Neues Flug-Chaos droht: Lufthansa soll am Sonntag bestreikt werden

Neues Flug-Chaos droht: Lufthansa soll am Sonntag bestreikt werden

Sehr gemischte Reaktionen der Münchner

Ist sie Ihnen aufgefallen? Seit Sonntag gibt es eine akustische Neuerung in U-Bahnen und Trams 

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In den U-Bahnen gibt es etwas Neues zu hören.

Schluss mit „Nächster Halt“: Ab sofort erklingt in U- und Trambahnen nur noch ein kurzes Klingelsignal, bevor die Haltestelle genannt wird. Die Rückmeldungen sind gemischt.

München - Nein, es ist nicht das Christkind, das in Münchner U- und Trambahnen sowie den Bussen neuerdings klingelt. Die Töne, die vor jedem Halt erklingen, gehören zu einer neuen Haltestellen-Ansage - seit Sonntag spielt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) sie ab.

So mancher Fahrgast schaut in der U-Bahn erstaunt, als gestern auf drei kurze Töne gleich die Ansage „Sendlinger Tor“ folgt. Auf den Hinweis „Nächster Halt“ und danach auf Englisch „Next Stop“ verzichtet die MVG zukünftig. Denn: „Es war eine Rückmeldung von Fahrgästen, dass das nicht nötig ist. International üblich ist es, nur die Haltestelle anzusagen“, sagt Wolfgang Wellige (40) vom Team Fahrgastinfo der MVG. Er hat das neue Ansage-System zusammen mit Kollegen entwickelt.

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Zeitersparnis bringt Vorteile

Die nun kürzere Ansage spare Zeit, die für eine Neuerung genutzt werden könne, sagt Wellige. Denn das neue Haltestellen-Ansage-System erlaubt es der MVG, nun bei jedem Halt auch die jeweiligen konkreten Umsteigemöglichkeiten mit U-Bahn, Tram- oder Bus-Linien anzusagen. „Das war vorher nicht möglich und wird jetzt auf Deutsch und Englisch durchgesagt“, so Wellige. Durch die Verkürzung bei der Ansage werde die Durchsage nicht länger, biete nun aber mehr Informationsgehalt.

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Die Rückmeldungen zu den neuen Haltestellen-Ansagen sind laut MVG sehr gemischt. „Es ist ein Thema, das polarisiert: Aber das wussten wir schon“, sagt Wellige und lacht. „Manche Leute wollen die Töne vor der Ansage gerne als Klingelton fürs Handy haben, andere empfinden sie als nervig.“ Es jedem recht zu machen, sei nicht möglich. Es sei jedoch darauf geachtet worden, dass die Töne vor der Ansage nicht länger als eine Sekunde dauerten, um die Fahrgäste möglichst wenig zu stören.

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Die Lautstärke wird für jede Bahn individuell in der Werkstatt eingestellt. „Sollte der Ton mal zu laut sein, können Fahrgäste dem Fahrer einen Hinweis geben. Er gibt das dann an die Werkstatt weiter“, betont Wellige. Vor Endstationen ertönt nun ein deutlich längeres Signal, anschließend verkündet die Stimme nun auch auf Englisch, das der Zug an dieser Stelle endet. Ebenfalls eine Anregung, die die MVG aufgenommen hat. Das Signal vor der Ansage ist übrigens ur- münchnerisch: Die Töne kommen vom Schäfflertanz, sagt Wellige. 

Das sagen die Münchner zum neuen Halte-Ton:

Mir ist der neue Ton in der U-Bahn noch gar nicht aufgefallen. Für mich macht dieses Geräusch aber auch keinen Unterschied. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass die neue Ansage für Touristen verwirrend sein könnte – schließlich wird einfach eine Station ohne irgendeinen Kontext genannt.

Eileen Werner (21) Studentin aus München

Ich finde den neuen Ton in der U-Bahn echt super. Ich habe mich zwar zunächst gewundert, als ich ihn zum ersten Mal bewusst mitbekommen habe – aber dann fand ihn direkt irgendwie beruhigend. Das ist besser als die Ansage früher. Es ist schön, dass sich die Stadt um solche Dinge kümmert.

Josef Pfund (50) Koch aus München

Ob neue oder alte Ansage – das ist mir ehrlich gesagt ziemlich gleich. Ich fahre jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit und mir ist es überhaupt nicht aufgefallen. Früher wurde die Ansage vom U-Bahn-Fahrer getätigt – hier wird etwas automatisiert, was einfach nicht automatisiert werden müsste.

Andreas Kammerloher (24) Progammierer aus München

Ein neuer Ton in der U-Bahn? Der ist mir bisher nicht aufgefallen. Ich bin aber auch in letzter Zeit nicht so oft mit den Öffentlichen gefahren. Aber wenn ich darüber nachdenke, finde ich die alte Ansage besser. Ich mochte es, dass gesagt wurde „nächste Haltestelle“ – das war viel persönlicher.

Angela Schweiger (71) Rentnerin aus München

Ich finde den neuen Ton in der U-Bahn sehr gut. Er ist einfach viel moderner und schöner. Ich fahre häufig mit der U-Bahn, deswegen finde ich es einfach nett, wenn solche Details mit der Zeit ein wenig angepasst werden. Aber besonders wichtig war mir das nicht.

Albert Messervilla (78) Rentner aus München

Ramona Weise

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