Leiche im Rhein gefunden

Varieté-Star ermordet? Sie tanzte in Schuhbecks teatro

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Schnappschuss im Urlaub: Der Münchner Entertainer Chris Kolonko (li.) traf Alla in Thailand

Der Tod von Varieté-Star Alla Klyshta schockiert die Münchner Künstlerszene. Wie bekannt wurde, stand ihr der mutmaßliche Mörder einst sehr nahe.

Die Nachricht verbreitete sich in der Münchner Künstlerszene wie ein Lauffeuer: Alla Klyshta ist tot. Ermordet vom Ex-Freund. Starkoch und teatro-MacherAlfons Schuhbeck (70) vernahm die traurige Nachricht mit Bestürzung. „Schockierend, so etwas ist fürchterlich. Das ganze Haus trauert“, sagte er unserer Zeitung. Sänger und EntertainerChris Kolonko (50) postete mit tränenerstickter Stimme einen Nachruf auf Facebook, auch im Varietétheater GOP trauert man. Die 33-jährige Künstlerin ist in den letzten Jahren regelmäßig in München aufgetreten, 2010 bewarb sie sich bei RTL in der Show Supertalent. Mit ihrem Solo-Programm als Hula-Hoop-Tänzerin hatte sie Engagements in ganz Europa, trat auch auf Kreuzfahrtschiffen auf. Zuletzt war sie als Trainerin in der Talent-Akademie im Europa-Park Rust tätig. 

Varieté-Star Alla Klyshta ist tot: Spaziergänger finden Leiche im Rhein 

Vor rund zwei Wochen sollte Alla Klyshta bei einem Gala-Abend in Frankfurt auftreten. Sie kam nicht. Familie, Freunde und Kollegen machten sich Sorgen, ihr Bruder reiste aus der Ukraine an, meldete sie schließlich bei der Polizei als vermisst. Am vergangenen Samstag entdeckten gegen 9.30 Uhr zwei Spaziergänger nahe Rust (Baden-Württemberg) im Rhein eine Leiche. Die Wasserpolizei barg den Körper und schnell war klar, dass dies die vermisste Alla Klyshta war. 

Tod von Varieté-Star Alla Klyshta: Ex-Freund unter Tatverdacht

Bereits am Sonntagabend wurde ihr Ex-Freund verhaftet. Gegen den 30-Jährigen bestehe der dringende Tatverdacht des Totschlags, sagte die Staatsanwaltschaft Freiburg gegenüber unserer Zeitung. Der Münchner Sänger und Entertainer Chris Kolonko hatte Alla und ihren Ex-Freund im Winter in Saarbrücken getroffen. Dort traten sie zusammen auf. „Eine sensationelle Nummer mit Pole-Akrobatik“, sagte Chris Kolonko im Gespräch mit unserer Zeitung. So sensationell, dass er die beiden für eine der nächsten Spielzeiten in seine Dinner-Show Winter Wonderland nach Augsburg holen wollte. Ihr damaliger Freund sei sehr nett gewesen. Die Beziehung der beiden in letzter Zeit aber eher ein Auf und Ab. „Sie sagte, sie sind kein Paar mehr, würden aber trotzdem zusammenarbeiten.“ Es ging ihr gut. 

Im Februar traf Chris Kolonko die 33-Jährige zufällig im Urlaub in Thailand und postete einen Schnappschuss auf Facebook „Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ihr Tod mit ihrem Freund zu tun hat.“ Alla Klyshta war 2013 im GOP München aufgetreten, ein Jahr später zeigte sie ihre Kunst in Schuhbeck’s teatro. Der Starkoch reagierte bestürzt auf die Nachricht von ihrem Tod. Chris Kolonko verabschiedete sich von Alla mit den Worten „Schmeiß deine Hula-Reifen irgendwo da oben durch die Gegend. Wir applaudieren für dich!“

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