„Bei uns passieren seit einiger Zeit seltsame Dinge“

Schock im Schlafzimmer: Einbrecher klauen 50-Kilo-Tresor aus diesem Schrank

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Im Schrank im Schlafzimmer stand der Tresor. Durch das Fenster gelangten die Täter nach innen.

Sie waren nur Einkaufen. Bei ihrer Rückkehr machte ein Münchner und seine Frau dann eine schockierende Entdeckung. Der Tresor aus dem Schlafzimmer war weg.

  • Ein Münchner Ehepaar ist Opfer von Einbrechern geworden.
  • Der Fall - besonders die Vorgehensweise schockiert.
  • Die Polizei München sucht jetzt Zeugen.

München - Nur ein paar Stunden waren Jurij C. (72) und seine Frau am Samstag vor eineinhalb Wochen nicht zu Hause. Als die beiden vom Einkaufen zurückkamen, ereilte sie der Schock: Einbrecher waren in ihre Wohnung in Freimann eingedrungen und hatten aus einem Schrank im Schlafzimmer den Tresor geklaut. Darin lagen um die 5000 Euro, Schmuck sowie wichtige Urkunden, Verträge und das Familienstammbuch. Das Paar erstattete sofort Anzeige bei der Polizei. Das zuständige Fachkommissariat ermittelt (Hinweise: 089/2910-0).

Im Tresor lagen Schmuckstücke mit Erinnerungen

„Schlimmer als der materielle Verlust ist, dass die Schmuckstücke für uns mit Erinnerungen verbunden sind“, erzählt Jurij C. Denn neben dem Geld sind der Verlobungsring seiner Frau und die goldenen Kreuze der Kinder weggekommen.

Eingestiegen sind die Täter am 1. Februar zwischen etwa 13 Uhr und 18.30 Uhr. Wahrscheinlich waren geübte Kriminelle am Werk: Sie stemmten das massiveSchlafzimmerfenster auf, ohne große Spuren zu hinterlassen. „Ich vermute, dass die Einbrecher in der Dämmerung gekommen sind“, sagt der Rentner. Diese Vermutung deckt sich mit den Erfahrungen der Polizei. Das Präsidium warnt regelmäßig im Herbst, dass aufgrund der in der dunklen Jahreszeit frühzeitig einsetzenden Dämmerung die Einbruchszahlen in der Regel ansteigen.

Übrigens: Auch ein Bandendiebstahl in einer Commerzbank sorgte dieser Tage vor dem Landgericht München wieder für Aufregung. Es kam zu einer unerwarteten Wende. 

Haben die Einbrecher den Tresor mit einer Sackkarre abtransportiert?

Jurij C. geht davon aus, dass in seine Wohnung am Werner-Egk-Bogen mindestens zwei Täter eingedrungen sind. „Der Tresor wiegt um die 50 Kilo“, erzählt er. Womöglich hätten die Einbrecher auch eine Sackkarre dabei gehabt. „Vielleicht gibt es ja jemanden, der etwas gesehen hat und der Polizei einen Hinweis geben kann“, hofft der Münchner. 

Durch das Schlafzimmerfenster gelangten die Einbrecher in die Wohnung.

Der Safe ist wieder da, das Geld nicht

Zwar ist der Tresor mittlerweile wieder in einem Waldstück bei Schleißheim aufgetaucht. „Ein Förster hat ihn gefunden“, sagt Jurij C. Der Safe war aufgebrochen worden. Das Geld und der Schmuck sind weg. „Zum Glück haben sie die Papiere drin gelassen“, berichtet der 72-Jährige. Gekauft hatte er den Safe ursprünglich, damit die wichtigen Dokumente im Falle eines Feuers nicht verbrennen. Nach dem Einbruch hat der Rentner zwar keine Angst, doch er investiert jetzt in einen noch besseren Schutz und macht Fenster und Türen sicherer. Dazu rät auch die Polizei. Tipps für ein einbruchssicheres Zuhause gibt es unter der Nummer 089/29 10 34 30.

So bekam der Rentner seinen Tresor zurück. Ein Förster hatte das Stück im Wald gefunden.

„Bei uns passieren seit einiger Zeit seltsame Dinge“

Nicht nur der Einbruch, auch ein Brand und Vandalismus in seinem Wohnblock beschäftigen den Freimanner. „Bei uns passieren seit einiger Zeit seltsame Dinge“, berichtet Jurij C. Im Oktober seien in einer Garage am Werner-Egk-Bogen mehrere Autos beschädigt worden, an Heiligabend brannten in der danebenliegenden Garage fünf Autos komplett ab. Der Münchner vermutet, dass alle Fälle miteinander zu tun haben könnten. Von Seiten der Polizei heißt es jedoch, dass ein Zusammenhang von Einbruch und Brandstiftung bislang unklar sei.

Einbrüche in München - das sind die Zahlen

Insgesamt zeichnet sich aber ab, dass die Zahl der Einbrüche wieder zurückgegangen ist. Im Jahr 2018 war diese im Vergleich zum Vorjahr von 1219 auf 1369 um 12,3 Prozent gestiegen. 

„Jeder, der etwas Ungewohntes wahrnimmt, sollte den Notruf wählen – sei es auch ein noch so geringer Verdacht“, appelliert Polizeisprecher Benjamin Castro-Tellez. Denn gerade um Einbrecher zu erwischen, müsse die Polizei schnell vor Ort sein.

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