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Kübelkrieg

Streit um Pflanztröge am Josephsplatz geht weiter: Unbekannte schlagen mit dreister Aktion zu

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Der Streit über Blumenkübel am Josephsplatz geht weiter (Archivbild). 

Am Münchner Josephsplatz hält der Streit um die Blumenkübel an. Unbekannte haben jetzt mit einer dreisten Aktion zugeschlagen.

München - Der Blumenkrieg vom Josephsplatz geht weiter. Und das in eine Richtung, die die genervten Anwohner nicht für möglich gehalten haben. Nach dem Streit mit der Stadt, dem Ärger wegen einer aggressiven Skater-Gang und dem Frust über Falschparker gab es nun eine weitere böse Überraschung: In einer Nacht- und Nebelaktion haben Unbekannte zwei der Blumenkübel gestohlen, mit der die Nachbarn ihre Idylle schützen wollten.

„So etwas passiert nicht zufällig“, sagt einer der „Freunde vom Franziskusbrunnen am Josephsplatz“, die weiterhin anoynm bleiben wollen. Schließlich sind die Pflanzenkästen richtig schwer. „Um sie wegzutragen, braucht es zwei, drei Mann.“ Vielleicht auch ein Gefährt mit Anhänger. Die Nachbarn wissen nicht genau, was passiert ist. Nur, dass die Täter in der Nacht zu Samstag zugeschlagen haben. Insgesamt gab es in dem Eck 16 rund 80 Kilogramm schwere Kübel, zwölf davon direkt am Brunnen. Bislang. Nun fehlen zwei Tröge.

München: Kübel am Josephsplatz sollen Brunnen schützen

Ihr Zweck ist, wie die tz vor einem Monat berichtet hat, multifunktional. Zum einen sollen sie Skateboarder davon abhalten, die Brunnenstufen für Sprünge zweckzuentfremden. Eine ganze Gang hatte sich im Sommer auf dem Platz ausgetobt, Wettbewerbe veranstaltet und sich mit den Anwohnern angelegt, denen das Geratter der Rollen arg auf die Nerven gegangen ist.

Vor allem Lieferfahrzeuge parken am Brunnen. Nun fehlen zum Ärger der Nachbarn zwei der Tröge, die die Zufahrt versperren sollen.

Ähnlich unschön für die „Freunde des Franziskusbrunnens“ sind die vielen Falschparker – vor allem Lieferfahrzeuge –, die sich direkt auf dem Platz hinstellen. Auch ihnen sollten die Kübel den Weg versperren. „Manche Tröge wurde schon zur Seite geschoben“, um die Zufahrt zu erleichtern. Wollten rabiate Verkehrsteilnehmer nun Fakten schaffen? Vielleicht fand sie jemand auch einfach nur schön und hat sich bedient. Dass die Pflanzen am Brunnen stehen, ist spätestens seit Anfang August bekannt. Damals hatte die tz über eine Räumungsandrohung der Stadt berichtet. Grund für das Einschreiten: Die aufgestellten Tröge würden „eine unerlaubte Sondernutzung auf öffentlichem Verkehrsgrund“ darstellen.

München: Baureferat sorgt sich um „nachhaltige Lösung“

Als das Baureferat von den Problemen mit den Skatern und Falschparkern erfahren hat, schlug es einen Vor-Ort-Termin mit dem Bezirksausschuss, KVR und der Polizei vor. Um eine „nachhaltige Lösung“ zu finden. Die Gespräche sollen nach den Ferien stattfinden. Noch gibt es keinen Termin.

N. Hoffmann

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