Vorfahrt für die Busse

MVG will mehr Fahrspuren für Busse – dafür sollen Parkplätze weichen

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Die MVG-Busse sollen mehr Platz in der Stadt bekommen. Dafür sollen Parkplätze weichen. (Symbolbild)

Die MVG plant den Busverkehr komfortabler und pünktlicher zu machen. Deshalb soll es mehr Fahrspuren geben. Dazu sollen unter anderem zahlreiche Parkplätze wegfallen.

München - Grüne Wellen und neue Busspuren in der Stadt: Nach tz-Informationen wird die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) dem Stadtrat einige Verbesserungen für den Busverkehr vorschlagen. Das Thema ist kontrovers, weil für die Spuren Parkplätze weg müssen!

Neue MVG-Busspuren in München: Zahlreiche Parkplätze müssen weichen

Weil es auf Münchens Straßen immer enger wird, kommen mehr als ein Fünftel der Busse und Trambahnen unpünktlich. Auch deshalb sollen die Parkplätze weg. 

Auf der Trappentreustraße soll beispielsweise die Busspur zu Lasten des Baumgrabens verlängert werden. Auf der Herzogstraße sollen für den Bus 18 Stellplätze weichen. Über 150 müssten gar auf der Manzostraße weg.

Auf der Donnersbergerbrücke soll in einer Richtung eine Bus- und nur noch eine Fahrspur bleiben. Im Bereich der Dietlinden- und Potsdamer Straße lautet der Plan, östlich der Klementinenstraße die rechte Fahrspur zur Busspur umzuwidmen, westlich soll die Radspur verbreitert und für den Bus freigegeben werden. Auf der Ampfingstraße sollen die rechte Fahrspur zwischen Grafinger Straße und Innsbrucker Ring zur Busspur werden.

Weiterer Wunsch: Auf der Ludwigstraße, ab der Bushaltestelle Von-der-Tann-Straße bis zum Beginn der vorhandenen Busspur, wird die rechte Fahrspur zur Busspur. Ferner ist angedacht, an den Ampeln entlang der Moosacher Straße und des Frankfurter Rings statt eines 90-Sekunden-Umlaufprogramms ein neu zu erstellendes beschleunigtes Programm mit 104 Sekunden Umlaufzeit zu schalten.

München: Nicht nur Parkplätze sollen weg, auch Ampeln sollen umgestellt werden

Und: Die Überfahrt des Rotkreuzplatzes ist nur noch Bus-und Radverkehr gestattet. Alternativer Vorschlag: Zwischen Andrée- und Winthirstraße wird eine Busspur zu Lasten von rund 36 Stellplätzen eingerichtet. Zudem soll die Busbeschleunigung an den Ampeln Rosenheimer Straße/Innsbrucker Ring/Autobahn A8 wieder ganztägig aktiviert werden. 

Auf der Haberlandstraße würde der Durchgangsverkehr über die Aubinger Straße, Bodenseestraße und Lortzingstraße umgeleitet. Auf der Weitlstraße soll teils ein Halteverbot eingerichtet werden. Rund 18 Parkplätze müssten weg. 31 davon sollen für ein besseres Durchkommen auf der Ittlingerstraße gestrichen werden. SPD-Stadtrat Jens Röver: „Busspuren sind zwingend erforderlich, damit die Münchner sicher, komfortabel und pünktlich durch die Stadt kommen.“ 

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