Beim Schwarzfahren erwischt

München: Rentner manipulierte MVV-Karte - jetzt wurde er zu Hammer-Strafe verurteilt

Diese Karte ist ab dem vierten Streifen mit einer transparenten Schicht präpariert
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Diese Karte ist ab dem vierten Streifen mit einer transparenten Schicht präpariert.

Beim Versuch, Geld für eine MVV-Fahrkarte zu sparen, kommen ausgefallene Ideen zustande: Ein Mann machte sich seine frühere Tätigkeit als Grafikdesigner zunutze. Nun droht jedoch eine satte Strafe.

  • Ein 70-Jähriger wird in München mit einer gefälschten MVV-Fahrkarte erwischt.
  • Der mutmaßliche Täter bestreitet, das Ticket manipuliert zu haben.
  • In erster Instanz erhält der Beschuldigte eine satte Geldstrafe - und geht in Berufung.

München - Dieser Betrugsversuch hat sich nicht gewaschen, sondern gewachst! Denn: Mit Wachs (oder einer ähnlichen Substanz) hat ein Münchner (70) eine MVV-Streifenkarte so präpariert, dass er damit beliebig oft fahren konnte. 

Der Trick des Rentners, der früher als Grafikdesigner gearbeitet hatte: Das Ticket war vom vierten Streifen bis zum Kopffeld so beschichtet, dass man den Stempelaufdruck nach der Fahrt wieder abwischen konnte. Der Richter am Amtsgericht erkannte eine „eindeutige Manipulation“ und verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 3.200 Euro. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig – der Mann ging in Berufung. 

August 2019: Mann mit manipuliertem MVV-Ticket in der S-Bahn München

Kontrolleure hatten den 70-Jährigen am 13. August 2019 um halb zwölf Uhr abends in der S-Bahn erwischt – er war vom lsartor bis nach Pasing gefahren. Den Bahn-Mitarbeitern zeigte der Rentner die blaue Streifenkarte, die er bereits am 1. Februar gekauft hatte (das ist auch dem Aufdruck im Kopffeld des Tickets zu entnehmen). 

Den Kontrolleuren fiel die Wachsschicht auf: Sie gingen deshalb von einem Betrugsversuch aus und nahmen dem Mann das Ticket ab. Der Passagier wehrte sich, filmte die Bahn-Leute mit dem Handy und beschimpfte sie

Video: Dieser andere Schwarzfahrer wird rabiat aus Zug geholt

Vor Gericht beteuerte er später, normalerweise mit einer Monatskarte unterwegs zu sein, diesmal aber eine in Reserve mitgeführte Streifenkarte entwertet zu haben. Er habe keine Wachsschicht aufgetragen. Der Richter schenkte diesen Ausführungen keinen Glauben.

Ein Mitbürger kam auf eine andere Idee und hat systematisch Fahrtickets gefälscht, um diese zu verkaufen. Dann flog der Betrüger auf - das Ausmaß lässt staunen.

tz/mm

Am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr ereignete sich unweit der Allianz Arena ein tödlicher Unfall. Opfer wurde offenbar ein Fan des FC Bayern.

In München kam es am Sonntagabend (9. Februar) zu einem Großeinsatz der Polizei. Auf einem Bolzplatz waren zwanzig Personen aneinander geraten. Dabei wurde ein Münchner schwer verletzt.

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