Intensivstation: Dortmund-Star Witsel fällt hin und fehlt nun wochenlang

Intensivstation: Dortmund-Star Witsel fällt hin und fehlt nun wochenlang

Nach Anschlag in Halle

Zusätzlicher Polizeischutz vor bayerischen Synagogen - Mahnwache geplant

+
Nach dem Angriff in Halle ist die Polizei auch in Bayern  in Alarmbereitschaft (Symbolbild).

Der Anschlag auf eine Synagoge in Sachsen-Anhalt hat auch die Polizei in Bayern alarmiert. Vor jüdischen Einrichtungen wurde der Schutz verstärkt.

Update vom 11. Oktober, 11.40 Uhr: Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale hat die Polizei ihre Präsenz vor jüdischen Einrichtungen im Freistaat erhöht. Die Bewachung durch die Polizei sei bis auf Weiteres verstärkt worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag. Der Schutz jüdischer Einrichtungen habe einen sehr großen Stellenwert. „Die Schutzmaßnahmen richten sich nach der jeweiligen Gefährdung und den tatsächlichen Schutzerfordernissen.“

Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle (CSU) sprach nach der tödlichen Attacke in Halle/Saale von einer neuen, erschreckenden Eskalationsstufe. Antisemitische Vorfälle hätten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen - in der Zahl und in der Dimension. „Wir dürfen hier nicht zuschauen.“

Nach Anschlag in Halle: Zusätzlicher Polizeischutz vor bayerischen Synagogen

Herrmann gab der AfD eine Mitverantwortung an der Tat. „Das eine sind diese schrecklichen Gewalttäter, vor denen wir uns schützen müssen, das andere sind auch die geistigen Brandstifter, da sind in letzter Zeit auch einige Vertreter der AfD in unverschämter Weise aufgefallen“, sagte der CSU-Politiker in einem Interview von „Bayern 2“ des Bayerischen Rundfunks.

In Regensburg plante die Deutsch-Israelische Gemeinschaft für den Donnerstagabend eine Mahnwache vor der neuen Synagoge in der Regensburger Altstadt. Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg rief für Samstag zu einer Demonstration gegen rechtsextremistischen Terror auf.

München: Bayerns Polizei verstärkt nach Attacke von Halle Schutz für Synagogen

Update 18.55 Uhr: Anscheinend kann nach der erschütternden Attacke auf eine Synagoge und einen Dönerladen in Halle an der Saale für die Bevölkerung in Bayern erste Entwarnung gegeben werden. Die Polizei sieht mittlerweile keine akute Gefährdungslage in Halle mehr. Berichten zufolge gehen die Ermittler mittlerweile von einem Einzeltäter aus.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich unterdessen bestürzt über die Angriffe geäußert. „Das schreckliche Verbrechen in Sachsen-Anhalt macht tief betroffen“, sagte Söder am Mittwochabend. Er betonte: „Gerade jetzt gehört unseren jüdischen Mitbürgern unsere besondere Solidarität.“ Bayern stehe fest an der Seite der jüdischen Gemeinden. Zugleich teilte Söder mit, dass die bayerische Polizei die Bewachung jüdischer Einrichtungen und Synagogen im Freistaat verstärkt habe.

Update 16.44 Uhr: Die Polizei in Bayern bereitet sich darauf vor, dass ein bewaffneter Gewalttäter von Halle auf seiner Flucht auch in den Freistaat kommen könnte. 

München: Polizei bereitet sich auf mögliche Flucht des Halle-Täters nach Bayern vor

„Wir stellen uns auf einen bewaffneten Täter ein“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Über die Art und den Umfang der Vorbereitungen wollte er keine Angaben machen.

Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach ein bewaffneter Täter aus Halle in Sachsen-Anhalt mit dem Auto auf der Flucht in Richtung Süden unterwegs sei. Der Polizeisprecher bestätigte aber nicht, dass es Hinweise auf eine Flucht nach Bayern gebe. Die bayerische Polizei treffe die gleichen Vorbereitungen wie auch Kollegen etwa in Hessen und Thüringen - es handele sich um ein standardisiertes Prozedere.

In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen in der Nähe einer Synagoge erschossen worden. Einer der Täter soll mit dem Auto auf der Flucht sein.

Ursprüngliche Meldung von 15.14 Uhr

München - Die Stadt Halle spricht von einer Amoklage, die Polizei fahndet mit allen Kräften nach mehreren Tätern. Auch im nur 15 Kilometer entfernten Landsberg im Saalekreis sind Schüsse gefallen. Die Vorfälle haben auch Auswirkungen auf München.

München: Schüsse vor Synagoge in Halle: Polizei versetzt Streifen in Alarmbereitschaft

Die Polizei hat alle Streifen im Stadtgebiet in höhere Alarmbereitschaft versetzt, bestätigte ein Sprecher des Münchner Präsidiums. „Die Kollegen wissen über die Vorfälle Bescheid.“ Ob nun auch weitere Sicherheitsmaßnahmen für die Synagoge in der Landeshauptstadt folgen, ist noch nicht geklärt. Derzeit arbeite man daran, die Lage einzuschätzen und werde gegebenenfalls reagieren, so der Polizeisprecher. 

Suchanfragen für Landsberg schießen in die Höhe - Polizei in Landsberg am Lech reagiert gelassen

Die Suchanfragen für Landsberg schießen nach mehreren Schüssen nach oben.

In der Gemeinde Landsberg (Saalekreis) in Sachsen-Anhalt - nur 15 Kilometer vom Tatort in Halle enfernt - hat sich ebenfalls ein Schusswechsel ereignet. Deshalb sind die Suchanfragen nach „Landsberg“ bei Google in die Höhe geschossen. Die Menschen wollen sich informieren, was genau in der Stadt vorgefallen ist - und landen dabei aber auch beim wesentlich bekannteren Landsberg am Lech. 

Zumindest bei der dortigen Polizeiinspektion gab es aber noch keine Nachfragen besorgter Bürger. „Bislang hat noch keiner angerufen“, teilt ein Beamter mit.

+++ Schießerei vor Synagoge in Halle: Alle Entwicklungen in unserem Live-Ticker +++

Video: Amok-Lage in Halle: 2 Menschen erschossen

trk/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Entlarvende Bilder aus München! So funktioniert der Trick der schwebenden Straßenkünstler
Entlarvende Bilder aus München! So funktioniert der Trick der schwebenden Straßenkünstler
Nach Konzert von Rap-Stars - Polizei massiv bedroht: „Wir stechen euch ab, Scheißbullen!“
Nach Konzert von Rap-Stars - Polizei massiv bedroht: „Wir stechen euch ab, Scheißbullen!“
BMW-Fahrer fährt Verkehrsschild um: Frau schwer verletzt - „besonders schlimm ist die Tatsache, dass ...“
BMW-Fahrer fährt Verkehrsschild um: Frau schwer verletzt - „besonders schlimm ist die Tatsache, dass ...“
Frau will sich an Ex rächen: Seine DNA an angeblichem Tatort verteilt
Frau will sich an Ex rächen: Seine DNA an angeblichem Tatort verteilt

Kommentare