Charivari-Experiment in der Innenstadt

Moderator bietet Münchnern 1000 Euro auf die Hand - darum lehnten die meisten ab

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Charivari-Moderator Jan Herold wagte ein Experiment in der Münchner Innenstadt.

„Könntest du einen Tag lang auf dein Handy verzichten?“ Diese Frage stellte ein Radiomoderator in der Münchner Innenstadt - und bot Passanten für 24 Stunden Verzicht bis zu 1000 Euro an.      

München - Eigentlich sollte man meinen, dass die Münchner bei diesem Experiment Schlange gestanden hätten: Der Radiosender 95.5 Charivari bot Freiwilligen am Montag bis zu 1000 Euro, wenn diese für 24 Stunden auf ihr Handy verzichten würden.

Um geeignete Kandidaten für den Versuch zu finden, ging Morningshow-Moderator Jan Herold in die Münchner Innenstadt, um Passanten mit diesem verlockenden Angebot zu konfrontieren: „Wir verwahren dein Handy sicher für 24 Stunden, dafür bekommst du 1.000 Euro bar auf die Hand."

Antworten sorgen für Kopfschütteln

Mit diesen Reaktionen hatte der Radio-Moderator allerdings nicht gerechnet - fast alle Experiment-Teilnehmer lehnten ab. „Ich finde es unfassbar, dass so viele Münchner nicht einmal für 1.000 Euro bereit waren, ihr Handy abzugeben!“, sagt Herold. 

Die Antworten der Kandidaten sorgten zum Teil für Kopfschütteln - so erwiderte eine junge Frau auf das Angebot: „Mein Mann hat schon Geld, ich brauche das nicht.“ Eine andere Münchnerin sagte: „Auch für 1.000 Euro, ich werde das nicht machen!“

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Auch im Radio wurde die Challenge heiß diskutiert. Mit dem Thema „Könntest du einen Tag lang auf dein Handy verzichten?“ startete die Kampagne „Die 95.5 Charivari-Münchenfrage“. Dabei stellen Hörer eine Frage, die sie beschäftigt.

So erlebte eine Kandidatin das Experiment

Ganz zum Schluss fand der Radio-Moderator übrigens doch noch eine Probandin, die sich auf das Experiment einließ. Für die 40-Jährige Alexandra aus Haidhausen stellte der 24-Stunden-Verzicht kein großes Problem dar - sie willigte für 400 Euro in den Deal ein. Am Endes des Tages bescheinigt sie dem Radiosender trotz zahlreicher verpasster Nachrichten: „Auch ohne mein Handy geht es mir gut!“

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nema

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