Minus 200 Grad kalt

München: Stadtwerke entwickeln weltweit einmaliges tiefgekühltes Stromkabel

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Die Sonne geht hinter Strommasten auf. Die Stadtwerke München planen ein weltweit einmaliges tiefgekühltes Kabel.

Weil bei Hitze Energie verloren geht, wollen die Stadtwerke München Stromkabel herunterkühlen. Auf minus 200 Grad. 2020 soll es losgehen.

München - Die Stadtwerke München planen ein weltweit einmaliges tiefgekühltes Kabel, mit dem Strom wesentlich effizienter durch die Landeshauptstadt transportiert werden könnte. 

Der Trick: Das Kabel wird mit flüssigem Stickstoff auf Minus 200 Grad heruntergekühlt. Dadurch kann mehr Leistung übertragen werden und gleichzeitig geht deutlicher weniger Energie im Erdreich verloren.

2020: Bau einer Teststrecke

Die Technologie selbst ist nicht neu. Das Besondere am Münchner Projekt „SuperLink“ ist nach Angeben der Stadtwerke die Länge: 2020 soll auf 12 Kilometern der Bau einer Teststrecke beginnen. Die Strecke soll zwischen dem Hauptumspannwerk in Menzing und dem Lastschwerpunkt München Süd errichtet werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung

Monatelang hat der TÜV das Geothermiewerk in der Alten Au in München unter die Lupe genommen – jetzt gibt er grünes Licht für die Stromerzeugung. Zur Freude der Gemeinde, die mit der Anlage endlich Geld verdienen will.

Einsparungen: Jährlich mehrere Millionen Kilowattstunden Strom

Im Vergleich mit herkömmlichen Kabeln rechnen die Stadtwerke allein auf dieser Länge mit Einsparungen von jährlich mehreren Millionen Kilowattstunden Strom - und damit auch großen Mengen C02. 

Was passiert, wenn zwei Tage flächendeckend der Strom ausfällt? Ein Szenario, für das hunderte Einsatzkräfte im Landkreis nun geprobt haben. Und das unter realistischen Bedingungen.

Im Münchner Dreimühlenviertel könnten Mieter ihre Wohnung verlieren. Sie hoffen, dass die Stadt ihnen mit dem Vorkaufsrecht beisteht. Das tat sie zuletzt häufiger.

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