An mehreren Stellen in München 

Überwachungskameras in der Isar - das steckt dahinter 

Was hat es mit den Überwachungskameras auf sich, die neuerdings an verschiedenen Stellen in München aus der Isar ragen?

München - Da müssen die meisten zweimal hingucken: In München ragen an mehreren Stellen Überwachungskameras an Metallpfosten aus der Isar und ziehen die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich. Doch sind die Kameras wirklich echt und was steckt dahinter?

Mit der Aktion will eine Gruppe der Münchner Akademie der Bildenden Künste gegen das umstrittene Polizeiaufgabengesetz (PAG) in Bayern demonstrieren. Das Künstlerkollektiv nennt sich „Polizeiklasse“ und möchte mit den Überwachungskameras, die allesamt Attrappen sind, eine Diskussion um Persönlichkeitsrechte anstoßen. 

Das ist das Markenzeichen der „Polizeiklasse“

Die Kamera sind dort angebracht, wo sich die Menschen in München auch gern etwas freizügiger zeigen. So steht beispielsweise eine Kamerainstallation im Schwabinger Bach nahe des Monopterus, wo sich viele Besucher des Englischen Gartens leicht bekleidet sonnen. Auch nahe der Reichenbachbrücke steht eine Überwachungskamera in der Isar. 

Doch nicht nur für diese Aktion ist die „Polizeiklasse“ verantwortlich. Ihr Markenzeichen ist ein Aufkleber mit den weißen Buchstaben „Nein“ auf schwarzem Hintergrund. Zahlreiche „Neins“ kleben in der Münchner Stadt auf Plakaten, Rolltreppen und Straßenschildern. 

Mit dem Polizeiaufgabengesetz sollen in Bayern die Befugnisse der Polizei ausgeweitet werden. Weitergehende DNA-Untersuchungen oder Online-Durchsuchungen sollen Beamte nun schon bei einer „drohenden Gefahr“ und nicht erst bei einer konkreten Gefahr anwenden können. Am vergangenen Donnerstag hatten in München Zehntausende gegen die Neuregelung demonstriert, die Ministerpräsident Markus Söder am 15. Mai verabschieden will. 

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Rubriklistenbild: © Instagram / NoPAGJugend

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