Beamte müssen vermitteln

Münchner Polizei erreicht verzweifelter Notruf, dann folgt dramatischer Einsatz - über 300 Kilometer entfernt 

Ein Notruf, der in München unter der „112“ einging, führte zu einem ungewöhnlichen Einsatz. (Symbolbild)
+
Ein Notruf, der in München unter der „112“ einging, führte zu einem ungewöhnlichen Einsatz. (Symbolbild)

In der Einsatzzentrale in München ging ein ungewöhnlicher Notruf ein. Es startete eine dramatische Rettungsaktion, die über die Landesgrenzen hinaus ging.

  • Ein Notruf in München löste einen ungewöhnlichen Einsatz aus. 
  • Der Einsatz führte über die Landesgrenze hinaus.
  • Es startete eine dramatische Rettungsaktion.

München - Ein ungewöhnlicher Notruf ging kürzlich in München ein - und löste damit einen Rettungseinsatz in weiter Ferne aus. Seinen Anfang nahm der Vorfall in Slowenien: Eine Frau war dort am Montag (22. Juni) im Triglav-Nationalpark beim Bergsteigen abgerutscht.

Wie die Berufsfeuerwehr München mitteilt, rief der Begleiter der Verunglückten daraufhin seinen Bruder in der bayerischen Landeshauptstadt an. Dieser kontaktierte daraufhin am Montagnachmittag die Münchner Einsatzzentrale. 

München: Notruf löst ungewöhnlichen Einsatz aus - er geht über die Landesgrenzen hinaus

Von der Einsatzzentrale aus wurde schließlich die zuständige Polizeidienststelle in Slowenien (etwa 350 Kilometer entfernt) ausfindig gemacht und alarmiert, so die Berufsfeuerwehr München weiter.

Die verunglückte Frau war dabei gewesen, den Berg Jalovec im Nationalpark zu erklimmen. Beim Überwinden eines Schneefeldes hatte sie offenbar den Halt verloren und war abgerutscht. Sie war in einem Geröllfeld liegen geblieben und hatte sich dabei eine Platzwunde am Kopf und eine Verletzung am Bein zugezogen.

Nach Notruf in München: Rettungsaktion im Triglav-Nationalpark in Slowenien

Aufgrund der schwierigen Wetterlage vor Ort war ein Hubschraubereinsatz im Triglav-Nationalpark nicht möglich. Deshalb stieg die alarmierte Bergwacht zu der Verletzten auf. Da ein Abstieg in der Dunkelheit nicht mehr gefahrlos möglich war, verbrachten die Rettungskräfte zusammen mit den Bergsteigern die Nacht in einer Behelfsunterkunft. Am Dienstagmorgen (23. Juni) wurde die Frau von den Helfern ins Tal getragen, wo sie mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen wurde. (nema)

Die Meldung der Feuerwehr im Wortlaut: 

„Eine Frau war auf dem Weg, den Berg Jalovec, der sich im Triglav-Nationalpark Sloweniens befindet, zu erklimmen. Beim Überwinden eines Schneefeldes verlor sie den Halt und rutschte ab, bis sie an einem darunterliegenden Geröllfeld liegen blieb. Dabei erlitt sie eine Platzwunde am Kopf und verletzte sich das Bein. In seiner Not meldete ihr Begleiter das Geschehen seinem Bruder in München. Dieser wiederum kontaktierte die 112 und meldete den Vorfall der Integrierten Leitstelle in München. Nachdem der Disponent alle notwendigen Informationen gesammelt hatte, versuchte er einen Ansprechpartner in Slowenien ausfindig zu machen. Durch die Touristeninfo des Nationalparks konnte schnell die zuständige Polizeidienststelle herausgefunden werden. Unmittelbar wurden die Einsatzkräfte vor Ort alarmiert. Ein Hubschraubereinsatz war aufgrund der schwierigen Wetterlage nicht möglich, sodass die alarmierte Bergwacht zu der verunglückten Frau aufstieg. Da ein Abstieg in der Dunkelheit nicht mehr gefahrlos möglich war, verbrachten die Rettungskräfte zusammen mit den Bergsteigern die Nacht in einer Behelfsunterkunft. Am Morgen wurde die Frau von den Helfern ins Tal getragen, wo sie mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen wurde.“

Weitere Nachrichten aus München

Ein Vorfall auf einer Baustelle in München beschäftigt nun die Polizei: Eine tonnenschwere Bohrmaschine krachte in ein Büro.

Bei einem Unfall in München sind mehrere Menschen verletzt worden. Eine 18-Jährige war mit ihrem Porsche ins Stauende gekracht.

Weitere Nachrichten aus München lesen Sie immer bei tz.de*.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

„Der schlimmste Virus ist ...“: Unbekannter verbessert Corona-Graffito - viele Münchner dürften ihm zustimmen
„Der schlimmste Virus ist ...“: Unbekannter verbessert Corona-Graffito - viele Münchner dürften ihm zustimmen
Stadt-Oasen am Straßenrand: Neue Regelung hilft Gastrobetrieben - aber es hagelt auch Kritik
Stadt-Oasen am Straßenrand: Neue Regelung hilft Gastrobetrieben - aber es hagelt auch Kritik
Seniorin (76) mit schwerer Demenzerkrankung vermisst - sie ist auf Medikamente angewiesen
Seniorin (76) mit schwerer Demenzerkrankung vermisst - sie ist auf Medikamente angewiesen
Sensations-Fund in München sorgt für Aufsehen: „Ergebnisse sind beeindruckend“
Sensations-Fund in München sorgt für Aufsehen: „Ergebnisse sind beeindruckend“

Kommentare