Mit Rettungswagen abtransportiert

Männer rassistisch beleidigt und brutal attackiert - Münchner Polizei dokumentiert zwei traurige Vorfälle

Das Kommissariat 44 des Polizeipräsidiums München ermittelt wegen zwei Angriffen, die mit rassistischen Beleidigungen einhergingen (Symbolbild).
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Das Kommissariat 44 des Polizeipräsidiums München ermittelt wegen zwei Angriffen, die mit rassistischen Beleidigungen einhergingen (Symbolbild).

Zwei Männer mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert worden. Im Juni waren sie unabhängig voneinander rassistisch beleidigt und angegriffen worden.

  • Bei Angriffen in München wurden zwei Männer verletzt.
  • Sie waren zuvor von verschiedenen Tätern rassistisch beleidigt worden.
  • In einem Fall ging sogar eine Windschutzscheibe zu Bruch.

München - Sie wurden rassistisch beleidigt und dann auch noch körperlich angegangen. Die Polizei hat in ihrem Pressebericht vom Freitag (19. Juni) dokumentiert, was zwei Männer unabhängig voneinander in München widerfahren ist.

Fall 1: Am Freitag (12. Juni) gegen 19.30 Uhr, geriet ein 46-jähriger Münchner mit einem 63-jährigen Münchner wegen eines Parkplatzes in der Waldperlacher Hegelstraße in Streit. Im Verlauf der zunächst verbalen Auseinandersetzung beleidigte der 46-Jährige den 63-Jährigen unter anderem auf rassistische Weise. 

Im Anschluss schlug der 46-Jährige dem 63-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, wodurch dieser eine Verletzung am rechten Auge erlitt. Zudem zerbrach die Brille des 63-Jährigen. Er wurde zur medizinischen Behandlung durch einen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der 46-Jährige wurde nach Vernehmung vor Ort entlassen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung. Die weitere Sachbearbeitung erfolgt durch das Kommissariat 44 des Polizeipräsidiums München.

München: Fahrradfahrer beleidigt Kontrahenten rassistisch - und schlägt dessen Windschutzscheibe ein

Fall 2: Am Mittwoch (17. Juni) gegen 22.00 Uhr, befuhr ein 33-Jähriger mit Wohnsitz in München mit seinem Pkw die Kaulbachstraße. Aus bislang ungeklärten Gründen kam es zwischen ihm und einem 25-jährigen Fahrradfahrer zum Streit. 

Der Fahrradfahrer fotografierte daraufhin das Kennzeichen des Pkw-Fahrers, was wiederum dem Autofahrer nicht passte. Der 25-Jährige schlug nun mit einem mitgeführten Skateboard auf das Auto des 33-Jährigen ein. Hierdurch wurde eine Fahrzeugtür beschädigt sowie die Windschutzscheibe eingeschlagen. 

Im Anschluss schlug der 25-Jährige auf den Autofahrer ein und beleidigte ihn auf rassistische Weise. Der 25-Jährige konnte vor Ort durch die Polizei festgenommen werden. 

Der Autofahrer wurde durch einen Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Den 25-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Die weiteren Ermittlungen hierzu führt das Kommissariat 44 des Polizeipräsidiums München.

tz

Großeinsatz in München: Ein Großaufgebot der Feuerwehr war an einem U-Bahnhof vor Ort; der komplette Bahnsteig und ein Zug wurden geräumt.

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