Top-Vorschläge werden belohnt

Kommunalreferat soll umbenannt werden: Bürger dürfen Vorschläge einreichen

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Die Bürger in München dürfen sich an der Namensfindung beteiligen. 

OB-Kandidatin Kristina Frank sucht einen neuen Namen für das Kommunalreferat in München. Bürger dürfen sich daran beteiligen und eigene Vorschläge einreichen. 

München - Seit 1962 gibt es das Kommunalreferat – die Namensgebung wirkt ein halbes Jahrhundert nach der Gründung etwas angestaubt. Und nicht nur das: Vor allem weiß kaum jemand, was sich hinter dem sperrigen Begriff verbirgt. So zumindest waren die ersten Eindrücke, als die neue Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) am 1. August ihr Amt antrat. Die häufigste Antwort von Bürgern auf die Frage, wofür die Mitarbeiter dieses Referats zuständig seien, war jedenfalls: „Keine Ahnung.“

OB-Kandidatin Kristina Frank auf der Suche nach neuem Namen

Das soll sich ändern. Frank sucht nach einer neuen Bezeichnung für ihre Behörde. „Kommunalreferat ist kein Name, der die Aufgabenvielfalt widerspiegelt“, sagte die OB-Kandidatin der CSU am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Ihr Haus ist vorrangig für die städtischen Immobilien zuständig. Aber auch für den Abfallwirtschaftsbetrieb, die städtischen Märkte, die Großmarkthalle, die Forstverwaltung, zehn landwirtschaftliche Gutsbetriebe oder den Geodaten-Service. „Uns fehlt ein Name, der diese zentrale Stellung innerhalb der Stadtverwaltung verdeutlicht“, bekräftigte Frank. Es sei nicht bürgernah, „wenn die Menschen nicht wissen, wohin sie sich mit ihren Anliegen wenden können“.

Die Ideenwerkstatt für eine Umbenennung läuft bereits. Referatsintern wurden Mitarbeiter befragt. Die Beteiligung ist Frank zufolge rege gewesen. Heraus kamen Vorschläge wie Referat für Immobilienmanagement, Referat für urbanes Management, für Gebäude, Wohnen und Ressourcen oder auch Referat für Immobilien, Nachhaltigkeit und Dasein (RIND). Richtig griffig klingt das alles nicht. Deshalb will Frank auch die Öffentlichkeit miteinbeziehen. Bis 11. Januar kann jeder Bürger Vorschläge an kommunalreferat@muenchen.de oder postalisch an Roßmarkt 3, 80331 München schicken.

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Bürger dürfen Vorschläge einreichen - Top-Vorschläge werden belohnt

Die besten drei internen und externen Ideen sollen weiterentwickelt werden – unter Mithilfe einer Agentur. Für die Top-Vorschläge spendiert das Kommunalreferat je einen Gutschein über 100 Euro für den Hofladen des Gutes Karlshof. „Da gibt’s ein super Ochsenfleisch“, bemerkte Frank. Ihr Vorstoß sei mit der Stadtspitze abgesprochen. Bis Mitte 2019 soll dem Stadtrat ein Vorschlag zur Umbenennung unterbreitet werden. Frank glaubt nicht, dass ihre Initiative viel Geld kosten wird. „Sicher nicht im Millionenbereich.“ Einen persönlichen Namensfavoriten hat sie auch schon. Der bleibt aber vorerst geheim.

Im Übrigen wäre es nicht die erste Umbenennung einer städtischen Behörde. Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) hieß bis 1989 Betriebs- und Krankenhausreferat und von 1989 bis 1998 Referat für Gesundheit. Es wurde dann mit dem Referat für Umwelt zusammengelegt. Das Kreisverwaltungsreferat hieß früher „Referat für Kreisverwaltung und öffentliche Ordnung“. Das Referat für Bildung und Sport (RBS) wiederum firmierte bis vor einigen Jahren unter der Bezeichnung Schul- und Kultusreferat.

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