7000 Menschen feiern am Friedensengel

„Normaler Silvesterwahnsinn“ in München: Viele Einsätze für Polizei und Feuerwehr

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Feuerwerksraketen explodieren in der Silvesternacht über der Frauenkirche und der Innenstadt von München

Lautstark, aber insgesamt relativ friedlich verlief die Silvesternacht in der Landeshauptstadt. Die Polizei konnte sich jedoch über zu wenig Arbeit nicht beklagen. 

München -  Lautstark und farbenprächtig haben die Menschen in München das Jahr 2018 begrüßt. An die 7000 versammelten sich nach Polizeiangaben um den Friedensengel. Dort war der Verkehr von 22.45 Uhr an bis kurz vor 3 Uhr am Montagmorgen gesperrt. Um die 6000 Menschen kamen am Marienplatz zusammen. Etwa 4000 Menschen waren es im Olympiapark. 

Das Feuerwerk in der Nacht zu, 1. Januar in der bayerischen Landeshauptstadt. 

Für die Münchner Polizei verlief die Silvesternacht nach eigenen Angaben mit mehr als 170 Einsätzen bis 5 Uhr am Montagmorgen gewohnt arbeitsreich. Neben 50 Einsätzen wegen Randalierern und Streitereien, kam es vor allem zu Einsätzen wegen Ruhestörungen und Bränden durch Feuerwerkskörper. Insgesamt sei es aber eine relativ ruhige Silvesternacht gewesen. Ein Sprecher der Polizei sprach vom „ganz normalen Wahnsinn“.

Es gab 20 Körperverletzungen in der Silvesternacht und 35 kleinere Brände. Wegen zu lauter Partys und anderen Ruhestörungen gab es 41 Einsätze. 

119 Einsätze für die Feuerwehr - Balkonbrand greift auf Zimmer über

Zwar waren es für die Münchner Feuerwehr etwas weniger Einsätze als im Vorjahr, aber bis sechs Uhr am Neujahrsmorgen waren trotzdem insgesamt 119 Einsätze abzuarbeiten. Darunter fielen 83 Kleinbrände, etwa von Mülltonnen, ein Autobrand, zwei Brände von Garten- und Mülltonnenhäuser und sechs Balkonbrände. Gleichzeitig gab es insgesamt 458 Rettungsdienst- und Notarzteinsätze in der Stadt. 

Ein Balkonbrand in der Lazarettstraße war besonders heftig. Nur wenige Stunden nach Mitternacht wurde der Brand auf dem Balkon des Mehrparteienhauses von Anwohnern gemeldet. Als die Feuerwehr eintraf, befanden sich der Balkon sowie ein Zimmer der Wohnung im zweiten Obergeschoss schon in Vollbrand. Das Feuer drohte gerade auf den Balkon der darüber liegenden Wohnung überzugreifen. Durch einen schnell eingeleiteten Löschangriff konnte der Flammenüberschlag verhindert werden. Nach einer halben Stunde war das Feuer ganz gelöscht. 

Die Mieter der Brandwohnung waren zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause. Während der Nachkontrolle kamen die Mieter dann nach Hause. Aufgrund der starken Verrußung ist die Brandwohnung unbewohnbar. Sie wurden von dem Einsatzpersonal betreut. Anschließend kamen sie bei Bekannten unter. Der Sachschaden wird derzeit auf etwa 100.000 Euro geschätzt, auch die Fassade des Hauses wurde beschädigt. Wie genau es zu dem Brand gekommen ist, ermittelt jetzt die Polizei.

Lesen Sie auch: Die Silvesternacht in Deutschland - schwere Ausschreitungen in Leipzig

mag mit Material von der dpa

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