Prozess in München

Vergewaltigung im Parkhaus - Opfer nennt grausame Details

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Prozess in München: M. soll eine Frau in das Parkhaus an der Schwanthalerstraße gezogen haben. 

Der mutmaßliche Täter (25) soll die junge Gräfin (34) in das Parkhaus Carpark Cristal an der Schwanthalerstraße gezerrt haben. Das Opfer berichtet vor Gericht.

  • Im März soll der 25-jährige Mohamed M. die 34-jährige Österreicherin in ein Parkhaus an der Schwanthalerstraße gezerrt und vergewaltigt haben.
  • In München hat am Mittwoch der Prozess gegen den Jordanier begonnen.
  • „Ich dachte er bricht mir das Kreuz“, sagte das Opfer vor Gericht.

München - Dunkle Ecken und Winkel, fahle Beleuchtung, menschenleere Fläche – Parkgaragen sind für viele Frauen der blanke Horror. Ihre größte Angst: Es könnte ein Überfall oder ein sexuelles Verbrechen passieren. Für die 34-jährige Österreicherin Christina Gräfin von P. (Name geändert) wurde dieser Albtraum am 6. März vergangenen Jahres Wirklichkeit.

Ein 25-jähriger Jordanier soll die Gastronomin in den frühen Morgenstunden in das Parkhaus Carpark Cristal in der Schwanthalerstraße gezerrt und vergewaltigt haben. Den mutmaßlichen Täter Mohamed M. nahm die Polizei kurz danach fest. Seitdem sitzt der mehrfach vorbestrafte Angeklagte in U-Haft, seit gestern muss sich der Lkw-Fahrer vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft M. Vergewaltigung, Körperverletzung und Raub vor.

München: Vergewaltigung im Parkhaus - Opfer berichtet grausame Details

Die Österreicherin war in München auf einer Geburtstagsfeier eingeladen. Angeheitert ging die Gräfin mit einigen Gästen danach noch in verschiedene Bars. In den frühen Morgenstunden gegen sechs Uhr wollte sie schließlich zu Fuß von der Schillerstraße in ihr Hotel in die Goethestraße gehen. Auf Höhe der Tiefgarage soll M. die Frau plötzlich von hinten angegriffen haben. M. soll die Gräfin daraufhin mit beiden Armen am Hals gepackt, sie in den Schwitzkasten genommen und gewaltsam über die Rampe hinunter in ein Treppenhaus gezerrt haben. 

„Das ging alles so schnell, und er war extrem grob zu mir“, sagte die Gräfin am Mittwoch im Zeugenstand. Schließlich soll der Angeklagte die Adlige auf die Steinstufen geworfen und sich mit seinem vollen Körpergewicht auf sie gelegt haben. „Ich dachte, er bricht mir mein Kreuz“, so die Gräfin. Sie habe laut geschrieen, mit den Fäusten auf ihn eingeschlagen. Von P. ist sich ganz sicher: „Der wusste, was er tat!“ Denn M. habe sich durch ihre Abwehrversuche nicht abbringen lassen. 

München: Der mutmaßliche Täter will sich nicht an die Tat erinnern können

Erst nach der brutalen Tat soll M. von ihr abgelassen haben – zuvor soll er ihr allerdings noch das Handy geraubt haben. Gut für die Polizei! Denn: Die Beamten orteten das Mobiltelefon – und schnappten M., der das Gerät bei sich trug, wenig später am Hauptbahnhof. Mitarbeiter der Hotelrezeption hatten sofort den Notruf gewählt, als die Gräfin bei ihnen um Hilfe bat.

M. gab gestern vor Gericht an, er könne sich nicht erinnern. Er habe in jener Nacht Kräuter geraucht und Alkohol getrunken. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.

Nach der Vergewaltigung einer 22-Jährigen in München, erklärte die örtliche Polizei, wie bei der Tätersuche vorgegangen wird. Ein Mann hat eine Schülerin in München vergewaltigt. Kurze Zeit später meldete er sich bei der Polizei - allerdings aus einem anderen Grund. 

Einen Albtraum erlebte kürzlich auch eine Österreicherin, die in der Münchner Innenstadt unterwegs war. Sie wurde von einem Mann belästigt.

In München kam es am Sonntagabend (9. Februar) zu einem Großeinsatz der Polizei. Auf einem Bolzplatz waren zwanzig Personen aneinander geraten. Dabei wurde ein Münchner schwer verletzt.

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