Auch Zugausfälle möglich

Weil die Ersatzteile ausgehen: Diese Änderung erwartet Münchens S-Bahn-Fahrer 

Radsätze sind bundesweit Mangelware. Das bekommen jetzt auch Fahrgäste der Münchner S-Bahn zu spüren, die sich auf eine Änderung im laufenden Betrieb einstellen müssen.

München - Fahrgäste der S-Bahn müssen in den kommenden zwei Wochen mit Zugausfällen und kürzeren S-Bahnen rechnen. Grund seien Schwierigkeiten bei der Ersatzteillieferung ins S-Bahn-Werk Steinhausen, teilte eine Bahnsprecherin am Freitag mit.

Vor allem Radsätze fehlen derzeit. Sie sind bundesweit derzeit Mangelware. Daher können S-Bahnen wie im Ruhrgebiet so auch in München nur mit Verzögerung gewartet werden. Für den Fahrbetrieb kann die S-Bahn München daher nicht auf alle 238 Fahrzeuge zurückgreifen, über die sie prinzipiell verfügt. Angaben, wie viele Fahrzeuge durchschnittlich am Tag fehlen, gibt es nicht. Doch die Konsequenzen sind deutlich: Infolge der Engpässe müssten Taktverstärker, wie es sie während des Berufsverkehrs vor allem bei der S8, S3 und S2 gibt, in der Zeit der Pfingstferien gestrichen werden. 

Außerdem müssten die Fahrgäste mit kürzeren Bahnen rechnen – statt als Langzüge (Dreiertraktion) werden vermehrt Vollzüge (Zweiertraktion) unterwegs sein. „Wir können aber nicht sagen, wann und auf welchen Linien.“ Fahrgäste sollten den Streckenagenten auf ihren Smartphones konsultieren. 

In unserem News-Ticker informieren wir Sie über alles rund um den Münchner S-Bahn-Verkehr. 

Rubriklistenbild: © AFP / CHRISTOF STACHE

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