Mehrere Beamte wurden attackiert

Stuttgart-Krawalle bald auch in München? Polizeipräsident sieht „besorgniserregende“ Entwicklung

Polizisten im Englischen Garten. Größere Krawalle blieben im Sommer 2020 bislang aus.
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Polizisten im Englischen Garten. Größere Krawalle blieben im Sommer 2020 bislang aus.

Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer hält Krawalle wie in Stuttgart vor einigen Wochen auch in München für möglich. 

  • Ausschreitungen in Stuttgart haben eine intensive gesellschaftspolitische Debatte in Gang gebracht.
  • Bayerns Polizeipräsident will nicht ausschließen, dass es bald auch in München zu Randalen kommen könnte.
  • Wilhelm Schmidbauer warnt vor einer „besorgniserregenden“ Entwicklung.

München - In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli kam es in der Innenstadt von Stuttgart zu heftigen Krawallen*. Mehrere Polizisten wurden verletzt, Geschäfte geplündert. Ein Polizeisprecher berichtete, dass die Lage komplett außer Kontrolle gewesen sei. 

Von derartigen Auswüchsen blieb München* bislang verschont. Ob das auch so bleibt?

Stuttgart-Krawalle auch in München: Polizeipräsident warnt

„Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einige gibt, die das auch in München probieren wollen. In der gewaltbereiten Szene kann Stuttgart einen Vorbild-Charakter haben. Nach dem Motto: Wenn die das im Südwesten schaffen, dann vielleicht auch wir in München“, sagte Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer der „Bild“ (Montag). Die bayerische Polizei sei gegen Krawallmacher aber gut aufgestellt.

München: Polizeipräsident über Stuttgart-Krawalle: „Kein Ausrutscher einer harmlosen Partyszene“

Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer.

Schmidbauer hält die Ausschreitungen in Stuttgart nicht für ein zufälliges Ereignis. „Mein Eindruck ist, dass das kein Ausrutscher einer harmlosen Partyszene war. Wer Sturmmasken dabei hat, ist nicht der Partygänger, der gerade mal das Prosecco-Glas zur Seite gestellt hat. In der Gesellschaft gibt es eine mangelnde Ächtung von Gewalt. Das ist besorgniserregend.“

Ohnehin haben Polizei und Feuerwehr in München gerade ganz andere Sorgen: Etliche Schlauchboote waren am Wochenende innerhalb weniger Stunden auf der Isar gekentert und lösten eine Reihe von gefährlichen Großeinsätzen* aus. (lks)/dpa) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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