KVR greift durch

Neuerung für über 1100 Kreuzungen in München: Stadt geht gegen LKW-Unfälle vor

München wird mehr als 8000 Trixi-Spiegel an über 1100 relevanten Kreuzungen aufhängen. LKW-Unfälle an den Knotenpunkten sollen so zurückgehen.

  • München stellt mehr als 8000 Trixi-Spiegel an über 1100 Kreuzungen auf.
  • Vor allem LKW-Unfalle sollen so verhindert werden.
  • Ein Pilotversuch beantwortete zuletzt offene Fragen zu der Thematik.

München - Informationen desMünchner Merkurs zufolge bereitet das Kreisverwaltungsreferat gerade unter Hochdruck eine Beschlussvorlage für die Ausschusssitzung am kommenden Dienstag vor. Die Kosten belaufen sich pro Spiegel auf 84 Euro, hinzu kommen Ausgaben für den Aufbau. München wäre damit flächendeckend mit Trixi-Spiegeln ausgestattet und würde auch deutschlandweit eine Vorreiterrolle einnehmen. Bislang gibt es in der Republik insgesamt 1000 Trixi-Spiegel, in Freiburg beispielsweise 160. Zum Vergleich: Flächendeckend sind in der Schweiz 3000 Spiegel installiert.

KVR-Chef Thomas Böhle bringt einen Trixi-Spiegel an.

Die Spiegel sollen helfen, Abbiegeunfälle von Lkw zu verhindern. Lastwagenfahrer sollen mit ihrer Hilfe den tückischen toten Winkel einsehen können. In München hat es allein in den vergangenen Monaten mehrere schwere Unfälle gegeben. An der Corneliusbrücke starb im Mai ein Elfjähriger, weil ein Lastwagenfahrer beim Rechtsabbiegen den Buben auf seinem Radl übersehen hat. Auf der Marsstraße ist eine 31-Jährige im Juni schwer verletzt worden. Und im Mai 2018 verlor die neunjährige Loreeley bei einem ähnlichen Unfall ihr Leben. Die Polizei verzeichnete im Jahr 2018 insgesamt 395 Abbiegeunfälle.

SPD beantragt mehr Spiegel

München hat vor knapp zwei Wochen einen Pilotversuch initiiert, um zunächst 100 Trixi-Spiegel ein Jahr lang zu testen. Die SPD beantragte am Donnerstag, weitere 1000 Spiegel aufzustellen. Das Kreisverwaltungsreferat wird die Zahl deutlich erhöhen. SPD-Vize Christian Vorländer sagte: „Wir wollten mit dem Pilotversuch die offenen Fragen beantworten. Wir sind aber in der kurzen Zeit schon zu dem Punkt gekommen, dass die Spiegel geeignet sind, die Sicherheit zu verbessern. Die Zweifel haben sich in Luft aufgelöst.“

Der Stadtrat wird wohl zustimmen, schließlich waren die Trixi-Spiegel von gleich mehreren Fraktionen gefordert worden. Vorländer: „Es gab zuletzt viele schreckliche Unfälle. Um unser Ziel zu erreichen, die Zahl der Verkehrstoten auf null zu reduzieren, müssen wir unsere Anstrengungen weiter intensivieren. Flächendeckende Trixi-Spiegel sind dafür der richtige Weg.“

Sascha Karowski

Bei einemUnfall mit einem Linienbus in Wiesbaden werden mehr als ein Dutzend Menschen verletzt. Die Polizei hat bereits erste Erkenntnisse zum Unfallhergang.

Unglaubliche Szenen spielten sich in der Nacht des 15. November in München ab. Ein Autofahrer raste in eine Gruppe Jugendlicher. Ein 14-Jähriger kam ums Leben.

Rubriklistenbild: © Achim Schmidt

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