Gangster verkauften 300 kg Hasch

Polizei sprengt das Drogennetz vom Münchner Hauptbahnhof

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Der Münchner Polizei gelang ein großer Schalg gegen den Haschhandel. 

Das Drogennetz am Münchner Hauptbahnhof ist „trockengelegt“ - zumindest der Handel mit Haschichplatten. Grund des Erfolgs war eine Festnahme im Oktober.

München - Der Drogenboss saß in Berlin, kaufte dort kiloweise das Haschisch ein. Mit Kurieren schickte er die Ware nach München – verkauft wurde sie rund um den Hauptbahnhof und am Stachus. Doch damit ist nun Schluss! 

Die Polizei hat das Drogennetzwerk auffliegen lassen – acht junge Männer (15 bis 21) sind in Haft. Laut Markus Karpfinger, Leiter des Rauschgiftdezernats der Münchner Polizei, sei der Handel mit Haschischplatten am Hauptbahnhof „trockengelegt“.

Vor kurzem erst gab es in München eine schockierende Meldung darüber, dass sich ein Polizist an einer Drogenspritze verletzte und anschließend eine traurige Nachricht erhielt. 

Auf die Spur des Drogenrings kamen die Ermittler im vergangenen Oktober. Bei einer Schwerpunktkontrolle am Hauptbahnhof wurde ein Inder (32) aufgehalten, der gerade mit dem ICE aus Berlin kam. Im Koffer: zehn Kilo Hasch

In München plattenweise Drogen verkauft

Besonders wertvoll für die Polizei: seine Telefonkontakte. Die brachten die Ermittler auf immer mehr Beteiligte. Es kam raus: In München verteilten die Täter die Ware „plattenweise“ in „Bunkern“ – Blumentöpfen oder Betonritzen. Von dort aus wurden kleinere Mengen an kleinere Drogenhändler vertickt.

Schließlich wurde auch der Boss geschnappt, ein Afghane (21), der mit den Drogen gut verdient hatte: Ein Jahr lang hatte er München mit 300 Kilo Hasch versorgt, das Kilo für 1200 Euro ein – und für 3000 Euro verkauft. Den Gewinn transferierte er in seine Heimat. 

ast

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