50 Euro fürs Anfassen geboten

Nach widerlichem Übergriff in S-Bahn: Münchner Polizisten schnappen Verdächtigen dank Spezial-Fähigkeit

20 „Super-Recognizer“ arbeiten aktuell bei der Polizei München.
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20 „Super-Recognizer“ arbeiten aktuell bei der Polizei München.

In einem besonders widerlichen Fall von Belästigung ist die Polizei München ein Stück weiter - dank 20 besonderer Mitarbeiter. Sie haben eine außergewöhnliche Gabe.

  • Die Polizei München* hat einen Mann gefasst, der einen Jungen sexuell belästigt haben soll.
  • Dies gelang dank Mitarbeitern, die eine besondere Veranlagung haben.
  • Der Tatverdächtige, ein Deutscher, sitzt nun in Untersuchungshaft.

München - Die Polizei hat jetzt einen 67-Jährigen gefasst, der in einer S-Bahn einen Zwölfjährigen sexuell belästigt haben soll. Mit zum Erfolg des Präsidiums beigetragen haben die sogenannten Super-Recogniser. Das sind Beamte, die die Fähigkeit haben, Gesichter besonders gut wiederzuerkennen. Derzeit arbeiten etwa 20 dieser Fahnder mit dem Superblick beim Münchner Präsidium.

München: Polizei setzt nach Übergriff in S-Bahn auf Super-Recognizer

Der Vorfall ereignete sich Anfang Juni in einer S-Bahn Richtung Erding. Der Schüler aus dem Landkreis Dachau war unterwegs zu einem Verwandten. Am Rosenheimer Platz bot ihm ein Mann nach einem kurzen Gespräch plötzlich 50 Euro für „Anfassen“. Dann griff er dem Zwölfjährigen laut Polizei in die Leistengegend. Der Bub wehrte sich und schlug die Hand des ihm unbekannten Mannes zur Seite. Daraufhin stieg der Täter aus der S-Bahn aus. 

Polizei München fasst nach Übergriff auf 12-Jährigen einen Tatverdächtigen

Das für Sexualdelikte zuständige Kommissariat 15 übernahm daraufhin die Ermittlungen und sicherte Bildaufnahmen des Mannes. Diese wurden ins interne Fahndungsportal eingestellt. Super-Recogniser ordneten die Bilder dem wohnsitzlosen Deutschen zu, der zuvor bereits wegen eines anderen Deliktes bei der Polizei registriert war. Der 67-Jährige sitzt in U-Haft. *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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