Camps Thema im Stadtrat

Sorge um Obdachlose in illegalen Zeltlagern

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Dieses Lager haben die Obdachlosen am S-Bahnhof Perlach aufgeschlagen

München - Obdachlose haben sich in München illegale Zeltlager errichtet und hausen dort unter erbärmlichen Zuständen. Aus Sorge um die dort lebenden Kinder und Babys, werden die Camps nun Thema im Stadtrat.

Die Ärmsten der Armen leben in München im Gebüsch: In selbst gezimmerten Zelten aus Decken und Plastikplanen hausen vor allem Menschen aus Osteuropa. In mehreren Stadtvierteln haben sich die Obdachlosen in den vergangenen Monaten niedergelassen. Beispielhaft sind Zeltlager an der Baumkirchner Straße, im Bavaria Park im Alten Messegelände und auf einem Privatgrundstück am S-Bahnhof Perlach. Unter erbärmlichen und hygeinisch untragbaren Zuständen – ohne sanitäre Einrichtungen, ohne Wasser und Strom – campieren hier überwiegend Mitglieder von Bettelbanden aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Teilweise leben in diesen Camps auch Kinder und Babys.

Die Stadtratsfraktion Bürgerliche Mitte sorgt sich angesichts des nahenden Winters um die Menschen, die in den provisorischen Behausungen leben. In einer Anfrage stellen die Fraktionen der Freien Wähler, ÖDP und Bayernpartei die Frage, ob überhaupt bekannt sei, wie viele illegale Obdachlosenlager in der Stadt existieren. Außerdem will die Stadtratsfraktion Bürgerliche Mitte wissen, ob die Stadt die Rechte derjenigen Eigentümer schützt, auf deren Grund sich solche Zeltlager etabliert haben. Ob den betroffenen Menschen ein Mindestmaß an medizinischer Versorgung zuteil wird und ob die Obdachlosen, besonders die Kinder, ins städtische Kälteschutzprogramm aufgenommen werden.

tz

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