumt werden. Dort ging nach Polizeiangaben ebenfalls eine Drohung per E-Mail ein. In allen Fällen blieben die Durchsuchungen ergebnislos.

Update 16.30 Uhr: Das Polizeipräsidium hat soeben mitgeteilt, dass der Einsatz an beiden Moscheen abgeschlossen ist. Nach intensiver Überprüfung beider Gebäude seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Die Moscheen sind daher wieder frei zugänglich.

Drohung gegen Moscheen in München - Erstmeldung von 15.45 Uhr

München - Gegen Mittag sind bei zwei Münchner Moscheen in den Stadtteilen Pasing und Freimann E-Mails mit verdächtigem Text und „gleichlautendem Wortlaut“ eingegangen. Darüber hat die Polizei am Donnerstagnachmittag informiert. Aufgrund des Inhalts habe man von einer Gefahrenlage ausgehen müssen.

Die Beamten rückten zu beiden Moscheen aus und nahmen routinemäßig Sicherheitsmaßnahmen vor. Dazu mussten die anwesenden Personen die Gebäude verlassen. In Pasing konnte der Einsatz bereits ohne Feststellungen abgeschlossen werden, in Freimann ist die Polizei noch vor Ort. Derzeit gehen die Beamten von keiner Gefährdung aus. Die Hintergründe der versendeten E-Mails sollen nun ermittelt werden.

mm/tz

Am Dienstag musste die Ditib-Zentralmoschee in Köln von der Polizei geräumt werden. Zuvor war dort ebenfalls eine Drohmail eingegangen.

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