Neue Projektgruppe

Polizei München setzt auf Beamte mit besonderer Begabung

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Die Projektgruppe "Super-Recogniser" bei der Polizei München kann Gesichter auch nach Jahren noch erkennen.

Die Polizei setzt verstärkt auf Beamte mit einer besonderen Begabung: Sie können Gesichter auch nach einigen Jahren wiedererkennen. 

München - Ein Gesicht nur kurz sehen und es Jahre später inmitten von anderen wiedererkennen - es gibt Menschen, die das können. Diese sogenannten „Super Recogniser“ sollen der Münchner Polizei in Zukunft bei der Aufklärung von Straftaten helfen, wie Polizeipräsident Hubertus Andrä am Mittwoch in München ankündigte.

„Super Recogniser“ sind Computern überlegen

„Super Recogniser“ können nach Angaben des Wissenschaftlers Josh Davis von der Greenwich University in London Gesichter auch noch nach Jahrzehnten erkennen, auch auf unscharfen Überwachungsvideos und wenn das Gesicht teilweise verdeckt ist. Menschen mit dieser Begabung seien Computern deutlich überlegen. „Wir schätzen, dass ein bis zwei Prozent der Bevölkerung diese Begabung besitzen“, sagte Davis, der das Pilotprojekt in München betreut. Die Fähigkeit werde vermutlich vererbt und sei nicht erlernbar.

37 Beamte bei der Münchner Polizei sind „Super Recogniser“

5000 Beamte der Münchner Polizei haben an Tests von Davis teilgenommen, 37 wurden dabei als „Super Recogniser“ identifiziert. Wie genau diese Beamten zukünftig eingesetzt werden sollen, erarbeitet derzeit eine Projektgruppe.

Lesen Sie auch: Polizisten kommen nicht durch Stau - dann passiert Ungewöhnliches

dpa

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